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Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift

Möglichkeiten und Hindernisse für die Änderung der Salmonellenbekämpfung bei Schweinen in Deutschland – eine Stakeholder-Analyse

Inhaltsverzeichnis

Possibilities and barriers for changing the salmonella control in pigs in Germany – a stakeholder analysis

Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift 134, 1-10

DOI: 10.2376/1439-0299-2021-4

Eingereicht: 11. Februar 2021

Akzeptiert: 18. Mai 2021

Publiziert: 06/2021

Zusammenfassung

Salmonellosen gehören beim Menschen nach wie vor zu den häufigsten bakteriellen Infektionskrankheiten. Der Verzehr tierischer Lebensmittel von Rindern, Geflügel und Schweinen stellt eine bedeutsame Infektionsursache dar. Seit Inkrafttreten der Schweine-Salmonellen-Verordnung im Jahr 2007 sind daher Inhaber von Endmastbetrieben dazu verpflichtet, ihre Endmastschweine oder deren Schlachtkörper serologisch auf Antikörper gegen Salmonellen anhand eines Stichprobenschlüssels untersuchen zu lassen. Die aktuelle Salmonellenbekämpfungsstrategie, die die Anzahl der Betriebe mit hohen Antikörpertitern minimieren soll, stagniert seit Jahren und ist nicht darauf ausgerichtet, das Zoonoserisiko beim Menschen durch infizierte Tiere zu senken.

Daher möchte die Niedersächsische Tierseuchenkasse die Salmonellenbekämpfung unter Einbeziehung der Impfung und der Untersuchung auf Erregerebene voranbringen. Um dabei mögliche Bedenken und produktive Ideen der betroffenen Stakeholdergruppen zu berücksichtigen, wurde die vorliegende Stakeholder-Analyse von Oktober bis November 2020 durchgeführt. Dazu wurden Vertreter aus den Bereichen pharmazeutische Industrie, QS-Prüfsystem, Schlachthof, Schweinehaltung, Tierärzteschaft, Labordiagnostik, Veterinärbehörden und Wissenschaft in drei Workshops gebeten, das aktuelle Salmonellen-Monitoring zu analysieren und ihre Ideen für mögliche Veränderungen einzubringen.

Die Stakeholder-Analyse hat ergeben, dass grundsätzlich ein Veränderungsbedarf und eine Veränderungsbereitschaft aller Betroffenen für die Salmonellenbekämpfung bei Schweinen in Deutschland bestehen. Hemmnisse für Veränderungen stellen jedoch insbesondere Mehrkosten und Mehraufwendungen für Schweinehalter dar, die von den Befragten befürchtet werden. Aus Sicht der Stakeholder muss eine verbesserte Bekämpfung von Salmonellen mit einer höheren Wertschöpfung von Schweinefleischprodukten einhergehen. Nur so kann ein neues Monitoring Erfolg und Akzeptanz haben.
Fortschritte in der Salmonellenreduzierung beim Schwein könnten aus Sicht der Stakeholder unter Einbeziehung aller Produktionsstufen sowie der Impfung, Serologie und Erregeruntersuchung erzielt werden. Aus Sicht der Autoren sollte die Ausgestaltung eines neuen Systems im Rahmen weiterführender Workshops unter Beteiligung aller Stakeholder und unter Berücksichtigung von bereits durchgeführten Pilotprojekten erfolgen, um auch rechtliche und wirtschaftliche Konsequenzen frühzeitig zu berücksichtigen.
 

Salmonella
Mastschwein
Serologie
Erregernachweis
Bekämpfung

Summary

Salmonellosis remains one of the most common bacterial infectious diseases in humans. Consumption of animal foodstuffs from cattle, poultry and pigs is a significant cause of infection. Since the pig Salmonella regulation came into force in 2007 in Germany, owners of fattening farms have therefore been obliged to have their final fattening pigs or their carcasses serologically tested for antibodies against Salmonella on the basis of a random sampling key. The current Salmonella control strategy which aims to minimise the number of farms with high antibody titres, has stagnated for years and is not aimed at reducing the risk of zoonosis in humans from infected animals.

For this reason, the Lower Saxony Animal Disease Fund would like to advance Salmonella control by including vaccination and testing at the pathogen level. In order to take into account possible concerns and productive ideas from the stakeholder groups concerned, this analysis was carried out from October to November 2020. To this end, representatives from the pharmaceutical industry, the QS test system, the slaughterhouse, pig farming, the veterinary profession, laboratory diagnostics, veterinary authorities and the scientific community were asked in three workshops to analyse the current Salmonella monitoring system and to contribute their ideas for possible changes.

The stakeholder analysis has shown that there is a fundamental need for change and willingness to change on the part of all those affected by Salmonella control in pigs in Germany. However, the main obstacles to change are additional costs and additional effort for pig farmers, which are feared by the respondents. From the stakeholders` point of view, improved control of Salmonella must go hand in hand with higher added value of pork products. Only in this way can a new monitoring system be successful and accepted. 

Progress in Salmonella reduction in pigs could be achieved by involving all states of production as well as vaccination, serology and pathogen suppression, according to stakeholders. In the authors’ view, the development of a new system should take place in the context of further workshops with the participation of all stakeholders and taking into account pilot projects that have already been carried out, in order to also consider legal and economic consequences at an early stage.

