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Das Rotkehlchen hat bei der Wahl zum „Vogel des Jahres“ die meisten Stimmen erhalten

Wahlsieger

Rotkehlchen ist „Vogel des Jahres“ 2021

Bereits zum zweiten Mal schaffte es der Gartenvogel aufs Siegertreppchen.

Zwischen Oktober 2020 und März 2021 stimmten erstmalig fast eine halbe Millionen Vogelfreunde über den „Vogel des Jahres“ 2021 ab. Bereits nach der Vorwahl aus 307 Vögeln war das Rotkehlchen weit oben in den Top Ten, schließlich siegte es mit knapp 60.000 Stimmen (17,4 %) vor Rauchschwalbe und Kiebitz. Den Titel trägt es damit nun bereits zum zweiten Mal, denn schon 1992 war das Rotkehlchen „Vogel des Jahres“. Diesmal fand die Wahl allerdings erstmals öffentlich statt. Da die Aktion ein voller Erfolg war, will der NABU nun künftig jedes Jahr fünf Kandidaten für den „Vogel des Jahres“ vorschlagen, aus denen öffentlich gewählt werden kann. Das komplette Wahlergebnis finden Sie hier.

Stimmgewaltig und unerschrocken

Das Rotkehlchen (Erithacus rubecula), aus der Familie der Drosselvögel (Turdidae), gehört zu Deutschlands bekanntesten und beliebtesten Singvögeln. Das auffallend unerschrockene Tierchen gilt als sehr neugierig, sogar zutraulich. Gern nähert es sich Menschen und größeren Tieren sogar bis auf einen Meter, um von ihnen aufgescheuchte Insekten zu ergattern.

Der Gartenvogel ist etwa 12,5 bis 14 cm klein und mit 15 bis 18 g ein Leichtgewicht. Der rundliche Vogel trägt ein braunes Federkleid mit weißem Bauch und grau-beigen Flanken. Namensgebend ist der orangerote Brust- und Kehlbereich, der es unverwechselbar macht. Beide Geschlechter sind gleich gefärbt, allein den Jungtieren fehlt das typische rote Kehlchen.

Der Fischotter ist Tier des Jahres 2021

Der vielseitige Wassermarder steht auf der Roten Liste. Sein Lebensraum sind stehende und fließende Gewässer mit schilfreichen Uferzonen. Werden Uferzonen verbaut und Feuchtgebiete trockengelegt, sinken die Überlebenschancen des Pelzträgers.
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In umgegrabenen Beeten sucht der Vogel gern nach Würmern, Schnecken, Spinnen und Insekten. Besonders im Spätsommer und Herbst erweitern aber auch Beeren oder weiche Früchte seinen Speiseplan.

Rotkehlchen haben einen wehmütig wirkenden Gesang, bestehend aus einer variablen hohen Tonfolge mit „perlender“ oder “tröpfelnder“ Strophe. Warnrufe sind im Gegensatz dazu harte „tick“ und hohe „siiip“-Laute. Übrigens erfreuen uns auch die Weibchen dieser Art mit ihrem kräftigen Stimmchen, wenngleich sie etwas leiser singen als die Männchen.

Weit verbreitet und dennoch schützenswert

Die weitverbreiteten Vögel sind in Deutschland ganzjährig zu beobachten. Sie gelten als Standvogel bzw. Teilzieher – während einige Tiere ganzjährig in Deutschland bleiben, suchen sich andere für den Winter wärmere Quartiere. Das Rotkehlchen ist in Deutschland nicht gefährdet, der Bestand liegt bei 3,4 bis 4,3 Millionen Brutpaaren. Mit dem Wahlslogan „Mehr Gartenvielfalt“ wirbt der Jahresvogel dennoch für seinen dauerhaften Schutz und nachhaltige Verbesserung seiner Lebensräume. Rotkehlchen sind fast überall in Wäldern, Parks und Gärten anzutreffen, gebrütet wird bevorzugt in Bodennähe, oftmals sogar zweimal jährlich. Naturnahe Gärten sind eine willkommene Einladung für die aufgeschlossenen Tiere. Reich strukturierte Landschaften mit Hecken, Falllaub und Unterholz erhalten den Bestand. (Ines Linke)

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