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Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift

Pentastomiasis and other parasitic zoonoses from reptiles and amphibians

Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift 124, 528-535

DOI: 10.2376/0005-9366-124-528

Publiziert: 11/2011

Summary

Reptiles are growing in popularity as pets. The colonization of reptiles andamphibians by parasites and the resulting disease conditions are the mostcommon problems seen in captive animals. This review focuses on pentastomiasisand sparganosis, important parasitic zoonoses of reptiles and amphibians,respectively, and free living-amoebae.
Humans are suitable accidental hosts for some pentastomid species (particularlyArmillifer and Porocephalus). In geographical areas with special ethnics, such as inWest and Central Africa, and East Asia, 2–4% of the human population can beaffected. Usually the larvae are coincidentally found during abdominal surgeries.However, fatalities have been described. Extreme caution is necessary whenhandling infected reptiles.
Ocular or cerebral sparganosis is not uncommonly found in humans in East Asia.This disease is caused by spargana, tapeworm larvae (plerocercoids) of Spirometrasp. The infection occurs when uncooked meat from reptiles or amphibians isapplied to wounds or eyes and the parasites migrate directly to human tissue,or by consumption of contaminated food or water. As a consequence of thereptile’s predatory behaviour, the full spectrum of endo- and ectoparasites frompotential prey animals can be found as transiting parasites in the intestinal tract,e. g. Hymenolepis nana, Cryptosporidium (C.) muris, C. parvum or Capillaria hepatica.Occasionally, free-living amoebae are also found in reptile faeces (Acanthamoeba,Naegleria, Hartmanella, Vahlkampfia or Echinamoeba sp.).
Armillifer
Porocephalus

Zusammenfassung

Reptilien erfreuen sich immer größerer Beliebtheit als. Die Besiedlung vonReptilien und Amphibien durch Parasiten und die dadurch bedingten Parasitosengehören zu den häufigsten Erkrankungen dieser Tiere in Menschenobhut. DiesesReview behandelt wichtige parasitäre Zoonosen von Reptilien und Amphibienwie Pentastomosen bzw. Sparganosen sowie freilebende Amöben.
Der Mensch ist ein akzidenteller Wirt für einzelne Pentastomiden-Arten (vorallem Armillifer und Porocephalus). In den Gebieten mit entsprechenden Lebensgewohnheiten,wie in West- und Zentralafrika und Ostasien sind zwischen achtund 4 % der Menschen befallen. Normalerweise sind solche Larven Zufallsbefundebei Bauchoperationen, aber es sind auch Fälle mit tödlichem Ausgangbekannt. Daher ist größte Vorsicht beim Umgang mit infizierten Reptiliengeboten.
In Ostasien ist die sogenannte okuläre oder zerebrale Sparganose des Menschennicht selten. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, die durch Bandwurmlarven(Spargana oder auch Plerocercoide genannt) von Spirometra sp. hervorgerufenwird. Sie kommt dadurch zustande, dass rohes Reptilien- oder Amphibienfleischauf entzündliche Prozesse, bevorzugt im Augenbereich, oder Wunden aufgelegtwird und dabei Parasiten direkt überwandern können. Sparganose kann auchdadurch verursacht werden, dass infiziertes Fleisch gegessen oder kontaminiertesWasser getrunken wird. Da sich viele Reptilen überwiegend oder ausschließlichkarnivor ernähren und infolge des breiten Spektrums an Beutetieren rekrutiertsich aus der Gesamtheit der ekto- und endoparasitischen Fauna potenziellerBeutetiere eine Vielzahl koproskopischer Darmpassanten wie z. B. Hymenolepisnana, Cryptosporidium (C.) muris, C. parvum oder Capillaria hepatica. Im Reptilienkot werden gelegentlich auch Amöben gefunden, die normalerweise freilebend sind(Acanthamoeba, Naegleria, Hartmanella, Vahlkampfia oder Echinamoeba).
Armillifer
Porocephalus

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