Salmonella
fattening pig
serology
pathogen detection
mitigation

Einleitung

Salmonellosen gehören beim Menschen zu den häufigsten bakteriellen Infektionskrankheiten (BfR 2020), die zumeist auf den Verzehr tierischer Lebensmittel zurückzuführen sind (RKI 2019). Mit 38 % aller gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) übermittelten lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüche waren Salmonellen im Jahr 2019 als zweithäufigste Ursache lebensmittelbedingter Krankheitsausbrüche zu benennen (BVL 2020). Damit stellen Salmonellen nach wie vor eine für den Menschen bedeutsame Zoonose dar. Nach Einschätzung von Steinbach und Hartung (1999) sind ca. 20 % der lebensmittelbedingten Salmonellosen auf das Schwein zurückzuführen. Die Salmonella-Serovare, die beim Menschen im Jahr 2019 am häufigsten nachgewiesen wurden, waren Salmonella Enteritidis (ca. 29 %) und Salmonella Typhimurium (ca. 24 %) (RKI 2019), wobei der Nachweis von Salmonella Enteritidis in Schweinefleisch epidemiologisch vernachlässigbar ist. In 2016 lag der Anteil bei 1 % (Szabó 2017). Im Rahmen einer Grundlagenstudie zur Erhebung der Prävalenz von Salmonellen in Mastschweinen wurde die Serovar Salmonella Typhimurium in Lymphknoten von bakteriologisch positiv auf Salmonellen getesteten Schlachtschweinen mit 55,2 % (180 von 328 Isolaten) am häufigsten nachgewiesen (BfR 2008). Bekämpfungsrelevante Salmonella-Serovare treten jedoch bereits in Zucht- und Erzeugerbetrieben auf und werden nicht nur im Schweinefleisch nachgewiesen: In 22,4 % der untersuchten Bestände (46 Zuchtbetriebe, 155 Erzeugerbetriebe) wurden Salmonella spp. nachgewiesen. Auf Zuchtebene war der Anteil positiver Bestände geringfügig höher als der auf Erzeugerbebene (28,3 vs. 20,6 %). Die häufigsten Serovare waren Salmonella Derby und Salmonella Typhimurium (BfR 2009). Darüber hinaus muss stets damit gerechnet werden, dass Serovare bei Schweinen auftreten können, deren Zoonosepotenzial bisher nicht im Fokus stand, die jedoch für Erkrankungsausbrüche beim Menschen verantwortlich sein können (Schielke et al. 2017, Selbitz 2020). Seit Inkrafttreten der Verordnung zur Verminderung der Salmonellenverbreitung durch Schlachtschweine (Schweine-Salmonellen-Verordnung, SchwSalmoV) im Jahr 2007 sind Inhaber von Endmastbetrieben (mehr als 50 Mastplätze) gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Endmastschweine oder deren Schlachtkörper anhand eines Stichprobenschlüssels serologisch auf Antikörper gegen Salmonellen untersuchen zu lassen (SchwSalmoV 2007). Untersuchungsergebnisse mittels ELISA führen nach den gesetzlichen Bestimmungen zur Einordnung in die Kategorie III, wenn bei 40 % der Tiere ein Cut-off von 40-OD(optische Dichte)-%-Werten überschritten wird (SchwSalmoV 2007). Neben der Ursachenermittlung für den Eintrag von Salmonellen müssen diese Betriebe Maßnahmen zur Verminderung von Salmonellen im Stall einleiten. Diese Maßregelungen betreffen seit Inkrafttreten der SchwSalmoV konstant (ausgenommen 2013) unter 5 % aller ins Qualitätssicherungs-Prüfsystem (QS-Prüfsystem) liefernden Endmastbetriebe (QS 2020). Im Überwachungsjahr 2020 lag dieser Anteil sogar nur bei 1,6 %, was als Erfolg zu bewerten ist (QS 2020). Kategorie-I-Betriebe (0–20 % positive Befunde in der Stichprobe) und Kategorie-II-Betriebe (20–40 % positive Befunde in der Stichprobe) müssen gemäß SchwSalmoV keine Maßregelungen treffen, sind jedoch nicht grundsätzlich frei von Salmonellenproblemen. Da die Anzahl der jährlich registrierten Salmonellose-Erkrankungen in Deutschland beim Menschen in den vergangenen Jahren relativ konstant geblieben ist (Radtke 2021), ist davon auszugehen, dass sich die Salmonellensituation in Deutschland in den letzten Jahren durch das bestehende Überwachungssystem beim Schwein nicht wesentlich verbessert hat.

Die staatliche Salmonellenbekämpfung beim Schwein ist als Benchmarking-Konzept verwirklicht worden, mit dessen Hilfe die am stärksten belasteten Betriebe identifiziert werden. Der Nachweis von Salmonellen-Antikörpern belegt, dass in der Vergangenheit eine Infektion mit Salmonellen stattgefunden hat; der Nachweis bedeutet nicht zwangsläufig, dass das Tier noch Salmonellen ausscheidet oder erkrankt ist bzw. erkrankt war (Dickhaus 2010). Andererseits können Tiere, die im Antikörpertest nicht auffallen, zum Zeitpunkt der Testung Salmonellen ausscheiden (Hensel et al. 2001). Ein Nachweis infektionsfähiger Erreger am Schlachthof, der aus Sicht der Zoonosevorbeugung am effektivsten wäre, steht derzeit ebenso wenig im Mittelpunkt wie die flächendeckende Untersuchung auf Salmonellen in vorgelagerten Produktionsstufen, mit deren Hilfe die Erregerverschleppung entlang der Produktionskette vermindert werden könnte (Sächsische TSK 2020). 

In der Salmonellenbekämpfung steht die Optimierung von Hygienemaßnahmen an oberster Stelle (SGD 2014). Zwar können strikte Biosicherheits- und Hygienemaßnahmen im Mastbetrieb zur Reduktion der Salmonellenbelastung beitragen, dennoch führen sie allein nicht immer zu einer wirksamen Senkung der Antikörperprävalenz am Schlachthof (Katzschke 2017, SGD 2014). Möglichkeiten und Hindernisse für eine Änderung der Salmonellenbekämpfung bei Schweinen werden daher auch unter Einbeziehung der Impfung gegen Salmonella Typhimurium diskutiert, um die Erregerausscheidung und -persistenz zu reduzieren und vor Neuinfektion zu schützen (Rösler et al. 2010, SGD 2014). 

Mit Blick darauf, dass das derzeitige Benchmarkingsystem keine weitere Reduzierung der Kategorie-III-Betriebe erwarten lässt, muss die Frage gestellt werden, wie es mit der Salmonellenbekämpfung in der Schweinefleischproduktion zukünftig weitergehen sollte. Als eine Möglichkeit könnte die Etablierung eines Impfprogramms angesehen werden; damit einhergehend könnte der Wechsel von einem Antikörpertest zu einem Erreger- oder Antigentest sein. Die Niedersächsische Tierseuchenkasse (Nds. TSK) möchte diese Ideen weiterverfolgen und bestenfalls ein Beihilfesystem anbieten. Um vorab mögliche Bedenken und produktive Ideen der betroffenen Personengruppen zu berücksichtigen und die aktuell praktizierte Salmonellenbekämpfung zu diskutieren, wurde eine Stakeholder-Analyse durchgeführt. Ziel dieser Analyse war es, Sichtweisen und Meinungen verschiedener Stakeholdergruppen dezidiert abzubilden.

Material und Methoden

Anmerkung: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

Die Stakeholder-Analyse wurde im Rahmen des Kooperationsprojektes „SalmImpf“ unter Leitung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) durchgeführt. Sie ist als Methode der partizipatorischen Epidemiologie Grundlage für die (Neu-)Konzeption eines MOSS (Monitoring- und Surveillance-Systems), um Infektionskrankheiten zu kontrollieren - insbesondere in „ressourcen-limitierten Settings“ (Alders et al. 2020, Catley et al. 2012).

