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Tanken wird immer teurer.
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Tanken wird immer teurer.

Fahrpraxis

Sprit sparen: Die 14 besten Tipps

Nicht nur Fahrpraktiker müssen bei den momentanen Kraftstoffpreisen kräftig schlucken. Folgende Tipps  sollen Ihren Portemonnaies und nicht zuletzt Umwelt und Klima helfen.  

Die Fahrt zum Patientenbesitzer ist derzeit ein teurer Spaß. Dennoch gibt es einige Kniffe und Tipps, mit denen sich zumindest ein wenig Benzin sparen lässt. Viele dieser Tipps sind Ihnen sicher bekannt, es kann jedoch nicht schaden, sich diese immer mal wieder zu vergegenwärtigen und auch das Team zu instruieren. 

Tipp 1: Fuß vom Gas von Beginn an

Sprit sparen beginnt, bevor der Zündschlüssel gedreht wird. Dabei gilt es: Füße still halten. Das Gaspedal sollte erst betätigen werden, wenn man fahrbereit ist und nicht schon beim Anlassen des Motors. Das bedeutet: Erst anschnallen, dann den Motor starten und direkt losfahren. Der Motor wird unter Last eh schneller warm. Durch das Laufenlassen im Stand verlängert sich also nicht nur die Warmlaufphase, kostet unnötig Sprit, erhöht den Verschleiß und schadet der Umwelt.

Tipp 2: Fahrweise optimieren

Beschleunigen Sie flott, schalten Sie rechtzeitig, und das ist meist früher als gedacht, hoch. Das Motto lautet: "Früh hoch, spät runter schalten". Nur zum Anrollen aus dem Stand sollte im ersten Gang gefahren werden. Denn hier kommt es zum höchsten Kraftstoffverbrauch. Schon nach 2 bis 3 m kann in den 2. Gang geschaltet werden. Zwischen 20 und 30 km/h kann schon in den 3. Gang geschaltet werden. Bei 40 km/h sollte man im 4. Gang fahren. Beachten Sie ihren Drehzahlmesser: Bei 2.000 U/min, also einer niedrigen Drehzahl sparen Sie am meisten Sprit. Das heißt auch: Fahren Sie im höchstmöglichen Gang. Das mindert auch die Lärmbelastung. Und niedertouriges Fahren schont den Motor (und führt schon lange nicht mehr zum verrußen).

Tipp 3: Vorausschauend fahren

Wer genügend Abstand zum Vordermann hält, ist sicherer unterwegs, kann Geschwindigkeitsunterschiede eleganter ausgleichen und ist spritsparend unterwegs. Rollphasen können besser genutzt sowie der Verschleiß der Bremsen minimiert werden. Häufiges Bremsen und unnötiges Beschleunigen kosten Sprit, Zeit und Geld.

Tipp 4: Es rollen lassen

Bei jedem Bremsen wird Energie vergeudet. Nutzen Sie daher so lange wie möglich die Motorbremswirkung. Nehmen Sie beim Heranrollen an eine rote Ampel nicht den Gang heraus. Beim Auskuppeln läuft der Motor im Leerlauf weiter und verbraucht so ungefähr 1 bis 1,5 l pro Stunde. Wenn das Fahrzeug im Schubbetrieb rollt, benötigt es gar keinen Kraftstoff. Durch konsequentes Ausnutzen von Rollphasen spart man am meisten Sprit und schont die Bremsen des Fahrzeuges. Grundsätzlich gilt: "Umso höher der Gang, desto länger die Rollphase, umso niedriger der Gang, desto größer die Motorbremswirkung.“ Gehen Sie frühzeitig vom Gas und lassen Sie das Auto beispielsweise die letzten paar hundert Meter bei eingelegtem Gang auf eine Ortschaft zurollen, statt unmittelbar davor abrupt abzubremsen. Durch vorausschauende Fahrweise kann man Rollphasen auch im Ortsgebiet, zum Beispiel vor roten Ampeln, optimal nutzen.

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Tipp 5: Mut zum „Gas geben“

Ein Fahrzeug zu beschleunigen kostet mehr Kraftstoff. Daher sollte man so rasch wie möglich auf die gewünschte Reisegeschwindigkeit kommen. Bei konstanter Fahrt verbraucht das Fahrzeug weniger. Schaltvorgänge kosten Sprit. Will man also Sprit sparen, besser schnell als gemütlich das Tempo steigern.

Tipp 6: Kurze Strecken vermeiden

Bei kaltem Motor verbraucht ein Auto am meisten Sprit. Gerade in der wird viel Kraftstoff gebraucht. Deshalb vermeiden Sie Kurzstrecken oder kombinieren Sie mehrere Einzelfahrten zu einer längeren Fahrt.

Tipp 7: Motor aus im Leerlauf

Sobald der Motor läuft, verbraucht er Kraftstoff – auch wenn das Fahrzeug nicht fährt (etwa 0,5 bis 1 Liter pro Stunde). Die Belastung für Anlasser und Batterie durch die Start-Stopp-Automatik ist gerade bei warmem Motor zu vernachlässigen. Bei modernen Motoren ist man bereits bei Abschaltzeiten unter zehn Sekunden „im grünen Bereich" und selbst bei älteren Fahrzeugen konnten ab 20 Sekunden Motor-Stopp positive Auswirkungen hinsichtlich Spritverbrauch und Schadstoffausstoß nachgewiesen werden.

