Image
Helfende Hände: Auf Unterstützung vom Team ist man im Praxisalltag angewiesen.
Foto: Friends Stock-stock.adobe.com
Helfende Hände: Auf Unterstützung vom Team ist man im Praxisalltag angewiesen.

Teamwork in der Praxis

Weniger Hilfe für Klinikinhaberinnen?

Tierärztinnen und Tierärzte registrieren je nach beruflicher Position unterschiedlich viel Unterstützung durch das Team,  zeigt eine neue Studie.

Einspringen, aushelfen – und auch mal zuhören, wenn Konflikte die Arbeit erschweren: Unterstützung vom Team ist im Praxisalltag unverzichtbar. Eine Studie im Magazin „Canadian Review of Sociology“ zeigt nun, dass Tierärztinnen und Tierärzte in Abhängigkeit von ihren beruflichen Positionen und weiteren Faktoren die Unterstützung durch das Team als unterschiedlich groß wahrnehmen.

Das gilt sowohl für „praktischen“ als auch „emotionalen“ Support. Gemeint ist mit Ersterem etwa ein spontanes Einspringen der Kollegen bei Krankheit oder auch ein Helfen in Praxissituationen. Die emotionale Unterstützung umfasst beispielsweise Zuhören oder Ermutigen, wenn Probleme und Konflikte auftreten.

Mütter bekommen mehr Support

Ermittelt wurden die Daten durch die Angaben in rund 400 Online-Fragebögen, die Mitglieder eines kanadischen Tierärzteverbands ausgefüllt hatten. Frauen, die Inhaberinnen einer Klinik sind, registrieren demnach weniger kollegiale Hilfe als Frauen, die angestellt arbeiten. Ob Männer Inhaber oder Angestellte sind, bewirkt im Hinblick auf die von ihnen empfundene Unterstützung durch Kollegen hingegen keinen Unterschied. Frauen bemerken zudem in großen Kliniken mehr emotionale und praktische Hilfe als in kleinen Teams, während sich die Größe der Klinik bei Männern nicht auswirkt.


Top Stellenangebot der vet Stellenbörse:


Die Studie zeigt auch, dass Mütter mehr praktische Unterstützung erhalten als Tierärztinnen ohne Kinder. Väter hingegen werden sowohl emotional als auch praktisch weniger unterstützt als kinderlose Männer.

Das 1x1 des kollegialen Verhaltens

Global kollegial: Wie gute Zusammenarbeit funktioniert, zeigen die Guidelines der Tierärzteverbände FECAVA und WSAVA.
Artikel lesen

Care-Arbeit wird unterschiedlich bewertet

Allerdings steigt offenbar die kollegiale Hilfe für Männer, wenn sie sich vorrangig um Tiere kümmern. Frauen, die in erster Linie Patienten versorgen, werden nicht mit mehr Unterstützung belohnt. Die Studienautorinnen mutmaßen, dass hier ein aus anderen Untersuchungen bekannter Effekt eintritt: Wenn Männer „Care“-Arbeit übernehmen, werde dies als außergewöhnlich, nicht – wie bei Frauen – als „natürlich“ bewertet.

Image
Wer hat die Kontrolle? Tierärztliche Geschäftsführer oder kammerfremde Investoren?
Foto: Gabriel Blaj – stock.adobe.com

Urteil Fremdinvestoren

Kapitalmehrheit bei Kammerfremden?

Noch immer ist es durch die Rechtsprechung nicht geklärt, ob die Beteiligung von kammerfremden Berufen an einer in Form einer GmbH ausgestalteten Tierarztpraxis rechtlich zulässig ist.

Image
Foto: watchara tongnoi - Fotolia

Journal Club

Chirurgische Lagerung bei der Kastration von Katzen

In der Kleintierpraxis gilt die Ovariektomie bei der Katze als chirurgischer Routineeingriff. Die Operation kann in unterschiedlichen Positionierungen erfolgen. Forscher haben nun untersucht, inwieweit diese die Sauerstoffsättigung und den Augeninnendruck beeinflussen.

Image
Futter, Einstreu, Decken: Alles beschriftet und ready to go.
Foto: Myrga Zankel

Spendenaktion

Tierärztin hilft Ukraine: „Das ist das Mindeste, was wir tun können!“

30 Tonnen Futter, Späne und Zubehör sowie ein fünfstelliger Geldbetrag für Medikamente – Myrga Zankels Hilfsaktion für die Ukraine zeigt, was mit der Unterstützung von tierlieben Spendern möglich ist.

Image
an-der-hand.jpeg
Foto: fotomek - stock.adobe.com

Der Seele helfen

Psychische Erste Hilfe (PEH) - Was ist das?

Auch Tierärzte finden sich in Ausnahmesituationen wieder, die überfordern. Das bpt-Training zur PEH unterstützt Tierärzte bei der Kommunikation und soll Sicherheit schaffen.