Durch die Projektpartner wurden folgende Stakeholder identifiziert: Schweinehalter, praktizierende (prakt.) Tierärzte, Vertreter von Schlachthöfen, Interessenverbänden (Tierproduktion und Schlachthöfe), pharmazeutischen Unternehmen, QS-Prüfsystem, Labordiagnostik (staatlich und privat), Veterinärbehörden und Wissenschaft. Das Projektteam wählte Teilnehmer basierend auf persönlicher Auswahl und Internetrecherche aus und sprach diese an. Dann wurden die Stakeholdergruppen aktiv zu Diskussionsrunden zusammengestellt. Inwiefern die Art der Auswahl von Vertretern der Stakeholdergruppen die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit beeinflusst hat, wurde nicht evaluiert. Ein vergleichbares Vorgehen ist beispielsweise aus der Durchführung von Expertenbefragungen bekannt, die in der Epidemiologie (insb. bei Überwachungsprogrammen und Ökonomie) dazu dienen, vorhandenes Wissen aus wissenschaftlichen Studien zu ergänzen und um Informationen zu erweitern, die sich auf anderen Wegen nicht erheben lassen (Gustafson et al. 2013). Sie ist darüber hinaus als Methode in der partizipatorischen Epidemiologie bekannt (Alders et al. 2020).

Relevante Stakeholder wurden zu Diskussionsrunden mit jeweils 13 Teilnehmern (inklusive zwei Moderatoren) im Zeitraum Oktober bis November 2020 geladen. Der Teilnehmerkreis des ersten Workshops bestand aus sieben Tierhaltern (Mäster, Ferkelerzeuger, Jungsauen-Vermehrer und Tierhalter mit geschlossenen Systemen sowie mit ökologischer Freilandhaltung), drei prakt. Tierärzten (Fachtierärzte für Schweine in niedergelassener Praxis sowie solchen, die im Schweinegesundheitsdienst [SGD] der Landwirtschaftskammer Niedersachsen [LWK Nds.] tätig sind) und einem Tierarzt der Niedersächsischen Tierseuchenkasse (Nds. TSK). Der zweite Workshop wurde mit sechs Vertretern von Interessenverbänden (Tierproduktion und Schlachthof), einem Vertreter des QS-Prüfsystems, einem Tierarzt der Nds. TSK und drei Vertretern der Schlachthöfe durchgeführt. Zum dritten Workshop waren Vertreter der Veterinärbehörden (einer), des SGD der LWK Nds. (einer), der pharmazeutischen Unternehmen (zwei) und aus der Labordiagnostik (vier) und Wissenschaft (zwei) sowie ein Tierarzt der Nds. TSK geladen.

Der stets gleiche Aufbau der Workshops orientierte sich am Phasenmodell für die Teamentwicklung (Tuckman 1965) und didaktischen Grundprinzipien (Exley und Dennick 2004, Winteler 2011). Zur Bewertung des bestehenden Bekämpfungssystems wurde in allen drei Workshops das Instrument der SWOT-Analyse (SWOT: Strengths [Stärken], Weaknesses [Schwächen], Opportunities [Chancen] und Threats [Risiken]) gewählt. Diese Methode dient einer realistischen Einschätzung der Ausgangssituation, um daraus Maßnahmen und Strategien zur Umsetzung von Zielen zu entwickeln (Pelz 2020). Folgende Fragestellungen wurden von den Teilnehmern beantwortet:

  • Stärken: Was ist derzeit gut für mich an dem bestehenden System?“
  • Schwächen: Welche Nachteile habe ich derzeit aus dem bestehenden System?“
  • Chancen: Wenn es dabei bliebe, welche Chancen für die Zukunft hätte das für mich?“
  • Risiken: Wenn es dabei bliebe, welche Risiken hätte ich dann in Zukunft?“

Die Veränderungsbereitschaft für einen Wechsel des bestehenden Salmonellenbekämpfungssytems wurde anhand des Modells „Inneres Team“ nach Schulz von Thun (2020) analysiert. Dieses Modell verfolgt den Gedanken, dass der Mensch in seiner persönlichen Bewertung von Sachverhalten verschiedene innere Anteile bemüht, „die sich selten einig sind und die alles daransetzen, auf unsere Kommunikation und unser Handeln Einfluss zu nehmen“. Diese inneren Anteile wurden den Teilnehmern vorgegeben und orientierten sich an der sogenannten „6-Denkhüte-Methode“ nach de Bono (1990). Mit dieser Kreativmethode können in Gruppen schnell und effizient Denkprozesse angeleitet werden, indem verschiedene, auch konkurrierende Gefühle und Meinungen eines Individuums kanalisiert und getrennt abgerufen werden können. Mithilfe der „6-Denkhüte“ wurde erfasst, welche Voraussetzungen ein neues Bekämpfungssystem erfüllen muss und welche Möglichkeiten aber auch Hemmnisse ein neues Monitoring hervorruft.

Die Teilnehmer haben folgende Fragestellungen beantwortet:
„Einmal angenommen, dass ab morgen das neue System in Kraft ist. Was würde mein inneres Team dazu sagen?“

  • „Mein innerer Analytiker denkt neutral und analytisch. Er beschäftigt sich nur mit Fakten, Zahlen und Daten. Er bildet sich KEINE subjektive Meinung und bewertet nichts. Er würde sagen/denken/fühlen …“
  • Mein innerer emotionaler/gefühlvoller Anteil denkt subjektiv und emotional. Er bildet sich eine persönliche Meinung und betrachtet positive UND negative Gefühle. Er kann auch widersprüchliche Gefühle äußern. Er würde sagen/denken/fühlen …“
  • „Mein innerer Pessimist/Kritiker konzentriert sich auf objektive Argumente, die negative Aspekte hervorheben. Er denkt an Risiken, die das neue System für mich mit sich bringt und an objektive Einwände gegen das neue System. Er würde sagen/denken/fühlen …“
  • „Mein innerer Realist/Optimist sammelt positive Argumente für das neue System. Er benennt objektive Chancen und Vorteile, die das neue System für mich haben wird. Er würde sagen/denken/fühlen …“
  • „Mein innerer kreativer/innovativer Anteil denkt an alles Neue, was mit dem neuen System verbunden ist. Er hat Ideen, wie ich das umsetzen kann und macht kreative Vorschläge. Kritik ist hier fehl am Platz: alle Ideen werden gesammelt. Er würde sagen/denken/fühlen …“
  • „Mein innerer Ordner/Strukturgeber sagt mir, wie ich die neue Situation ordnen kann und mir einen Überblick /Durchblick verschaffen kann … wie ich meine Gedanken sortieren kann. Er würde sagen/denken/fühlen …“

Der Workshop wurde mit einer Abschlussrunde beendet, um eine Selbstreflexion zum Denkprozess anzuregen.

