Durchfüttern bei der Tierarztbehandlung
Foto: Stefanie Riemer, Vetsuisse Bern

Kleintierpraxis

Strategien zur Angstreduktion in der Kleintierpraxis, Teil 2 – Maßnahmen zur Therapie, Prävention und Einsatz anxiolytischer Medikamente

Fear-reducing strategies for small animal practice, Part 2 – techniques for interventions, prevention and use of anxiolytic medication

Kleintierpraxis 66, 24–43

DOI: 10.2377/0023-2076-66-24

Publiziert: 01/2021

Zusammenfassung

Interaktive Fortbildung zu diesem Artikel: Nehmen Sie teil und sichern Sie sich eine ATF-Stunde. Die Teilnahme ist online in der vetline-Akademie möglich und für Abonnenten von Kleintierpraxis kostenfrei. Hier geht es zur Fortbildung

Dieser Artikel beschreibt Maßnahmen, um Tierarztangst bei Hunden und Katzen zu behandeln oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Dazu zählen die Anwendung einer Desensibilisierung und Gegenkonditionierung, das Schaffen positiver Assoziationen, beispielsweise im Rahmen von „Happy Visits“, sowie „Medical Training“, bei welchem die Tiere lernen, aktiv ihre Zustimmung zu Prozeduren zu geben, indem sie ein vorher trainiertes Verhalten ausführen. Anxiolytische Medikamente, welche durch die Besitzer vor dem Tierarztbesuch verabreicht werden, können weitere Negativerfahrungen verhindern und neue positive Verknüpfungen erleichtern. Im besten Fall kann Tierarztangst bei Hunden und Katzen durch Anwendung von stressreduzierenden Methoden und dem Ermöglichen positiver Erfahrungen verhindert werden. Besonders nachhaltige Auswirkungen kann dabei der erste Eindruck eines Hunde- oder Katzenwelpen beim Erstbesuch haben. Auch vorbereitendes Training (Gewöhnung an Berührungen, Transportbox- und Maulkorbtraining) leistet einen wichtigen Beitrag zum angstfreien Tierarztbesuch.

Verhaltensmodifikation
Desensibilisierung und Gegenkonditionierung
'Medical Training'
Anxiolytika
Psychopharmakologie

Summary

This article describes measures for treating and preventing fear in dogs and cats at the vets, including desensitisation and counterconditioning, happy visits to create positive associations with the practice and veterinary staff, and cooperative care training, in which the animals learn to give consent to handling and veterinary procedures by performing a previously trained operant behaviour. Anxiolytic medication administered by the owner prior to the veterinary visit can prevent further negative experiences and facilitate forming of new positive associations. Ideally, fear in dogs and cats at the veterinary practice can be prevented by the use of stress-reducing handling methods and the creation of positive associations, with a puppy’s or kitten’s impression at its first visit being especially important. Furthermore, preparatory training (acceptance of handling, carrier and muzzle training) plays an important role in facilitating a fear-free veterinary visit.

behaviour modification
desensitisation and counterconditioning
cooperative care training
anxiolytics
psychopharmacology

Jetzt abonnieren und weiterlesen!

Die Kleintierpraxis bietet Ihnen klinisch interessante Originalarbeiten, Übersichtsartikel und Fallberichte. Als Abonnent haben Sie online Zugriff auf aktuelle und archivierte Fachartikel. Ein Fortbildungsbeitrag in jedem Heft sichert Ihnen 12 ATF-Stunden pro Jahr, die Teilnahme ist online möglich.

Jetzt Abo anfragen