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Der Praktische Tierarzt

Atopische Dermatitis beim Hund – aktuelle Therapieansätze

Canine Atopic Dermatitis – current therapy

Der Praktische Tierarzt 96, 996-1007

Publiziert: 09/2015

Zusammenfassung

Die Canine Atopische Dermatitis (CAD) ist eine chronische Krankheit. Die Behandlung der atopischen Dermatitis muss individuell auf die spezifischen Symptome und sekundären Veränderungen oder Komplikationen beim einzelnen Tier zugeschnitten sein. Der Schlüssel zum erfolgreichen Management der atopischen Dermatitis liegt daher in der Schulung des Tierhalters und in einer Kombination aus ätiologischer, symptomatischer, topischer, antimikrobieller Therapie und Fütterungsmanagement. Ätiologische Behandlungen umfassen das Meiden von Allergenen und eine Allergen-spezifische subkutane oder sublinguale Immuntherapie, während symptomatische Behandlungen auf systemischen oder topischen Präparaten basieren. Über einen kürzeren Zeitraum ist der Einsatz von Kortikosteroiden akzeptabel, wohingegen für die Langzeitbehandlung Alternativen wie Ciclosporin oder Oclacitinib zu bevorzugen sind. Natürliche Moleküle wie essenzielle Fettsäuren oder Palmitoylethanolamid sind für das Langzeitmanagement der atopischen Dermatitis ebenfalls eine erwägenswerte Option. Zu den effektivsten topischen Präparaten zählen desinfizierende und antipruritische Shampoos, Lipidbarriere-regenerierende Spot-ons und Hydrocortisonaceponat-Spray. Schließlich ist es auch sehr wichtig, gegebenenfalls vorhandene komplizierende bakterielle Infektionen und Hefeinfektionen zu identifizieren und zu behandeln, da diese häufig den Juckreiz verstärken und dauerhaft werden lassen und die Wirksamkeit der antiallergischen Therapie beeinträchtigen.

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Therapie

Summary

Canine atopic dermatitis (cAD) is a chronic disease. Treatment of atopic dermatitis must be custom tailored to the specific signs and secondary changes or complications present in an individual animal. The keys to the successful management of atopic dermatitis are thus client education and a combination of aetiologic, symptomatic, topical, antimicrobial and nutritional therapy. Aetiologic treatments include allergen avoidance and allergen-specific subcutaneous or sublingual immunotherapy, while symptomatic treatments are based on systemic or topical products. For short periods of time, the use of corticosteroids is acceptable, while for long-term management alternatives such as ciclosporin or oclacitinib are preferable. Natural molecules, such as essential fatty acids or palmitoylethanolamide are also an interesting option for long-term management of atopic dermatitis. Among the most effective topical products there are disinfectant and antipruritic shampoos, skin barrier restoring spot-ons and hydrocortisoneaceponate spray. Finally it is very important to identify and treat, if present, complicating bacterial and yeast infections, which often increase and perpetuate pruritus and hinder the efficacy of antiallergic treatments.

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