Die Beiträge der Teilnehmer wurden sowohl individuell in Formularen durch die Teilnehmer notiert als auch in Kleingruppen an Moderationswänden bzw. online zusammengetragen. Die Beiträge sind Quelle der nachfolgenden Auswertungen und orientierten sich an der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015). 

Ergebnisse

In die Auswertungen flossen Beiträge und Meinungen der anwesenden Vertreter der Stakeholdergruppen ein. Es bestand bei vielen Beiträgen Einigkeit zwischen den Stakeholdergruppen, sodass die Beantwortung der folgenden Fragestellungen teilweise generalisiert dargestellt ist. Sofern relevante Aussagen gruppenspezifisch getroffen wurden, sind diese im Text kenntlich gemacht. 

Welche Stärken birgt das bestehende Salmonellen-Monitoring beim Schwein?

Die Stakeholder gaben als Stärken des Systems an, dass das Monitoring bundeseinheitlich etabliert ist, wodurch eine Langzeitbetrachtung und eine kontinuierliche Überwachung der Mäster ermöglicht werden. Stärken in Bezug auf die durchgeführte Diagnostik sahen die Stakeholder darin, dass die Bestimmung von Antikörpern eine Orientierung und Sensibilisierung zum Vorhandensein von Salmonellen liefert. Im Hinblick auf die Praktikabilität hoben die Befragten positiv hervor, dass das QS-Prüfsystem eine digitale Lösung anbietet, wovon sowohl Schlachthöfe als auch Mäster profitieren. 
Folgende Stärken des bestehenden Systems wurden durch bestimmte Stakeholdergruppen hervorgehoben (die Nummerierung dient der besseren Lesbarkeit und nicht der Priorisierung von Aussagen):

  • Ferkelerzeuger: (1) Betriebshygiene und -management sind frei wählbar; (2) Abnahme der Ferkel ist nicht beeinflusst und (3) haben keinen zusätzlichen Aufwand.
  • Mäster: (1) kein zusätzlicher Aufwand durch Probenahme; (2) Kosten für Proben sind preiswert; (3) für Betriebe in Kategorie III wird weiterführende Diagnostik eingeleitet.
  • Mäster und Interessenverbände: wenig Vermarktungsprobleme.
  • Prakt. Tierärzte: Betriebe mit hohen Antikörpertitern fallen nicht unter die Anzeigepflicht.
  • Schweinehalter und prakt. Tierärzte: (1) Monitoring ist preiswert und (2) einfach zu verwalten.
  • Pharmazeutische Unternehmen: Bei Kategorie-III-Betrieben gibt es mehr Einsatzmöglichkeiten für Prophylaxemaßnahmen, die sich positiv auf die Bekämpfung anderer Erreger als Salmonellen auswirken können.
  • Schlachthöfe und staatliche Diagnostiklabore: (1) Probenahmen und -untersuchungen sind planbar und (2) Ergebnisse liegen zeitnah vor. 
  • Veterinärbehörden und Nds. TSK: Überschaubarer Aufwand.
  • Wissenschaftler: Der standardisierte ELISA weist Serovar-übergreifend Antikörper nach, sodass Rückschlüsse auf eine Infektion an sich oder auf eine biologische Boosterung möglich sind. Eine weiterführende Diagnostik sollte sich jedoch anschließen.

Welche Chancen eröffnet das bestehende Salmonellen-Monitoring beim Schwein?

Folgende Chancen im bestehenden System wurden durch bestimmte Stakeholdergruppen hervorgehoben:

  • Mäster: Bei mehr als 90 % der Betriebe besteht derzeit kein Handlungsbedarf, weil sie sich in Kategorie I oder II befinden. 
  • Schweinehalter und prakt. Tierärzte: (1) Das System ermöglicht eine Langzeitbetrachtung; (2) Betriebe, die Handlungsdruck haben, verbessern kontinuierlich Hygienemaßnahmen, wie z. B. Reinigung und Desinfektion.
  • Prakt. Tierärzte: Sie bleiben als Berater gefragt.
  • Prakt. Tierärzte, pharmazeutische Unternehmen und Wissenschaftler: Grundsätzlich ist Wissen zum Salmonellendruck in stark betroffenen Betrieben vorhanden, (1) wodurch eine Bekämpfung eingeleitet, (2) das Hygienebewusstsein verbessert und (3) andere Infektionskrankheiten gleichermaßen reduziert werden können.

Welche Schwächen hat das bestehende Salmonellen-Monitoring beim Schwein? 

Die befragten Stakeholder stellten fest, dass das vorhandene Salmonellen-Monitoring stagniert, keine deutlichen Verbesserungen gebracht hat und Reduzierungen von Kategorie-III-Betrieben nicht mehr zu erwarten sind. Alle Stakeholder sahen eine Schwäche darin, dass das Monitoring nur in der Mast erfolgt. Den Aufwand und die Kosten haben in erster Linie die Mäster zu tragen. Die Stakeholder waren sich darüber einig, dass Zukäufe von Tieren aus Beständen mit gegebenenfalls positiven Salmonellenbefunden ein permanentes Eintragsrisiko für Mastbestände darstellen. Dadurch, dass vorgelagerte Produktionsstufen (Nukleus-, Vermehrungs- und Aufzuchtbetriebe) nicht in das Monitoring integriert seien, blieben Fortschritte in der Ursachenforschung aus. Alle Stakeholder bemängelten, dass das Antikörper-Monitoring weder die tatsächliche, aktuelle Salmonellenbelastung abbildet noch die Ermittlung des Infektionszeitpunktes zulässt. 

Die Stakeholder sahen es zudem als Schwäche an, dass Betriebe mit OD%-Werten < 40 gemeinhin als Salmonellen-frei interpretiert werden, da auch Schweine von Betrieben mit OD%-Werten < 10 Salmonellenträger sein können. Aus Sicht aller Stakeholder erfolgt die Beprobung von Endmasttieren zeitlich zu spät, um eine Erfolg versprechende Ursachenforschung zu betreiben. 

