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Inflammatory Bowel Disease: Wege zur Diagnose

Die Diagnose der Inflammatory Bowel Disease (IBD) beim Pferd stellt immer noch eine Herausforderung dar. Gefragt ist ein multimodaler Ansatz, denn bisher gibt es keine aussagekräftigen diagnostischen Tests, die überzeugen.

Eine gesicherte Diagnose der Inflammatory Bowel Disease kann nur histopathologisch anhand einer Darmbiopsie erfolgen, die alle Schichten der Darmwand enthält. Nichtinvasive Testmethoden, die zu einer eindeutigen Diagnose führen, gibt es dagegen nicht. So bleibt dem Tierarzt nur ein multimodaler Ansatz, der ihn am Ende zumindest zu einer Verdachtsdiagnose führt. Zu den häufig durchgeführten weniger invasiven Testmethoden gehört der orale Glukose-Toleranz-Test (OGTT), mit dessen Hilfe die Malabsorption beurteilt wird.
Nicht selten werden auch Bioptate aus dem Duodenum oder Rektum entnommen, da diese relativ einfach zu gewinnen sind und Hinweise zur Prognose geben. Noch ist aber unbekannt, ob die histopathologische Beurteilung solcher Biopsien mit anderen routinemäßig durchgeführten Tests korreliert.

Studiendesign und Ergebnisse
In einer retrospektiven Studie wurden daher die Daten von 78 Pferden mit Verdacht auf IBD genauer untersucht. Ziel war es, sich einen Überblick über erhobene Befunde, diagnostische Aufarbeitung der Fälle und Behandlungserfolg zu verschaffen. Zudem sollten Zusammenhänge zwischen Testergebnissen, den verschiedenen Behandlungsansätzen und dem sog. Outcome untersucht werden. Neben Lethargie (21,8 %), Diarrhoe (14,1 %) und rezidivierender Kolik (28,1 %) war der Gewichtsverlust (78,2 %) das häufigste Symptom bei Pferden mit Verdacht auf IBD. Siebzig Prozent der Pferde zeigten zudem abnormale OGTT-Werte. Biopsie-Ergebnisse mit histopathologischen Anzeichen einer Enteritis standen in signifikantem Zusammenhang zum Gewichtsverlust. Andere signifikante Zusammenhänge konnten dagegen nicht gefunden werden.

Fazit
Gewichtsverlust ist das dominierende und am weitesten verbreitete Symptom bei Pferden mit Verdacht auf IBD. Die enterale Biopsie, deren Ergebnis in einem signifikanten Zusammenhang mit genau diesem Symptom steht, ist unter Umständen ein brauchbares diagnostisches Hilfsmittel bei der Aufarbeitung solcher Fälle. Dennoch muss hierzu noch weiter geforscht werden. Dies gilt nicht zuletzt, da die Interpretation der Biopsie-Ergebnisse laut Autoren mit Vorsicht zu genießen ist, zumindest bis es feste Standards hinsichtlich Probennahme und histopathologischer Auswertung gibt.