Der Patient wird in Sitzposition in eine mit Luftlöchern versehene Plexiglasbox verbracht und sein Bewegungsspielraum mit Handtüchern eingeschränkt. Nach Verschluss der Box kann die Computertomografie durchgeführt werden.
Foto: Tierklinik Posthausen

Kleintierpraxis

Ohrerkrankungen beim Heimkaninchen (Oryctolagus cuniculus) – Teil 1: Anatomische Grundlagen und diagnostische Aufarbeitung

Ear diseases in pet rabbits (Oryctolagus cuniculus) – Part 1: ear anatomy and diagnostic approach

Kleintierpraxis 65, 489–506

DOI: 10.2377/0023-2076-65-489

Publiziert: 09/2020

Zusammenfassung

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Ohrerkrankungen stellen beim Kaninchen häufige Gesundheitsprobleme dar, welche mit Schmerzen einhergehen und in schweren Fällen zum Tod des Tieres führen können. Unterschiedlichste Ätiologien (traumatisch, parasitär, bakteriell, neoplastisch usw.) kommen als Ursache infrage. Gerade Widder­kaninchen scheinen aufgrund ihrer anatomischen Besonderheiten für die Entwicklung einer bakteriellen Otitis externa, einer Dilatation des äußeren Gehörgangs sowie einer Otitis media prädisponiert zu sein. Die häufig wenig ausgeprägte klinische Symptomatik von Ohrerkrankungen macht die gründliche otoskopische und/oder endoskopische Untersuchung sowie weiterführende bildgebende Verfahren (u. a. Röntgen oder Computertomografie) für die Diagnostik umso wichtiger. Eine rasche Diagnosestellung und ein fundiertes Wissen über die anatomischen Besonderheiten des Kaninchenohres ermöglichen einen zügigen und gezielten Therapiebeginn und sind daher für den Behandlungserfolg entscheidend.

Otoskopie
Endoskopie
Röntgen
Computertomografie
Neurologie

Summary

Ear diseases are regularly diagnosed in pet rabbits. They can be painful and in severe cases lead to death. They can be caused among other things by trauma, parasites, bacterial infection and neoplasia. Lop-eared rabbits seem to be predisposed for bacterial otitis externa, dilation of the external ear canal and otitis media due to their unique anatomy. Ear diseases can be associated with mild or even absent clinical symptoms. A thorough otoscopic and/or endoscopic examination, and advanced diagnostic techniques (e.g. radiography or computed tomography) are therefore of particular importance. Early diagnosis and profound knowledge of rabbit ear anatomy facilitate a swift start of specific treatment and are beneficial for a successful outcome.

otoscopy
endoscopy
radiology
computed tomography
neurology

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...in einer zytologischen Präparation einer Leber-Feinnadelaspiration (Diff-Quick-Färbung)
Foto: Ass.-Prof. Dr. I. Schwendenwein, Zentrallabor, Plattform Labordiagnostik; Department für Pathobiologie, Veterinärmedizinische Universität Wien

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