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Isoflurane-anaesthesia used for pigletcastration: a bacteriological assessment of the anaesthetic device

Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift 126, 277-284

DOI: 10.2376/0005-9366-126-277

Publiziert: 09/2013

Summary

Castration of piglets with the use of isoflurane-anaesthesia in combination with an analgesic has been proven to be a welfare-friendly approach. However, castration is performed with an equipped anaesthetic device which is not profitable for small farms. Thus, this study aimed at investigating whether sharing the anaesthetic device among farms results in an elevated risk of bacteriological contamination and further spreading in spite of a thorough disinfection. The study included two groups of organic farms. Piglets (n = 1579) were anaesthetised with isoflurane supplied from an equipped device and castrated. Stationary anaesthetic devices were used in the first group of farms, whereas farms in the second group shared one device. Each farm was visited four times and the colony forming units (CFU) of total mesophilic bacteria, Staphylococcus spp., Methicillin- resistant Staphylococcus aureus (MRSA) and Escherichia coli were determined. Sampling took place before castration and after disinfection, and included snout masks, retaining fixtures, pedals and wheels of the device (n = 376).
The results indicated presence of Staphylococcus species in 56.5% and 40.3% of samples obtained from farms using stationary and shared devices, respectively. MRSA was detected in 2.4% of the samples and only one pathogenic Shiga toxin-producing E. coli (Stx2e, F18) could be detected. Bacterial counts were lower on the shared device than on the stationary devices (p = 0.038), particularly on restraining fixtures (p lt; 0.05). In both groups wheels were the most and pedals the least contaminated materials (p lt; 0.05). It is concluded that sharing an anaesthetic device on several farms does not increase bacteriological contamination after a thorough disinfection and thus imposing no additional hygiene risk to farms with similar hygienic conditions.

bacterial count
farm hygiene
inhalation anaesthesia
castration
animal welfare
(4907)

Zusammenfassung

Die Nutzung der Isofluran-Narkose in Kombination mit einem Analgetikum bei der Ferkelkastration hat sich als eine tierschutzgerechte Alternative erwiesen. Allerdings erfolgt die Kastration mithilfe eines Narkosegerätes, dessen Anschaffung für kleine Betriebe wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Daher war es Ziel dieser Studie zu prüfen, ob ein überbetrieblicher Geräteeinsatz trotz gründlicher Reinigung und Desinfektion zu einem erhöhten Risiko der bakteriellen Kontamination und Keimverschleppung führt. Für die Studie wurden ökologische Ferkelerzeuger-Betriebe in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Ferkel (n = 1579) wurden mit Isofluran betäubt, welches durch ein ausgestattetes Narkosegerät bereitgestellt wurde, und anschließend kastriert. Auf den Betrieben der ersten Gruppe wurden stationäre Narkosegeräte verwendet, während sich Betriebe der zweiten Gruppe ein Gerät überbetrieblich teilten. Jeder Betrieb wurde viermal besucht und die Kolonibildenden Einheiten (KBE) der mesophilen Gesamtkeimzahl, Staphylococcus spp., Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) and Escherichia coli bestimmt. Die Probenahmen erfolgten vor Kastration und nach Desinfektion und beinhalteten die Atemmasken, Fixierschalen, Fußpedalen und Räder des Gerätes (n = 376).
Die Nachweisrate von Staphylococcus spp. betrug 56,5 % bei Verwendung von Eigengeräten und 40,3 % auf überbetrieblich genutzten Geräten. MRSA wurde in 2,4 % der Proben nachgewiesen; es wurde nur ein pathogener Shigatoxin produzierender E.coli (Stx2e, F18) gefunden. Die bakterielle Keimzahl war bei den überbetrieblich genutzten Narkosegeräten niedriger als bei den Geräten, die stationär genutzt worden sind (p = 0.038). Das trifft insbesondere auf die Fixierschalen zu (p lt; 0.05). In beiden Gruppen waren die Räder die am meisten und die Fußpedalen die am wenigsten kontaminierten Materialien (p lt; 0.05). Es kann zusammengefasst werden, dass der überbetriebliche Geräteeinsatz die bakterielle Kontamination nach gründlicher Desinfektion nicht erhöht und damit kein zusätzliches Hygienerisiko für Betriebe mit einem vergleichbaren Hygienestatus entsteht
Gesamtkeimzahl
Betriebshygiene
Inhalationsanästhesie
Kastration
Tierschutz

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