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Cannabidiol könnte ein Therapieoption für Hunde mit chronischen Schmerzen sein.

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Sicherheit und Pharmakokinetik von Cannabidiol beim Hund

Im Kontext der Schmerztherapie und bei der Behandlung von Anfallsleiden rücken Cannabinoide und insbesondere das Cannabidiol zunehmend in den Fokus der Tiermedizin. Bislang ist das Wissen zu Pharmakokinetik und Sicherheit dieses Pflanzeninhaltsstoffes sehr begrenzt.

In Anbetracht des häufigen Bedarfs einer langfristigen Therapie bei schmerzhaften und chronischen Krankheiten sind gut verträgliche Therapeutika unabdingbar. Mehrere Untersuchungen und Erfahrungsberichte der letzten Jahre deuten darauf hin, dass das aus der Hanfpflanze gewonnene Cannabidiol bei der Behandlung von chronischen Schmerzzuständen und Anfallsleiden eine neue Therapieoption darstellen könnte. Wichtig wäre dabei vor allem zu ermitteln, ob und inwieweit mit unerwünschten Nebenwirkungen gerechnet werden muss. Zudem müssen Dosierungen bestimmt werden, welche nachweislich zu einem stabilen Wirkstoffspiegel im Körper führen. Diese Wissenslücken für die Spezies Hund zu schließen, war das Ziel einer kanadischen Forschungsgruppe.

Empfehlungen für die Schmerztherapie bei Hund, Katze und Kleinsäugern

Die Initiative tiermedizinische Schmerztherapie veröffentlicht praxisnahe Empfehlungen zu Schmerzerkennung, Wirkstoffen, Therapieplanung und Dosierung.
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Cannabidiol: Gute Verträglichkeit ohne relevante Nebenwirkungen

In ihrer Studie untersuchten die Wissenschaftler unter Laborbedingungen an 20 gesunden Hunden die Auswirkungen und resultierenden Blutspiegel bei täglicher Cannabidiol-Gabe in unterschiedlichen Dosierungen über einen Zeitraum von vier Wochen. Das Cannabidiol wurde in einer Ölformulierung verabreicht und ausnahmslos gut vertragen. Zwar wurde eine leichte Abnahme des Körpergewichts bei den Hunden unter Cannabidiol beobachtet. Der Appetit und das Befinden der Hunde waren jedoch stets unbeeinträchtigt. Weitere Untersuchungen müssen zeigen, ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen der Cannabidiol-Gabe und einer Gewichtsreduktion besteht.


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Vereint gegen den Schmerz

Die multimodale Schmerztherapie ist inzwischen der Goldstandard in der Kleintierpraxis. Der folgende Artikel bietet einen Überblick über die verschiedenen Schmerzarten und deren multimodales Management.
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Cannabidiol oral: Einmal tägliche Verabreichung führte zu stabilen Blutspiegeln

Die pharmakokinetischen Untersuchungen ergaben, dass sich nach zweiwöchiger Gabe bei den Versuchshunden eine stabile Plasmakonzentration an Cannabidiol gebildet hat. Diese schien in ihrer Höhe dosisabhängig zu sein. Ob die hier verabreichten Dosierungen in symptomatischen Hunden zum erwünschten therapeutischen Effekt führen, müssen weitere Studien klinischer Art zeigen.

Originalpublikation

Vaughn DM, Paulionis LJ, Kulpa JE (2021): Randomized, placebo-controlled, 28-day safety and pharmacokinetics evaluation of repeated oral cannabidiol administration in healthy dogs. Am J Vet Res 82: 405–416. DOI 10.2460/ajvr.82.5.405

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Pharmakokinetik von Dexmedetomidin

Obwohl Dexmedetomidin häufig zur Sedation und Analgesie beim Hund eingesetzt wird, fehlten bislang Untersuchungen zur Pharmakokinetik und -dynamik dieses Wirkstoffs.

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Die Fütterung kann Einfluss auf die Bioverfügbarkeit von Medikamenten haben.
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Pharmakokinetik von Hanfextrakten beim Kaninchen

Nicht nur in der Humanmedizin werden Präparate aus Hanfextrakt zunehmend therapeutisch eingesetzt. Auch in der Veterinärmedizin wird ein Potenzial für diesen Therapieansatz vermutet – doch es bedarf noch ausführlicher Grundlagenforschung.

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Pharmakokinetik und Wirksamkeit von Acetylsalicylsäure bei Pferden in vitro

Salicylsäure (SA) ist als natürlicher Inhaltsstoff vieler als Futtermittel für Pferde verwendeter Pflanzen von besonderem Interesse im Reitsport. Dies führte zur Festlegung von Grenzwerten durch Pferdesportverbände für SA in Urin und Plasma.