Tipp 8: Unnötige elektrische Verbraucher ausschalten

Elektrische Geräte im Auto, wie Lüfter, Klimaanlage und andere Komforteinrichtungen beziehen ihre Energie aus dem Bordnetz. Die elektrische Energie wird vom Generator bereitgestellt, der vom Verbrennungsmotor angetrieben wird. Folglich kosten eingeschaltete elektrische Geräte und andere Verbraucher Sprit. Der elektrische Energiebedarf ist – anders als beim Fahrwiderstand – von der Einsatzdauer abhängig.Beispielsweise führt eine Klimaanlage je nach Fahrzeugmodell, Technik und Einsatzbedingungen zu einem Mehrverbrauch von etwa 0,3 bis 1,5 l Kraftstoff pro 100 km. Eine Standheizung dagegen kostet nur einen Mehrverbrauch 0,2 bis 0,5 l pro Stunde. Weil ein angenehmes Innenraumklima aber den Fahrer fit hält, sollte die Einschaltzeit auf das notwendige Maß begrenzt werden. Ist das Auto im Sommer von der Sonne stark aufgeheizt, sollte man es erst einmal gut durchlüften und dann die Klimaanlage einschalten.

Tipp 9: Fenster zu

Offene Seitenfenster oder Schiebedächer beeinträchtigen die an der Außenhaut anliegende Luftströmung und können dadurch ebenfalls Kraftstoff kosten. Auf beiden Seiten offene Fenster bei 100 km/h führen beispielsweise zu etwa 0,2 l Mehrverbrauch. Nur bei niedrigen Geschwindigkeiten – etwa im Stadtverkehr – können daher geöffnete Fenster einen signifikanten Verbrauchsvorteil gegenüber einer Klimaanlage bringen.

Tipp 10: Ladung und damit Gewicht reduzieren

Ob Straßenatlas, Getränkekisten oder diverser Kleinkram: Jedes Stück mehr im Auto bedeutet mehr Gewicht und kostet Kraftstoff. Ursache für diesen Effekt ist die Massenträgheit, also der Energieeinsatz, der erforderlich ist, um eine Masse auf eine höhere Geschwindigkeit zu beschleunigen. 100 kg Zusatzlast ergeben bis zu 0,3 l Mehrverbrauch. Besonders im unsteten Stadtverkehr wirkt sich das Gewicht einer Zuladung negativ auf den Spritverbrauch aus. Jedes Anfahren, jede Beschleunigung kostet also extra Sprit.Dachträger, Dachboxen und Fahrradträger erhöhen den Fahrwiderstand und damit den Verbrauch des Kfz signifikant. Sie sollten deshalb nur angebracht werden, wenn sie genutzt werden.

Tipp 11: Auf den richtigen Reifendruck achten

Fahrradfahrende wisse es: es ist Reifendruck zu niedrig, kostet dies Kraft. Beim Auto ist dies genauso. Kontrollieren Sie regelmäßig den Luftdruck der Reifen, denn zu wenig Luft in den Reifen erhöht den Verbrauch des Autos. Schon ein 0,3 bar verminderter Luftdruck steigert den Rollwiderstand und sorgt somit für unnötigen Mehrverbrauch (und auch den Verschleiß der Reifen). Um zusätzlich Kraftstoff zu sparen, können Sie den vom Fahrzeughersteller empfohlenen Reifenluftdruck moderat erhöhen, sofern dies in der Bedienungsanleitung beschrieben ist.

Tipp 12: Regelmäßige Wartung durchführen

Wichtig für günstige Verbrauchswerte sind regelmäßige Ölwechsel, die stets mit einem modernen Leichtlauföl erfolgen sollten. Relevant für den Kraftstoffverbrauch ist auch ein intakter, sauberer Motorluftfilter. Bei Dieselmotoren führen verstellte Einspritzpumpen oder verschlissene Einspritzdüsen zu mehr Spritverbrauch.

Tipp 13: Gleichmäßiges Fahren

Vor allem bei Geschwindigkeiten über 100 km/h steigt der Kraftstoffverbrauch mit steigendem Tempo übermäßig an. Fährt man auf der Autobahn bei einer konstanten Geschwindigkeit zwischen 100 und 130 km/h, wird deutlich weniger Sprit verbraucht, als wenn man mit der Höchstgeschwindigkeit fährt. Wer es eilig hat, sollte mindestens 20 % unter der Höchstgeschwindigkeit des eigenen Autos bleiben. Bei den heutigen Verkehrsverhältnissen kommt bei hohen Geschwindigkeiten hinzu, dass häufig gebremst und wieder angefahren werden muss. Das erhöht den Kraftstoffverbrauch zusätzlich. Angepasst an die Verkehrsverhältnisse sollte man vor allem mit gleichmäßiger Geschwindigkeit fahren. Wer eine halbe Stunde Tempo 100 und eine weitere halbe Stunde Tempo 160 fährt, legt 130 km zurück - verbraucht unterm Strich aber mehr als derjenige, der eine Stunde lang Tempo 130 einhält.

Tipp 14: Zu guter Letzt :)

Klassische Musik beruhigt das Gemüt und den nervösen Gasfuß. Es schont somit Motor, Bremsen, Reifen und den Verbrauch.