Folgende Schwächen des bestehenden Systems wurden durch bestimmte Stakeholdergruppen hervorgehoben:

  • Ferkelerzeuger: Müssen bei Salmonellenproblemen Eigeninitiative ergreifen.
  • Mäster: (1) Sind wirtschaftlich benachteiligt im Vergleich zu anderen Produktionsstufen; insbesondere für Kategorie-III-Betriebe ergeben sich Abzüge am Schlachthof; (2) ihnen fehlt die Möglichkeit, auf die Vermarktung ihrer Mastschweine einzuwirken; (3) die Probenahme am Schlachthof ist intransparent, sodass nicht klar ist, ob man Ergebnisse seiner eigenen Tiere erhält.
  • Ferkelerzeuger und Mäster: (1) Salmonellenprobleme werden erst beim Mäster erkannt, obwohl sie ggf. bereits im Sauenstall verursacht worden sind; (2) nachgelagerte Produktionsstufen können auf die Eintragsquelle von Salmonellen keinen Einfluss nehmen.
  • Mäster und Interessenverbände: Es bestehen große Unterschiede zwischen den Ergebnissen unterschiedlicher Schlachthöfe, sodass kein Vergleich zwischen Ergebnissen verschiedener Schlachthöfe möglich ist. Betriebe befürchten schlimmstenfalls zu Unrecht reglementiert zu werden. Grund 1: Es gibt drei verschiedene, zugelassene Test-Kits, die Salmonella-Serovare unterschiedlich stark detektieren und unterschiedliche Probenarten nutzen (Fleischsaft oder Blutprobe). Grund 2: Es besteht die Möglichkeit, dass Tierärzte im Endmastbetrieb lebende Tiere so selektieren, dass die entnommenen Blutproben zur Antikörperbestimmung negativ ausfallen, obwohl es im Betrieb auch positive Tiere gäbe. 
  • Mäster und prakt. Tierärzte: (1) Die Ursachenforschung ist oftmals unbefriedigend und frustrierend. (2) Der Wechsel in eine bessere Kategorie wird durch „Strafen“ angeregt (und nicht durch Anreize) und (3) gestaltet sich häufig langwierig. 
  • Schweinehalter und prakt. Tierärzte: Es erfolgt kein Erregernachweis, welcher für Infektionen beim Menschen bedeutsam wäre.
  • Prakt. Tierärzte: Fühlen sich in ihrer fachlichen Beratung im Hinblick auf die Impfung eingeschränkt, da Impftiter nicht von Infektionstitern zu unterscheiden seien.
  • Schlachthöfe: (1) Durch die Probenahme entsteht ein zusätzlicher Aufwand aber kein eigener Nutzen; (2) manche Kunden schließen Fleisch von Betrieben der Kategorie III aus.
  • Staatliche Labore: (1) Führen zwar Untersuchungen durch, haben aber keinen Einfluss auf das Salmonellenbekämpfungssystem; (2) haben mit unzufriedenen Kunden (Landwirten) zu tun. 
  • Private Labore: Diagnostikverfahren wie „Kulturanzucht“ oder „PCR-Nachweis“ finden keine breitflächige Anwendung, weil sie bei positivem Nachweis zur Meldung an das Veterinäramt führten, welches seinerseits zum Handeln aufgefordert wäre.
  • Labordiagnostik und pharmazeutische Unternehmen: Die Antikörperreduktion und nicht die Salmonellenreduktion stehen im Fokus.
  • Pharmazeutische Unternehmen: (1) Die Angst vor hohen Antikörpertitern hindert Tierhalter daran, von einem Erfolg versprechenden Impfkonzept zu profitieren. (2) Durch die Strategie der Probenahme (Blutprobe als Ersatz für Fleischsaftprobe) kann Einfluss auf den Status des Betriebes genommen werden.
  • Wissenschaftler: (1) Es gibt keine „echten Konsequenzen“ für Kategorie-III-Betriebe: „Betroffene Betriebe müssen sich beraten lassen, aber von ihnen darf weiterhin Frischfleisch vermarktet werden.“ (2) Maßnahmen in Kategorie-III-Betrieben sind aufwendig, und es dauert zu lange, bis Erfolge sichtbar werden. Ermüdungserscheinungen treten bei allen Akteuren auf.
  • Nds. TSK: Der Verbraucherschutz wird durch das aktuelle Monitoring nicht verbessert, und das Geld der Tierhalter ist nicht sinnvoll eingesetzt.

Welche Risiken birgt das bestehende Salmonellen-Monitoring beim Schwein? 

Sämtliche Stakeholder sahen das Risiko, dass akute Salmonelleninfektionen durch die Serologie am Schlachthof nicht detektiert werden und Salmonellenprobleme im Mastbetrieb oder in vorgelagerten Produktionsstufen zu spät oder nicht erkannt werden, wodurch die Gefahr der Erregerverschleppung durch die Produktionsstufen bis zum Verbraucher besteht. Weiterhin sahen sie die Gefahr des Image- und Vertrauensverlustes der Schweinefleischproduzenten gegenüber der Politik und dem Verbraucher, sofern das jetzige Salmonellen-Monitoring bestehen bleibt. Sie gaben zu bedenken, dass Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit weiter steigen würden und Forderungen nach Salmonellen-freien Lebensmitteln zu erwarten seien.

Folgende Risiken des bestehenden Systems wurden durch bestimmte Stakeholdergruppen hervorgehoben:

  • Ferkelerzeuger: Mastbetriebe könnten im Rahmen der Ursachenforschung des Salmonelleneintrags die bestehenden Lieferbeziehungen hinterfragen und möglicherweise andere Ferkelanbieter suchen.
  • Mäster: (1) Ihre Produktionsbedingungen könnten gegenüber anderen Produktionsstufen stigmatisiert werden, da in anderen Produktionsstufen kein Salmonellenstatus erhoben wird; (2) Salmonellen könnten aus vorgelagerten Produktionsstufen wieder eingetragen werden; (3) gesetzlich vorgegebene Sanktionsmaßnahmen (bakteriologische und epidemiologische Untersuchungen zur Ursachenermittlung, Reinigung, Desinfektion, Schadnagerbekämpfung etc.) könnten sich in Kategorie-III-Betrieben in Zukunft verschärfen, ohne dass Betriebe eine effektive Ursachenforschung betreiben und Maßnahmen erfolgreich umsetzen können, da sie keine Kenntnisse zu vorgelagerten Produktionsstufen haben; (4) die Intransparenz und Angreifbarkeit der Probenahme könnten zu falsch positiven Ergebnissen, ungerechtfertigter Kategorisierung und Sanktionierung des eigenen Betriebes führen; (5) Verbraucher könnten des Vertrauen verlieren, wenn bekannt wird, dass die Probenahme im Betrieb durch die gezielte Auswahl von Endmasttieren manipulierbar ist.
  • Mäster und prakt. Tierärzte: Salmonellen in Frischfleisch könnten verschleppt werden und damit die Gesundheit des Menschen gefährden. 
  • Mäster und Interessenverbände: (1) Sehen zukünftig Hemmnisse bei der Direktvermarktung von Fleisch aus Kategorie-III-Betrieben und (2) Wettbewerbsverzerrungen am EU- oder internationalen Markt, weil das bestehende Salmonellenbekämpfungsprogramm nur bundeseinheitlich greift.
  • Prakt. Tierärzte: Tierhalter könnten das Vertrauen in die Diagnostik und Beratung verlieren, wenn Erfolge ausbleiben.
  • Pharmazeutische Unternehmen: Unter den gegebenen Überwachungsvorschriften kann eine Unterscheidung zwischen Impf- und Feldantikörpern nicht erfolgen, sodass die Nachfrage nach Impfstoffen gering bliebe (sog. Nischenprodukt) und die weitere Vermarktung und Entwicklung gefährdet wäre. 
  • Staatliche Diagnostiklabore: (1) Landwirte als Kunden würden wirtschaftlich geschwächt, ohne dass sie einen Mehrwert durch Laborergebnisse haben; (2) Verlust der Glaubwürdigkeit von Wissenschaft und Diagnostiklaboren im Hinblick auf die bestehenden Cut-Off-Werte: Auch bei OD%-Werten < 10 hat der Kontakt mit Salmonellen stattgefunden; (3) die Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit steigen und Forderungen nach Salmonellen-freien Lebensmitteln sind zu erwarten.
  • Wissenschaftler: (1) Das Zoonoserisiko bleibt trotz eines Überwachungsprogramms bestehen, da klinisch gesunde Tiere unerkannte Salmonellenträger sein und stressbedingt (z. B. durch den Transport zum Schlachthof) massiv Salmonellen ausscheiden können, ohne dass die betroffenen Tiere zeitgleich hohe Antikörpertiter am Schlachthof aufweisen.

