Burnout Früherkennung
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Mentale Gesundheit

Ausgebrannt? Woran erkenne ich ein Burn-out?

Täglich grüßt der ängstliche Patientenbesitzer - das kann auch Tierärzte emotional aushöhlen. Die Copenhagen Burnout Inventory ist ein Test, der bei der Früherkennung von Burn-out hilft.

  • Tierärzte haben nicht nur lange Arbeitstage, Schicht-und Notdienst, sondern auch anhaltenden Kundenkontakt mit besorgten, ängstlichen und fordernden Patientenbesitzern.
  • Die Stresslevel sowie die mentale Erschöpfung der Berufsgruppe sind groß.
  • Burn-out ist ein Oberbegriff für bestimmte Arten von persönlichen Krisen, die als Reaktion auf andauernden Stress und Überlastung am Arbeitsplatz auftreten.
  • Typische Kennzeichen von Burn-out sind emotionale Erschöpfung, verminderte Leistungsfähigkeit und Depersonalisation (inneres Erkalten).
  • Menschen mit Burn-out fühlen sich emotional und körperlich erschöpft. Desillusioniert. Häufig distanzieren sie sich innerlich von ihren Kunden, sind gleichgültig und zynisch. In ihrem Arbeitsalltag dominiert das Gefühl von Misserfolg.
  • Konflikte, Unsicherheiten, Kontrollverlust, fehlendes Lob, Mobbing und anhaltende Überbelastung: All diese Symptome können ein Burn-out fördern. 
  • Die Copenhagen Burnout Inventory (CBI) kann bei der Früherkennung von arbeitsassoziiertem Burn-out helfen, ist aber nicht offiziell validiert.

"Entweder ich arbeite, oder ich schlafe", erzählt eine Kleintierpraktikerin. "Sonst gibt es grad nichts in meinem Leben." Sie fühle sich erschöpft, dauernd müde. Noch läuft das Getriebe der selbstständigen Praktikerin, doch wie lange kann sie dem Dauerstress standhalten? 

Laut einer aktuellen psychologischen Studie der Kent State University ist vor allem die Kommunikation mit dem Patientenbesitzer für Tierärzte ermüdend. So zeigen die Ergebnisse, dass die Patienten häufig nicht zuhören bzw. das Gesagte nicht zu verstehen scheinen. Ebenso kommen viele Patientenbesitzer vorinformiert in die Praxen und ändern selbstständig die Therapiepläne ab. Gerade Tierhalter, die besonders ängstlich oder mental angeschlagen sind, laden ihre emotionale Last gerne beim (Tier)arzt ab und sind häufige Praxisbesucher.

Die Stresslevel der Berufsgruppe sind dementsprechend hoch und die Lösung der damit einhergehenden psychischen Probleme komplex. Um einem Burn-out vorzubeugen, müssen Tierärzte die Merkmale möglichst früh erkennen lernen. 

Kristensen et al. 2005 haben mit der Copenhagen Burnout Inventory Fragebögen veröffentlicht, die bei der Früherkennung von Burnout helfen können. Das CBI erfasst in drei Skalen die Parameter "personal burnout" 8 (= persönlicher Burnout), work-related burnout (= mit Arbeit assoziierter Burnout) und client-related burnout (= kundenassoziierter Burnout)

Stellen Sie sich die folgenden Fragen:

1. Fühlen Sie sich am Ende eines Arbeitstages ausgebrannt?

2. Fühlen Sie sich am Morgen bereits von der Vorstellung eines weiteren Arbeitstages erschöpft?

3. Fühlt sich jede Arbeitsstunde anstrengend an?

4. Empfinden Sie ihre Arbeit emotional erschöpfend?

5. Fühlen Sie sich aufgrund Ihrer Arbeit "burned-out"?

Hilfe gesucht?

Es ist keine Schande, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen! Ärzte können medizinische Ursachen für die körperliche Erschöpfung ausschließen. Öffnen Sie sich Menschen gegenüber, denen Sie vertrauen. Die Organisation "Not One more Vet" hilft Tierärzten in der Krise. Für TFAs gibt es die Seite "Not another Vet Nurse". Mobbing Opfer finden auf der Seite der Bundestierärztekammer hilfreiche Links

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