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Der Praktische Tierarzt

Zur Ätiologie und operativen Behandlung des equinen Unterlidentropiums

Der Praktische Tierarzt 87, 792-794

Publiziert: 10/2006

Zusammenfassung

Bei einem einseitigen kongenitalen Unterlid-Entropiumeines sonst gesunden weiblichen Quarter Horse Fohlenswird als disponierender Faktor das mütterlicherseitsvererbte Epiblepharon diskutiert. Hierbei handelt es sichum eine wulstartige Orbicularismuskel-Hyperplasie mitInstabilität des Tarsus durch eine Anomalie der Unterlidretraktoren.Nach der Geburt fand sich ein massives spastischesUnterlidentropium mit Trichiasis rechts, welches inder dritten Lebenswoche in intravenöser Infusionsnarkoseoperativ versorgt wurde. Durch Exzision von spastischverkürztem hyperplastischem epitarsalem Orbicularisgewebeund Raffung der Unterlidretraktoren gelang es, dieTarsalplatte in ihrer Stellung dauerhaft zu korrigieren. Diediffuse Keratopathie der unteren Hornhauthälfte mit Ulzerationund Vaskularisation hat sich zurückgebildet bisauf eine abgegrenzte exzentrische Macula corneae ohnemerkliche Visusbeeinträchtigung, wie sich aus der sicherenbilateralen Orientierung des Tieres ergibt.

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