Welche Veränderungsbereitschaft haben die befragten Stakeholder? 

Die Veränderungsbereitschaft für ein neues Salmonellen-Monitoring war grundsätzlich in allen Stakeholder-Gruppen gegeben, da Zahlen und Fakten dafür sprechen, das aktuelle Monitoring stagniert, die Ursachenforschung nicht wirksam ist und ein Imageschaden droht.

Welche Voraussetzungen muss ein neues Monitoring erfüllen?

Nach Einschätzung aller Stakeholder muss ein neues Monitoring alle Produktionsstufen (vom Nukleusbetrieb bis zum Mastbetrieb) umfassen. Die Stakeholder waren sich einig, dass die Kosten nicht allein bei den Schweinehaltern anfallen dürfen. Weiterhin wird zur Umsetzung eines neuen Monitorings ein rechtlicher Rahmen benötigt, und zwar national und EU-weit, damit keine Wettbewerbsnachteile für deutsche Betriebe entstehen. Die Stakeholder betonten, dass ein neues Monitoring nur gut geplant werden kann, wenn alle betroffenen Personengruppen beteiligt werden. Sie sahen eine strukturierte, schrittweise Umsetzung unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Vorprojekte als erforderlich an, wobei Übergangszeiten vom alten zum neuen Monitoring auszugestalten sind. Die Stakeholder hoben hervor, dass für die Akzeptanz und Transparenz eines neuen Monitorings eine gute Kommunikation innerhalb der Branche aber auch nach außen entscheidend ist. 

Folgende Voraussetzungen für ein neues System wurden durch bestimmte Stakeholdergruppen hervorgehoben:

  • Schweinehalter: (1) Ein neues Salmonellen-Monitoring muss für die Tierhalter einen Mehrwert liefern; (2) Kosten, Nutzen und Aufwand müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen; (3) Vermarktungsnachteile durch Teilnahme müssen ausgeschlossen werden.
  • Schweinehalter und prakt. Tierärzte: Rechtlich verankerte Handelsvorteile für geimpfte Tiere sind anzustreben.
  • Interessenverbände: Der Verbraucherschutz sollte im Fokus der Salmonellenbekämpfung stehen.

Welche Möglichkeiten eröffnet ein neues Monitoring?

Folgende Möglichkeiten durch ein neues System wurden durch bestimmte Stakeholdergruppen hervorgehoben:

  • Schweinehalter und prakt. Tierärzte: Ein ganzheitliches Monitoring, das alle Produktionsstufen umfasst, könnte zum Zusammenschluss durchgehender Produktionsketten und zu festen Lieferbeziehungen führen, wodurch der Zukauf von Tieren sicherer würde.
  • Prakt. Tierärzte: (1) Beratungskonzepte in allen Produktionsstufen und eine stufenübergreifende Diagnostik könnten implementiert werden; (2) die Tiergesundheit insgesamt würde sich verbessern; (3) eine vermehrte Impfbereitschaft könnte die Entwicklung innovativer Impfstoffe anregen.
  • Schlachthöfe: Ein ganzheitliches Monitoring inklusive Impfung würde die Lebensmittelsicherheit weiter erhöhen.
  • Prakt. Tierärzte, pharmazeutische Unternehmen und Nds. TSK: Die Impfung könnte die Salmonellenbelastung in Schlachttieren nachhaltig reduzieren und damit die Lebensmittelsicherheit verbessern.
  • Diagnostiklabore: Durch Kombination von Serologie und Erregernachweis könnten humanrelevante Serovare detektiert werden.

Welche Hemmnisse ruft ein neues Monitoring hervor?

Die Stakeholder vermuteten, dass nicht alle Produktionsebenen an einem neuen Monitoring teilnehmen würden, solange es freiwillig ist. Aus ihrer Sicht ist die Bereitschaft zur Teilnahme vermindert, sofern (1) Sanktionen oder Handelsrestriktionen zu erwarten sind, insbesondere für Betriebe mit hoher Salmonellenbelastung oder wenn (2) das Image der Schweinehaltung leiden würde. Sie gaben zudem zu bedenken, dass die Impfung Kunden und Verbraucher abschrecken könnte.
Folgende Hemmnisse für die Akzeptanz eines neuen Systems wurden durch bestimmte Stakeholdergruppen hervorgehoben:

  • Schweinehalter: (1) Mehr Bürokratie, (2) unverhältnismäßige Kosten und (3) mehr Aufwand (insbesondere bei Sauenhaltern); (4) mehr Kontrollen und (5) Vermarktungsschwierigkeiten geimpfter Tiere; (5) noch mehr Betriebe könnten aufgeben; (6) die Impfung könnte nicht sicher und wenig Erfolg versprechend sein.
  • Prakt. Tierärzte: Zusätzliche Ferkelimpfungen könnten die Tiere überlasten.
  • Schlachthöfe: Impfungen könnten zulasten von Hygiene- und anderen Maßnahmen auf den Betrieben führen.

