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Kleintierpraxis

Verlegung des Tränennasenkanals durch eine impaktierte Zahnanlage bei einem weiblichen Collie

Kleintierpraxis 58, 118-126

DOI: 10.2377/0023-2076-58-118

Publiziert: 03/2013

Zusammenfassung

Eine im Kiefer verbliebene, impaktierte oder retinierte Zahnanlagekann sich zystisch und auch tumorös verändern.Aus diesem Grund muss eine solche Zahnanlage extrahiertoder, falls möglich, durch kieferorthopädische Technikenzum Durchbruch gebracht werden. Beschrieben wird derFall eines sieben Monate alten weiblichen Collies, der miteinseitiger, chronischer Epiphora rechts vorgestellt wurde.Der rechte permanente Oberkiefercaninus war klinischnicht sichtbar, an seiner Stelle stand der Milchcaninus ineinem sonst voll entwickelten adulten Gebiss. In der weiterführendenUntersuchung mithilfe einer radiologischen bzw.computertomographischen Untersuchung wurde eineImpaktion und Dislokation der Zahnanlage diagnostiziert.Diese war aufgrund einer Verlegung des Tränennasenkanalsverantwortlich für den einseitigen Augenausfluss. Ein Jahrnach der operativen Entfernung der Zahnanlage zeigteder Hund keinen Augenausfluss. In Anlehnung an den Fallwird auf die Möglichkeit der computergestützten Dakryorhinozystographiezur weiterführenden Diagnostik beichronischer Epiphora eingegangen. Probleme des Zahnwechselswerden diskutiert.
Urethra
Hund
Harnsteine
Lithotripsie

Summary

Displacement of the nasolacrimal duct due to an impactedtooth in a female Collie
A retained or impacted tooth, which remains in thealveolar bone, may develop into a cyst or neoplasia andtherefore has to be removed surgically or forced to eruptby orthodontic treatment if possible. This report describesa 7-month-old female Collie that was presented with achronic unilateral epiphora. The adult right upper caninewas absent; the deciduous canine tooth could be foundinstead. The dog’s other teeth were completely erupted.Further diagnostic imaging using x-rays and computedtomography revealed the impaction and dislocation of themissing right upper canine tooth germ, which was causingthe obturation of the nasolacrimal duct and thereforehad to be removed. One year after surgical removal, therewere no signs of epiphora. Based on this report, computedtomography-assisted dacryorhinocystography is describedas an additional diagnostic device in the case of chronicepiphora. Furthermore, problems in the changeover ofteeth are discussed.
epiphora
CT-dacryorhinocystography
retained canine
persistent
odontogenic

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