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Der Praktische Tierarzt

Zur quantitativen Empfindlichkeit von häufig isolierten , tierpathogenen Erregern aus multizentrischen Erfassungen gegenüber veterinärmedizinisch genutzten Chemotherapeutika - Teil I: E. coli-Stämme von Rind und Schwein

Im Rahmen einer Studie zur quantitativenResistenzermittlung tierpathogener Erreger wurdenvon 24 veterinärdiagnostischen Laboren der BundesrepublikDeutschlands 259 E. coli, 246 Staphylococcus aureus undStaph. intermedius, 172 Pasteurella multocida ...

Der Praktische Tierarzt 82, 52-64

Publiziert: 01/2001

Zusammenfassung

Im Rahmen einer Studie zur quantitativenResistenzermittlung tierpathogener Erreger wurdenvon 24 veterinärdiagnostischen Laboren der BundesrepublikDeutschlands 259 E. coli, 246 Staphylococcus aureus undStaph. intermedius, 172 Pasteurella multocida und Mannheimia(Past.) haemolytica, die von erkrankten Tieren isoliertworden waren, für eine Empfindlichkeitsuntersuchunggegen max. 16 gebräuchliche Chemotherapeutika dem BgVVübersandt. Die Isolate stammten vom Rind (Kalb, Kuh),Schwein, Hund, Katze. Auf einem Erfassungsbogen waren –sofern dem Labor mitgeteilt – Angaben zu Herkunft des Erregers(Ort, Bestand), Bestandsgröße, Alter des Tieres, Art derErkrankung und Probenart vermerkt. Die Ergebnisse werdenin drei Teile untergliedert. Im Teil I werden die Resultatevon E. coli des Rindereuters, des Kalbes/Jungrindes und desSchweines dargestellt. – Mit Hilfe eines Mikrobouillondilutionstesteswurden die Minimalen Hemmkonzentrationen(MHK) von 259 E. coli-Stämmen, die aus Eutersekreten sowievon Kälbern bzw. Jungrindern und Schweinen isoliert wordenwaren, für 10–12 antibakterielle Wirkstoffe bestimmt.Die E. coli des Rindereuters wurden 1999 in 13 veterinärmedizinischenLaboren aus 86 Gemeinden bzw. Orten in achtBundesländern Deutschlands, die E. coli des Kalbes/Jungrindeswurden in zwölf veterinärmedizinischen Laboren aus 55Gemeinden bzw. Orten in acht Bundesländern, die E. coli desSchweines wurden in 13 veterinärmedizinischen Laborenaus 66 Gemeinden bzw. Orten in neun Bundesländern isoliertund dem BgVV zugesandt. Parallel wurde ein zweiterEmpfindlichkeitstest, der Agar-Diffusionstest, zur Bestimmungdes Hemmhofdurchmessers durchgeführt. Die Bewertungder MHK und der Hemmhofdurchmesser (HHD) erfolgtenach den Grenzwerten, die überwiegend von der DIN58 940 in eine veterinärmedizinische Arbeitsanweisung fürdie Resistenzbestimmung schnell wachsender Bakterienübernommen wurden. Bei den Schlussfolgerungen wird aufdie Bedeutung der Resistenzverbreitung für die gezielte Therapiehingewiesen.

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