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Pflichtpraktika

Praxistauglich? Pflichtpraktikum in der Tiermedizin

Endlich Praxisluft schnuppern: Das "kleine" und "große" Praktikum sind Highlights im Studium der Tiermedizin. Ein Qualitätssiegel des bpt und Evaluationsbögen der Universitäten können dabei helfen, die Qualität der praktischen Ausbildung zu beurteilen und zu steuern.

Im Praktikum wird die Bank im Hörsaal endlich gegen OP-Tisch und Behandlungsraum getauscht. Die Pflichtpraktika sind für die Studierenden oft eine sehnlichst erwartete Abwechslung zum ansonsten sehr theorielastigen Studium. Zudem bilden sie eine Hauptsäule der praktischen Ausbildung künftiger Tiermediziner.

  • "Kleines" kuratives Praktikum (150 Stunden innerhalb von mindestens vier Wochen) und
  • "großes" kuratives Praktikum (700 Stunden nach den Vorgaben der jeweiligen Studienordnungen innerhalb von mindestens 16 Wochen)

müssen nach erfolgreichem Abschluss der tierärztlichen Vorprüfung absolviert werden.

Die Studierenden wählen die Praktikumsstätte selbstständig aus. Möglich ist alles von der Ein-Mann-Praxis am Wohnort bis zur Universitätsklinik im Ausland. Entsprechend fällt die Ausbildung je nach Wahl des Praktikumsplatzes individuell höchst unterschiedlich aus.

Qualitätsmanagement der praktischen Ausbildung

An der Tiermedizinischen Hochschule Hannover sollen Evaluationsbögen dabei helfen, die Qualität dieses Teils der Ausbildung zu beurteilen. Wo verbringen die Tierärzte von morgen ihre Praktikumswochen? Welche praktischen Fähigkeiten werden im Praktikum wirklich erlernt? Diese Fragen beantwortet eine Auswertung der Praktikums-Checklisten von 2014 bis 2016, die Sie hier komplett und kostenfrei lesen können:

Initiative des bpt: Qualitätssiegel tierärztliche Ausbildungspraxis

Um die Ersttagskompetenzen von Studienabgängern zu verbessern und die Zusammenarbeit von Universitäten und Praktikern zu verstärken, hat der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) in Absprache mit den Studierenden und tierärztlichen Bildungsstätten das Qualitätssiegel tierärztliche Ausbildung entwickelt. Sowohl bpt-Mitglieder als auch Nicht-Mitglieder haben die Möglichkeit, nach Registrierung beim bpt ein entsprechendes Logo zu führen und öffentlich zu präsentieren – Voraussetzung ist die Erfüllung bestimmter Mindestanforderungen:

  • Verantwortlich für die Ausbildung der Studierenden der Veterinärmedizin während der Ableistung der Praktika ist der /die jeweilige Leiter/in einer (bei der zuständigen Landestierärztekammer angemeldeten) tierärztlichen Praxis oder Klinik. 
  • Der/ die tierärztliche Leiter/in verfügt über mindestens drei Jahre praxisbezogene berufliche Erfahrung. 
  • Art und Umfang der in der Praxis/ Klinik angebotenen tierärztlichen Tätigkeiten sind an einer hauptberuflichen tierärztlichen Tätigkeit ausgerichtet. 
  • Die Praxis / Klinik verfügt über eine Tierärztliche Hausapotheke gemäß der Tierärztlichen Hausapothekenverordnung (TÄHAV). 
  • Die apparative und räumliche Ausstattung für Diagnostik und Therapie entsprechen dem Stand der Wissenschaft, ausgerichtet an dem entsprechenden Leistungsangebot der Praxis/ Klinik. 

Auf der Internetseite finden Praxisinhaber auch zahlreiche weiterführende Informationen, Checklisten und Leitfäden rund um das Thema Praktikum. Praktiker können durch die Registrierung nicht nur einen Beitrag zur Qualitätssicherung der tierärztlichen Ausbildung leisten, sondern haben auch die Chance, qualifiziertes Personal zu gewinnen. Zertifizierte Praxen werden auf www.tierärzteverband.de gelistet.

Tiermedizinische Fachangestellte in der Prüfung
Foto: Schlütersche Verlagsgesellschaft
Spitzmaus sitzt auf einem Stein.
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Rückkehr der Meldepflicht

Borna ist eine Zoonose

Daten aus Bayern zeigen: Die Infektion mit dem Bornavirus ist eine potenziell tödliche Zoonose.

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