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Der Praktische Tierarzt

Weiterführende Diagnostik und Tierarztkosten im Schweinebestand – in jedem Fall ein teurer Spaß?

Der Praktische Tierarzt 92, 912-917

Publiziert: 10/2011

Zusammenfassung

Der Tierarzt wird häufig als ein notwendiger, aber zusätzliche Betriebskosten verursachender Faktor betrachtet.Wissenschaftliche Untersuchungen konnten jedoch unlängst zeigen, dass die spezialisierte tierärztliche Betreuung zu einerLeistungssteigerung führt.

Die Kostenentwicklung ist ein häufig diskutiertes Thema in derSchweineproduktion. So verwundert es nicht, dass bezüglich der„Kostenfaktoren“ Tierarzt und weiterführenden diagnostischen Untersuchungenimmer wieder neue Sparmodelle und Anregungen zurMinimierung der Kosten in der landwirtschaftlichen Presse publiziertwerden. Während der landwirtschaftliche Unternehmer die Kostenso gering wie möglich halten möchte und aufgrund der Wirtschaftlichkeithalten muss, stellt sich die Frage, inwieweit beim Tierarzt,seiner Fachkompetenz und auch bei der nur über ihn zu veranlassendenPräventivmedizin eingespart werden kann, ohne das Risikofür größere gesundheitliche Probleme in den Beständen zu erhöhen.

Da nicht nur klinisch manifeste, sondern auch subklinischeErkrankungen beim Schwein die Leistungen vermindern und dasWohlbefinden der Tiere beeinträchtigen, nehmen die Bestandsdiagnostikund die damit verbundenen Untersuchungen (Sektionen,Erregernachweis, Antikörpernachweis) in der Schweinepraxiseinen besonderen Stellenwert ein. Mittels weiterführender Untersuchungenkönnen zum einen genaue Diagnosen für aktuelleklinische Erkrankungen im Bestand gestellt werden, zum anderenkönnen regelmäßige Monitoringuntersuchungen auch zum Ausschlussoder Nachweis von latenten Infektionen in einer Herde dienen.Dies kann zur Verhütung von finanziellen Einbußen beitragenund die Produktionsergebnisse erheblich verbessern sowie einenBeitrag zum aktiven Verbraucherschutz leisten.

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