Diskussion

Die Nds. TSK entwickelt ein Beihilfeprogramm zur Salmonellenbekämpfung beim Schwein mittels Impfung. Die frühe Projektphase ermöglichte es, eine Stakeholder-Analyse durchzuführen, um von Beginn an alle vom Überwachungsprogramm betroffenen Personengruppen mit ihren Bedenken und Ideen berücksichtigen und so spätere Nachbesserungen und mögliche Verweigerungshaltungen gegenüber dem Programm minimieren zu können.

Wie soll es weitergehen mit der Salmonellenüberwachung beim Schwein?

Die Stakeholder-Analyse hat gezeigt, dass eine Veränderungsbereitschaft hin zu einer neuen Bekämpfungsstrategie von Salmonellen beim Schwein gegeben ist, weil die Befragten begründete Schwächen und Risiken in der aktuellen Salmonellenüberwachung sehen. Die Stakeholder haben deutlich gemacht, dass sie ein System mittragen wollen, bei dem die tatsächliche Salmonellensituation widergespiegelt wird und die Salmonellendiagnostik weniger angreifbar ist. 

Rechtliche Rahmenbedingungen schaffen: Die generelle Veränderungsbereitschaft für die Salmonellen-Überwachung ist bei den Stakeholdern zwar vorhanden jedoch eingeschränkt. Dies ist sowohl auf den rasanten Strukturwandel in der Branche in den letzten Jahren zurückzuführen als auch auf die derzeitige Situation der deutschen Schweinehalter. Sie erwarten eine Vielzahl von rechtlichen Neuanforderungen und fürchten, dass noch weitere Veränderungen die Situation weiter verschlechtern könnten. Dennoch fordern die Schweinehalter eine klare rechtliche Regelung nicht nur auf deutscher, sondern insbesondere auf EU-Ebene, damit es nicht zu Wettbewerbsnachteilen gegenüber Schweineproduzenten aus anderen Ländern kommt. Das so entstehende Dilemma für den Gesetzgeber ebenso wie für die Schweinhalter selbst sollte weiter beleuchtet und bedacht werden, um beiden Befürchtungen entgegen wirken zu können.

Wirtschaftlichkeit und Strukturwandel berücksichtigen: Die Zahl der deutschen Schweinehalter hat sich im Zeitraum von 2007 bis 2013 um 65 % verringert (BLE 2021). Allein von 2019 auf 2020 haben innerhalb eines Jahres etwa 700 Schweineproduzenten (3,3 %) die Erzeugung aufgegeben. Insbesondere war in diesem Zeitraum ein starker Rückgang (um 5,6 %) der Zuchtsauenhalter auf 6.800 Betriebe zu verzeichnen (DESTATIS 2020, Landvolk 2021). Aus Sicht der Stakeholder ist es daher unumgänglich, dass Veränderungen der Salmonellen-Überwachung beim Schwein in Deutschland nicht nur einen Mehrwert für den Verbraucher, sondern auch einen Mehrwert für Schweine haltende Betriebe liefern müssen. Ein neues Bekämpfungssystem wird nur dann Akzeptanz und Erfolg erfahren, wenn Aufwand und Kosten in einem angemessenen Verhältnis stehen und eine verbesserte Bekämpfung von Salmonellen mit einer höheren Wertschöpfung von Schweinefleischprodukten einhergeht. Nur so lassen sich aus Sicht der Stakeholder auch vorgelagerte Produktionsstufen zur Teilnahme an einem Monitoring motivieren. 

Alle Produktionsstufen einbeziehen: Nach mehr als zehn Jahren gesetzlich verpflichtender Salmonellenbekämpfung im Mastbereich in Deutschland wird deutlich, dass der Zukauf von latent infizierten Tieren nach wie vor ein Risiko für den Eintrag von Salmonellen darstellt (Ainslie-Garcia et al. 2018, Katzschke 2017, Schütze et al. 2019), denn Salmonellen positive Bestände werden bereits auf Zucht- und Erzeugerebene detektiert (BfR 2009, Harlizius 2018). Die vorliegende Stakeholder-Analyse bekräftigt die Meinung in Fachkreisen (Harlizius 2018), dass sich diese Gefahrenquelle nur dadurch eindämmen lässt, dass ein neues Salmonellen-Monitoring auch auf vorgelagerte Produktionsstufen ausgeweitet wird. Aus Sicht der Befragten hängt die Bereitschaft zur Teilnahme jedoch wesentlich davon ab, welche Sanktionen und Konsequenzen bei Salmonellenfunden in den jeweiligen Produktionsstufen zu erwarten sind. Auch auf die vorgelagerten Produktionsstufen trifft die Frage nach Kosten und möglichen Handelsrestriktionen zu. Diese Bedenken gilt es bei der Planung eines neuen Salmonellenmonitorings unbedingt zu berücksichtigen, um eine breite Akzeptanz zu erfahren.

Diagnostik und tatsächliche Salmonellensituation: Die Befragung der Stakeholder hat gezeigt, dass die alleinige Fokussierung auf die Bekämpfung von Salmonellen in Kategorie-III-Betrieben den Anschein erweckt, dass Betriebe in den Kategorien I und II kein Salmonellenproblem haben. Dieser Umstand kann dazu führen, dass die Gefahr von Kreuzkontaminationen durch Salmonellenträger aus Kategorie-I- oder -II-Betrieben am Schlachthof unterschätzt wird (Botteldorn et al. 2003). Hinzu kommt auch die von den Stakeholdern bemängelte Problematik, dass das Vorkommen von Salmonellen in Kategorie-I- und -II-Betrieben ignoriert wird. Eine fachlich fundierte Begründung dafür, warum Fleisch von Betrieben der Kategorien I oder II aus Zoonosesicht im Handel bevorzugt werden sollte, lässt sich nicht ableiten, denn auch von Betrieben der Kategorie I geht ein Salmonellenrisiko aus (Pfefferkorn 2018). Mit Blick auf die Aussagen der Stakeholder und die Literatur ist das alleinige Salmonellenmonitoring auf Antikörperebene aus Sicht der Zoonosebekämpfung nur bedingt zielführend, weil nicht zwischen einer akuten, chronischen oder latenten Infektion unterschieden werden kann (Bernardt 2017), die Rückschlüsse auf das tatsächliche Vorhandensein von Salmonellen am Schlachthof zulässt. Dennoch liefert die Serologie wertvolle Erkenntnisse im Hinblick auf die Salmonellensituation auf Betriebsebene, sowohl im Mast- wie im Zuchtbereich (Davies et al. 2003, Harlizius 2018). Aus Sicht der Stakeholder könnte beispielsweise der Nachweis von Erregern am Schlachttier Auskunft über den tatsächlichen Salmonellenstatus geben, wodurch das tatsächliche Zoonoserisiko beim Eintrag von Salmonellen in den Schlachthof mehr Beachtung erfahren würde. Andererseits sind Konsequenzen abzuwägen, die sich durch den Nachweis von Salmonellen bei Tieren vor der Schlachtung oder am Schlachthof ergeben. Mit Blick auf das EU-Recht [Verordnung (EG) 853/2004 (EU 2004), VO (EG) Nr. 2073/2005 (EU 2005), DVO (EU) 2019/627 (EU 2019)] wären dazu Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen notwendig. 

