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Therapie der Ruptur des Ligamentum cruciatum craniale bei Hunden mit und ohne Meniskusverletzung*

Kleintierpraxis 52, 617-623

Publiziert: 10/2007

Zusammenfassung

In dieser Studie wurden Hunde untersucht, bei denen dieRuptur des kranialen Kreuzbandes mit einer lateralenKapsel-Faszien-Imbrikations-Technik operiert worden waren.Besonders analysiert wurde, ob bei intaktem medialenMeniskus ein Meniskusrelease oder bei verletztem Meniskuseine partielle Resektion durchgeführt worden waren.Die Operationsergebnisse wurden klinisch und röntgenologischbelegt und die Tierhalter zu Erkrankungsverlauf undGliedmaßenfunktion befragt.Von 116 Hunden mit 133 operierten Kniegelenken konnten8 bis 53 Monate nach der Operation die Besitzer kontaktiertwerden. Sechs Kniegelenke waren wegen weiterhin bestehenderLahmheit erneut am Meniskus operiert worden.Die Zweiteingriffsrate unterschied sich nicht signifikantzwischen Fällen mit Meniskusrelease und solchen mitTeilresektion des medialen Meniskus. 96 operierte Kniegelenkevon 82 Patienten wurden klinisch und röntgenologischnachuntersucht. Bei Patienten mit Meniskusreleasewar signifikant häufiger Schmerz imKniegelenk auslösbar als bei solchen mit Meniskusteilresektion.Abgesehen davon konnten weder klinisch nochröntgenologisch noch durch Besitzerbefragung statistischnachweisbare Unterschiede zwischen den beiden Gruppenfestgestellt werden.Nach den Ergebnissen dieser Untersuchung ist bei Patientenmit Release des intakten medialen Meniskus wederein funktionell besseres Resultat noch eine geringere Zweiteingriffsrateals bei solchen mit partieller Resektion eineslädierten Meniskus zu erwarten.
Meniskusrelease
Meniskusteilresektion
Zweiteingriffsrate

Summary

Treatment methods of cranial cruciate ligament rupture indogs with and without injury of the meniscus
In this study, dogs were examined which had been operatedon using a lateral imbrication technique to treat a cranialcruciate ligament rupture. The analysis focused on thequestion of whether an intact meniscus had been releasedor an injured meniscus had been partially resected. Theoperation results were supported by clinical examinationand radiology. The owners were interviewed about thecourse of illness and limb function.The owners of 116 dogs, in which 133 stifle joints had beenoperated on, were contacted 8 to 53 months after surgery.In 6 patients, a second meniscal operation was necessarybecause of a persisting lameness. The rate of second surgeriesdid not differ significantly between cases with meniscalrelease and those with partial resection of the medialmeniscus. 96 stifle joints in eighty-two patients were reexaminedand radiographs were taken. Significantly morestifle joints were painful in patients with released meniscithan those subjected to partial menisectomy. Apart fromthis one factor, the results of re-examination, radiographsand interviews with the owners did not show any significantdifferences between the two groups.According to the results of this study, neither a betterlimb function nor a lower rate of second surgery can beexpected after meniscal release of an intact meniscus comparedto a partial resection of an injured meniscus.
Meniscal release
partial menisectomy
re-operation rate

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