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Berufspolitik

Zukunftskommission Landwirtschaft: Tierwohl ohne Tierärzte

Unter den Experten der jüngst ernannten "Zukunftskommission Landwirtschaft" sind keine Tierärzte zu finden. "Warum?" fragte Tierärztin Kirsten Tackmann. Über die Antwort des Ministeriums darf sich jeder sein eigenes Urteil bilden.

  • Am 8.Juli 2020 wurde die "Zukunftskommission Landwirtschaft" vom Bundeskabinett ernannt.
  • Ziel der Kommission ist eine nachhaltigere, ressourcenschonende Landwirtschaft.
  • Themen des Expertenkreises sollen Klima- und Umweltschutz sowie Tierwohl sein.
  • Auffallend: Unter die Mitglieder wurde kein Tierarzt berufen.
  • Tierärztin und Politikerin Kirsten Tackmann ("Die Linke") kommentiere dies bei Twitter und schrieb einen Brief ans Bundeskanzleramt.
  • Die Antwort: Tierärztliche Expertise könne "bei Bedarf von extern hinzugezogen werden."

Das Bundeskabinett hat heute zugestimmt, die Zukunftskommission Landwirtschaft einzusetzen“ steht auf der Website des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geschrieben. Die Kommission soll unter Einbindung von Praktikern, Wissenschaftlern und gesellschaftlichen Akteuren, insbesondere Umwelt-, Tierschutz- und Verbraucherverbänden, praxistaugliche Empfehlungen erarbeiten.

Auffällig: Unter den berufenen Mitgliedern der Kommission im Bereich Tierschutz ist kein einziger Tierarzt zu finden.

Tierschutz ohne Tierärzte

„Merkwürdig, tierärztlichen Sachverstand sowohl wissenschaftlich als auch berufsständig auszuschließen“, twitterte Tierärztin und Politikerin Kirsten Tackmann („Die Linke“) daraufhin und schrieb einen Brief ans Bundeskanzleramt. Die Antwort vom Parlamentarische Staatssekretär Uwe Feiler: Die „Zukunftskommission Landwirtschaft“ hat Mitglieder berufen, die auch einen tierärztlichen Sachverstand vorweisen können. Darüber hinaus hat die Kommission jederzeit die Möglichkeit, externen Sachverstand bei Bedarf hinzuzuziehen.“

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