Weiterhin würde ein Wechsel von der Untersuchung auf Antikörper mittels ELISA hin zu einer Untersuchung auf Erreger(-Antigen) mittels PCR die Schwankungen zwischen den eingesetzten Test-Kits (Bernhardt 2017, Rösler et al. 2011, Szabó et al. 2008, Vico et al. 2010, Wilhelm et al. 2007) verringern und eine vergleichbarere Situation schaffen. 

Unter Berücksichtigung der derzeitigen rechtlichen und praktischen Gegebenheiten bedarf es aus Sicht der befragten Stakeholder weiterführender Überlegungen zwischen den relevanten Stakeholdergruppen, an welcher Stelle eine Untersuchung auf Erreger sinnvoll und praktikabel ist, um zu einem verbesserten Verbraucherschutz zu gelangen. Eine Kombination aus serologischer und bakteriologischer Diagnostik könnte zielführend sein. Zudem sollte auch an die Eigenverantwortung des Verbrauchers beim Verzehr von Lebensmitteln tierischen Ursprungs appelliert werden. 

Impfung: Die Entwicklung von Lebendimpfstoffen gegen Salmonella Typhimurium wurde durch positive Erfahrungen der Pflichtimpfungen im Legehennenbereich vorangebracht, mit denen sich die Impfung zur Reduzierung auf Bestandsebene durch setzte (Selbitz 2020). Aus Sicht der Zoonosebekämpfung ist eine möglichst frühe Impfung anzuraten, um das Risiko des Nachweises impfinduzierter Antikörper zum Zeitpunkt der Schlachtung weitgehend zu minimieren (Selbitz 2020). Mehrere Feldstudien haben gezeigt, dass die Impfung sowohl eine Reduktion der bakteriologisch nachweisbaren Salmonellenprävalenz als auch eine sukzessive Reduktion der Seroprävalenz hervorruft (Davies et al. 2016, Rösler et al. 2010, Selbitz 2020, Wales und Davies 2017).

Neben den Ergebnissen der wissenschaftlichen Studien begrüßen auch die Stakeholder eine Implementierung der Impfung als zusätzliche Maßnahme zu einem effektiven Hygieneregime im Rahmen der Salmonellenbekämpfung. Da Impftiter jedoch nicht von Infektionstitern zu unterscheiden sind und die serologische Diagnostik durch die Immunisierung von Sauen und Ferkeln beeinflusst wird, wird die Impfung derzeit zurückhaltend angewendet. Tierhalter profitieren gegebenenfalls nicht von Erfolg versprechenden Impfkonzepten. Weiterhin besteht offenbar die Gefahr, dass Impfstoffe vom Markt genommen werden, wenn sie keine Anwendung finden. In der Nds. TSK wird diskutiert, den Einsatz der Impfung zu fördern. Nach Ansicht der befragten Stakeholder kann die Impfung nur Erfolg haben, wenn geimpfte Tiere keinen Wettbewerbsnachteilen unterliegen. Dieser Umstand erfordert eine Änderung der SchwSalmoV. Aus Sicht der Stakeholder ist jedoch auch die Aufklärung von Verbrauchern über positive Aspekte einer Impfung im Zusammenhang mit einer Verbesserung der Tiergesundheit erforderlich. 

Fazit

Die vorliegende Stakeholder-Analyse hat gezeigt, dass grundsätzlich ein Veränderungsbedarf und eine Veränderungsbereitschaft für die Salmonellenbekämpfung bei Schweinen in Deutschland bestehen. Die Stakeholder haben Schwächen und Risiken der aktuellen Salmonellenüberwachung dargelegt, die mit aktuellen Diskussionen in Fachkreisen konform gehen. Hauptkritikpunkte waren, dass das aktuelle Salmonellen-Monitoring einerseits stagniert, andererseits aber auch nicht die tatsächliche Salmonellensituation in Deutschland widergespiegelt und damit angreifbar ist. Dadurch sehen die Befragten die Gefahr eines Image- und Vertrauensverlustes der Schweine(fleisch)branche. Hemmnisse für Veränderungen stellen aus Sicht der Stakeholder befürchtete Mehrkosten und -aufwand für Schweinehalter dar. Eine mögliche Verbesserung durch ein neues Bekämpfungssystem muss daher in einem angemessenen Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen und im Vorfeld die Belange aller Stakeholder berücksichtigen, um eine breite Akzeptanz zu erfahren.

Die Implementierung der Impfung und des Erregernachweises erachten die Stakeholder zur Ausgestaltung eines neuen Systems der Salmonellenreduzierung beim Schwein ebenso für erforderlich wie ein Salmonellen-Monitoring in allen Produktionsstufen. Konkrete Umsetzungspläne sollen nun in weiterführenden Workshops unter Beteiligung aller Stakeholder und unter Berücksichtigung bereits durchgeführter Pilotprojekte erarbeitet werden. Zudem ist eine Änderung des aktuellen Systems abhängig von gesetzlichen Vorgaben.

Danksagung

Wir danken allen Teilnehmern der Workshops.

Ethische Anerkennung

Die Autoren versichern, während des Entstehens der vorliegenden Arbeit die allgemeingültigen Regeln Guter Wissenschaftlicher Praxis befolgt zu haben. 

Conflict of interest

Die Autoren versichern, dass keine geschützten, finanziellen, beruflichen oder anderen persönlichen Interessen an einem Produkt, Service und/oder Firma, welche die in diesem Manuskript dargestellten Inhalte oder Meinungen beeinflussen könnten, bestehen.

Finanzierung

Diese Arbeit wurde unterstützt von der Niedersächsischen Tierseuchenkasse.

Autorenbeitrag

Konzeption der Arbeit: WS, AC.
Datenerhebung, -analyse und -interpretation: WS, AC.
Manuskriptentwurf: WS, AC.
Kritische Revision des Artikels: MP, UG.
Endgültige Zustimmung der für die Veröffentlichung vorgesehenen Version: WS, MP, UG, AC.
Die Publikation ist im Rahmen des BEST VET-Programmes an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover verfasst worden.

Korrespondenzadresse

Dr. med. vet. Wiebke Scheer
Warmbüchenstr. 3
30159 Hannover
wiebke.scheer@landvolk.org

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