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Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift

Schlachtbefundrückmeldesysteme – Nutzen für die Primärproduktion?

Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift 123, 468-476

DOI: 10.2376/0005-9366-123-468

Publiziert: 11/2010

Zusammenfassung

13 amtliche Fleischuntersuchungsorgane untersuchten in 22 Monaten an einemösterreichischen Schlachthof 152 520 Schweine auf pathologisch-anatomischeVeränderungen (fünf Parameter). Von jenen Veterinären, deren Reliabilität in derBefunderstellung gegeben war, wurden die Ergebnisse anhand eines mathematischenModells daraufhin überprüft, ob die Tätigkeit von 25 Betreuungstierärztenund 223 Landwirten zu Verbesserungen der Tiergesundheit in den Nutztierbeständenführte.

Geringgradige Pneumonien wurden bei 1,5 % der Schweine festgestellt, keinBetreuungstierarzt hatte einen Einfluss auf das Auftreten dieses Parameters. Durchdie Tätigkeit der Landwirte verbesserte sich die Tiergesundheit in zwei Betrieben(0,9 %), sechs Herkunftsbetriebe (2,49 %) wiesen deutlich niedrigere Befundratenals der Durchschnitt aller Betriebe auf.



Pleuritiden wurden bei 22 % der Schlachtschweine erhoben, vier Betreuungstierärzte(14 %) bewirkten eine Absenkung der Prävalenz, zwei Betriebsführer(0,9 %) verschlechterten, sechs Landwirte (2,49 %) verbesserten die Tiergesundheitdurch ihre Tätigkeit. Sieben Betriebe (3,1 %) wiesen signifikant (p
Der Befund Perikarditis betraf ,5 % der Tiere. In allen Herkunftsbetrieben bliebder Tiergesundheitsstatus durch Maßnahmen der Veterinäre unverändert. In zweiTierhaltungen (0,9 %) verschlechterte sich die Gesundheit der Schweine unterdem Einfluss der Landwirte, sechs Betriebe (2,49 %) zeigten höhere, ein Betrieb(0,5 %) niedrigere Erkrankungsraten als der Durchschnittswert.

4,2 % der Schweine zeigten Milkspots als Leberveränderungen. Die Betreuungstierärztebeeinflussten diesen Parameter nicht. Fünf Betriebe (2,2 %) wiesen aufgrundvon eingeleiteten prophylaktischen Maßnahmen geringere, drei Betriebe(1,35 %) höhere Prävalenzen am Ende des Untersuchungszeitraumes auf.

Räude/Exanthem betraf 2,2 % der Schlachtschweine. Die Arbeit eines Tierarztes( %) führte zu einer Verdoppelung der Anzahl erkrankter Schweine, in sechsBetrieben (2,49 %) wurden deutlich höhere Erkrankungsraten festgestellt.Die Gesundheit der Schlachtschweine blieb während des Untersuchungszeitraumsunverändert.
Schlachtschweine
pathologisch-anatomische Veränderungen
Betreuungstierarzt
Landwirt
Tiergesundheit

Summary

Over a period of 22 months 13 official meat inspection authorities examineda number of 152 520 swine at an Austrian slaughterhouse for pathologicanatomicchanges (five parameters). Of those veterinarians whose reliability inthe recording of findings was a given, the results were analysed by employinga mathematical model which assessed whether the activities of 25 attendingveterinarians and 223 farmers actually lead to an improvement of animal healthin their livestock.

Mild pneumonia was registered in 1.5% of swine; no attending veterinarians hadany influence whatsoever on the occurrence of this parameter. Farmers’ activitiesimproved animal health on two farms (0.9%), six farms of origin (2.49%) showedsignificantly lower findings than the average of all farms.

Pleurisy was ascertained in 22% of all slaughter pigs. Through measures taken,four attending veterinarians (14%) caused a reduction of incidents, two worksmanagers (0.9%) made worse, six farmers (2.49%) improved animal health of theirlive stock. Seven farmers (3.1%) showed significantly (p
Pericarditis affected .5% of the animals in question. On all farms of origin thecondition of health remained unchanged by measures taken by veterinarians.On two farms (0.9%) the influence exercised by farmers led to a deteriorationof the health of swine, six businesses (2.49%) showed higher, one (0.5%) lowerprevalence than on average.

4.2% of swine showed white spots. Attending veterinarians did not influence thisparameter at all. With preventive measures taken five farms (2.2%) showed less,three farms (1.35%) higher prevalence by the end of the 22 month term.Mange concerned 2.2% of all slaughter pigs. The activities of one veterinarian(%) caused the number of incidents to double; on six farms (2.49%) a significantlyhigher prevalence was registered.

Whatever influence exercised, the status of health of slaughter pigs remainedunchanged throughout the duration of the study.
slaughter pigs
pathologic-anatomic changes
attending veterinarian
farmer
animal health

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