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Der Praktische Tierarzt

Tierschutzgerechte Zwangsmaßnahmen am Pferd bei Hufbehandlungen und beim Hufbeschlag

Restraint in horses during veterinary hoof treatment and shoeing in accordance with animal welfare

Der Praktische Tierarzt 97, 1094-1099

Publiziert: 11/2016

Zusammenfassung

Tierärztliche Verrichtungen am Huf sowie Hufpflege und Hufbeschlag können mit ernsthaften Verletzungen der beteiligten Personen oder auch des Pferdes einhergehen. Tierarzt und Hufschmied müssen bei entsprechenden Maßnahmen als Fachleute ruhigen, konsequenten und professionellen Umgang unter gleichzeitiger Berücksichtigung des Tierschutzes zeigen. Zwangsmaßnahmen können zur Gefährdungsabwendung bei Mensch und Tier und damit auch zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht beitragen. Neben physischen Zwangsmaßnahmen stehen auch pharmakologische Maßnahmen zur Verfügung. Beim Einsatz von Zwangsmaßnahmen werden Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit sowie fachlich-ethische Grundlagen abgewogen. Bei der Beurteilung der Tierschutzgerechtheit verschiedener physischer Zwangsmaßnahmen bestehen in der internationalen Literatur erhebliche Unterschiede. Als im erforderlichen Fall geeignet können verschiedene Aufhaltehilfen und Schlingen, die kurzfristige Anwendung der Oberlippenstrickbremse sowie die Sedierung angesehen werden. Schmerzhafte Maßnahmen bedürfen entsprechend der Tierschutzgesetzgebung einer angemessenen Anästhesie.

Zwangsmaßnahmen
Tierschutz
Hufbeschlag
Hufbehandlung

Summary

Procedures as hoof examination and treatment or hoof shoeing may end with serious injury to either the horse or the farrier or veterinarian. Veterinarian and farrier will be considered the experts and have to handle the situation in a calm and professional manner taking account of animal welfare. Restraint may be a tool for prevention of threat for humans and the animal and represent the duty of care or due diligence. Concepts of restraint include physical restraint and pharmacological restraint. Minimal restraint should be tried while handling and treating the horse with the aim of maximum safety and animal welfare. Marked differences do exist concerning the assessment of physical restraint in international literature due to different standards of ethics and animal welfare. If necessary, the most propable restraint with regard to animal welfare offer different restraint straps for the legs, the use of an appropriate nose twitch or sedation. Painful procedures do require adequate anesthesia.

Restraint
animal welfare
hoof treatment
horse shoeing

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