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Paraneoplastische hypertrophe Osteopathie beim Hund aufgrund eines bronchoalveolären Karzinoms

Paraneoplastic hypertrophic osteopathy in a dog associated with a pulmonary carcinoma

Kleintierpraxis 60, 12-21

DOI: 10.2377/0023-2076-60-12

Publiziert: 01/2015

Zusammenfassung

Es wird der Fall eines elf Jahre alten Australian-Shepherd-Rüden mit sekundärer hypertropher Osteopathie (HO) vorgestellt. Der Hund war wegen Beschwerden beim Aufstehen vorgestellt worden. Sein Allgemeinbefinden schien ungestört. Gelegentlich hustete er. Bei der speziellen orthopädischen Untersuchung waren ödematöse Schwellungen an den distalen Extremitäten mit mäßiger Druckdolenz auffällig. Die röntgenologische Diagnostik ergab charakteristische periossäre Zubildungen in Form der Akropachie. Die Veränderungen waren insbesondere an den Metakarpal- und Metatarsalknochen ausgeprägt. Radius, Ulna und Femora waren deutlich schwächer betroffen. Weitergehende Untersuchungen durch Röntgen und Ultraschall erbrachten den Verdacht auf einen primären Lungentumor. Die pathologische Untersuchung bestätigte eine hypertrophe Osteopathie als Folge eines bronchoalveolären Lungenkarzinoms mit Myokardmetastasen. Bei der hypertrophen Osteopathie (HO) handelt es sich um eine paraneoplastische Erkrankung, die überwiegend als Folge pulmonärer Tumoren auftritt. Die richtige diagnostische Einordnung der HO als sekundäre Paraneoplasie führt zur Diagnose der Primärerkrankung in Form eines Lungentumors.

Akropachie
Lungentumor
Paraneoplasie
Marie-Bamberger-Syndrom

Summary

The case of an 11-year-old male Australian Shepherd with hypertrophic pulmonary osteopathy (HO) is presented. The dog was referred to the clinic because it had difficulties getting up. Apart from occasional coughs, it seemed to be generally healthy. An orthopaedic examination revealed tender oedematous swelling of the dog’s distal limbs. Radiographs of the limbs showed evidence of periostitic new bone production, characteristic of acropachy. The disease was most prominent in the metacarpal and metatarsal bones of all four extremities, while the radial, ulnar and femoral bones were moderately affected. Further diagnostics using x-ray and sonography indicated the presence of pulmonary neoplasia. The dog was euthanised and the pathological examination confirmed hypertrophic osteopathy secondary to intrathoracic tumours. These tumours were found to be a broncheoalveolar lung carcinoma with myocardial metastases. Hypertrophic osteopathy is considered a paraneoplastic disease as a sequela of pulmonary tumours. Correct evaluation of the paraneoplasia as a secondary disorder helps in diagnosing the underlying primary neoplastic pulmonary disease.

acropachy
lung tumour
paraneoplasia
Marie´s disease

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