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Der Praktische Tierarzt

Röntgendarstellung der Zähne beim Kleinsäuger: Lagerungs- und Aufnahmetechniken – Hinweise zur Befundinterpretation

Der Praktische Tierarzt 90, 720-725

Publiziert: 08/2009

Zusammenfassung

Röntgenuntersuchungen am Schädelvon Kleinsäugern erscheinen für denunerfahrenen Untersucher oft schwierig.Mit etwas Systematik bei Lagerungs- undAufnahmetechnik gestaltet sich die Bildinterpretationwesentlich einfacher.
Zumindest eine laterale Übersichtsaufnahmesollte von jedem Zahnpatienten angefertigtwerden.

Lagerungs- und Röntgentechnik
Für die Anfertigung auswertbarer Schädelröntgenaufnahmen isteine Immobilisierung der Kleinsäugerpatienten, auch aus Gründendes Strahlenschutzes, essentiell. Da anlässlich von Gebissdiagnostikund Zahnkorrektur in der Regel ohnehin eine Allgemeinanästhesienotwendig wird, empfiehlt sich die frühzeitige Betäubungdes Patienten rechtzeitig vor unangenehmen oder schmerzhaftenProzeduren zur Vermeidung einer zusätzlichen Katecholaminausschüttungdurch den Untersuchungsstress. In der Praxis des Autorswird dazu die Isofluran-Mononarkose nach Prämedikationmit Butorphanol verwendet. Eine balancierte Injektionsnarkosemit einzeln antagonisierbaren Komponenten („Triple-Narkose“mit Medetomidin-Midazolam-Fentanyl) hat sich ebenfalls bewährt(Ehrhardt et al. 2004, Henke u. Müller 2005).

Von Experimenten, auswertbare Röntgenbilder ohne Sedation/Anästhesie zu versuchen, rät der Autor aus den oben angeführtenGründen ausdrücklich ab.

Gute extraorale Schädelaufnahmen lassen sich leicht mit denvorhandenen Röntgengeräten anfertigen, allerdings sind die üblichenFilme und Folien von ihrem Belichtungsumfang her nichtgeeignet. Dazu verwendet man besser spezielle folienlose Zahnfilme(Aufbissfilm 5x7 cm), auch die Verwendung normaler Röntgenfilmein Mammografiekassetten hat sich bewährt.

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