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Hund in Kuscheldecke.

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Die Überlebenskette: Richtlinien zur kardiopulmonalen Reanimation für Kleintierpraktiker

In der Humanmedizin werden durch standardisierte und effiziente Notfallprotokolle bei Herz-Kreislauf-Stillstand erstaunlich hohe Überlebensraten erreicht. Bei Hund und Katze liegen sie deutlich tiefer.

Ein akuter Herz-Kreislauf-Stillstand führt unweigerlich zum zeitnahen Tod. In Abhängigkeit der zugrunde liegenden Ursache können jedoch durch adäquate Reanimationsmaßnahmen erfreulich hohe Erfolgsraten erreicht werden. Obwohl in der Humanmedizin die Implementierung entsprechender Standardprotokolle vor mehreren Jahrzehnten die Basis für diese Erfolge lieferte, bestehen vergleichbare Richtlinien für die Kleintiermedizin erst seit 2012. Um die darin enthaltenen entscheidenden Aspekte dem Kleintierpraktiker verständlich zu machen, haben Tierärzte der Universität Bern eine Übersichtsarbeit verfasst.

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Adäquat durchgeführte Thorax­kompressionen entscheidend

Dabei stellen die Autoren die einzelnen Aspekte der Reanimation als ineinandergreifende Glieder einer Überlebenskette dar. Namentlich bestehen diese in

  • der Früherkennung,
  • den Basismaßnahmen,
  • erweiterten Maßnahmen
  • und der Nachsorge.

Die Früherkennung beinhaltet neben der gewissenhaften Risikoeinschätzung von Patienten die materielle Ausstattung und Reanimationsschulung des Personals. Insbesondere bei routinemäßigen Anästhesien besteht beim Auftreten von Herz-Kreislauf-Stillständen eine hohe Chance, das Tier mit einer guten Reanimation am Leben erhalten zu können. Insofern sind die entsprechende Vorbereitung und Ausstattung für jede Kleintierpraxis empfehlenswert.

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Wenn es zum Herz-Kreislauf-Stillstand kommt, stellt eine adäquate Thoraxkompression mit Beatmung die absolut entscheidende Basismaßnahme dar. Nur durch sie kann die Zirkulation während des Stillstandes in ausreichendem Maße erhalten werden. Dabei gilt es, die ideale Körperhaltung des Behandlers und die Thoraxform des Patienten zu berücksichtigen. Die Thoraxkompressionen sollten unmittelbar nach Feststellung des Herz-Kreislauf-Stillstandes begonnen und nur zur regelmäßigen Reevaluierung des Patienten kurzzeitig unterbrochen werden.

Schwierigkeit der Abschätzung einer Prognose

Neben den Basismaßnahmen besteht eine ganze Liste an weiteren Behandlungsoptionen, die in Abhängigkeit von Situation und Grundursache eingesetzt werden können. Sie beinhalten sowohl die medikamentöse Versorgung als auch die Defibrillation, falls verfügbar.

Wenn die Reanimation gelingt, steht der Praktiker häufig vor der Herausforderung, gegenüber dem Patientenbesitzer eine Einschätzung der Prognose für den Patienten zu nennen. Da bislang verlässliche Studien aus der Tiermedizin fehlen, können nur Erkenntnisse aus der Humanmedizin herangezogen werden. Diese sprechen dafür, dem Tier eine geraume Erholungszeit vor dem Stellen einer abschließenden Prognose einzuräumen.

Originalpublikation:

Hoehne SN, Kruppert AP, Boller M (2020): Kardiopulmonale Reanimation in der Kleintierpraxis. Schweiz Arch Tierheilkd 162: 735–753. DOI 10.17236/sat00280.

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