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Pulmonale Hypertension beim Hund

Pulmonary hypertension in dogs

Der Praktische Tierarzt 95, 110-127

Publiziert: 03/2014

Zusammenfassung

Die pulmonale Hypertension (PH) ist eine pathologische Erhöhung des systolischen, diastolischen oder mittleren Pulmonalarteriendrucks über ca. 25, 10 bzw. 15 mmHg. Ursächlich werden die beim Hund sehr seltene primäre (idiopathische) PH und die durch zahlreiche Erkrankungskomplexe – wie Dirofilaria immitis, thromboembolische Erkrankungen, primäre Lungenerkrankungen (Lungenfibrose, Pneumonie, Neoplasien), angeborene Herzerkrankungen mit initialem Links-Rechts-Shunt, die für den Hund besonders bedeutsamen Herzerkrankungen mit Links-Herz-Rückwärtsversagen – ausgelöste sekundäre PH unterschieden. Die wichtigste diagnostische Methode, um eine pulmonale Hypertension beim Hund nachzuweisen und eventuell auch zu quantifizieren, stellt die Echokardiografie dar. Die bestehenden Druckverhältnisse in Systole und Diastole können im Falle einer Trikuspidalklappen- bzw. Pulmonalklappeninsuffizienz durch Messung der Maximalflussgeschwindigkeit und anschließende Umrechnung mittels der modifizierten Bernoulli-Gleichung ermittelt werden. In der Therapie sollte, wenn möglich, eine bestehende Grunderkrankung, z. B. eine Mitralklappeninsuffizienz, behandelt werden. Im Weiteren werden bei der PH Medikamente wie z. B. Sildenafil eingesetzt, die dominierend eine Vasodilatation der Gefäße der Lungenstrombahn bewirken.

Mitralinsuffizienz
Echokardiografie
Doppler
Bernoulli-Gleichung
Vasodilatatoren
Sildenafil Pulmonary hypertension in dogs

Summary

Pulmonary hypertension (PH) is defined as abnormal increase in systolic, diastolic or mean pulmonary artery pressure above 25, 10 or 15 mmHg. Pulmonary hypertension is divided in the rare primary (idiopathic) and the secondary form, which is caused by various diseases, like Dirofilaria immitis, thrombo-embolic disorders, primary pulmonary diseases (pulmonary fibrosis, pneumonia or pulmonary neoplasia), congenital cardiac malformations with initial left-to-right shunt and the important group of cardiac disorders with left-sided congestive heart failure. Echocardiography is currently the best noninvasive method to diagnose and in some cases to quantify pulmonary hypertension in dogs. Pulmonary arterial pressure is determined by measuring peak flow tricuspid- and/or pulmonic valve insufficiency, if present and using the modified Bernoulli equation. First goal of therapy is to improve or eliminate the underlying disease, if present. If PH is not controlled with these medications vasodilating drugs of the pulmonary arteries, like Sildenafil are used.

mitral valve insufficiency
echocardiography
doppler
Bernoulli equation
vasodilators
sildenafil

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