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Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift

Occurrence of injuries in laying hens with intact and trimmed beaks on commercial farms

Auftreten von Verletzungen bei Legehennen mit intakten und gekürzten Schnäbeln in Praxisbetrieben

Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift 130, 222-229

DOI: 10.2376/0005-9366-15099

Publiziert: 11/2017

Summary

Cannibalism is a common problem in poultry husbandry and the reason for beak trimming of layers. The present study was designed for a comparison of live weights and injuries due to cannibalism in laying hens with intact and trimmed beaks. Research included 16 flocks on commercial farms, of which half consisted of birds with intact beaks and the other half of birds with trimmed beaks. Farms were visited regularly from the end of the rearing period (only ten of the 16 flocks were visited on the rearing farm) until the end of the laying period for scoring skin injuries and measurements of weight using a sample of 50 birds on average. During the rearing period, no significant differences in live weights and skin injuries were detected. During the laying period, significant difference in the mean weight of birds with intact beaks and trimmed beaks was only detected between 64 and 65 weeks of age. Birds with intact beaks weighed 1807.9 g, while birds with trimmed beaks weighed 1882.0 g on average. A total of 83.3% of the flocks with untrimmed beaks, and 66.7% of the flocks with trimmed beaks showed outbreaks of cannibalism. Flocks with intact beaks were affected on average at the age of 43.5 weeks, while the beak-trimmed layers were affected at the age of 53.3 weeks. The extent of injuries was significantly higher in flocks with untrimmed beaks. During outbreaks of cannibalism, 34% of the birds with intact beaks showed a maximal injury with lesions of 5 mm or more, compared with 20. 7% of the birds with trimmed beaks.

cannibalism
beak trimming
skin injuries
live weight

Zusammenfassung

In der Geflügelhaltung stellt Kannibalismus ein weit verbreitetes Problem dar und ist der Grund für das Schnabelkürzen bei Legehennen. Die vorliegende Studie sollte daher das Lebendgewicht und die durch Kannibalismus verursachten Hautverletzungen zwischen Legehennen mit intaktem und gekürztem Schnabel vergleichen. Die Studie umfasste 16 Herden aus Praxisbetrieben, wovon die eine Hälfte aus Tieren mit ungekürzten Schnäbeln und die andere Hälfte aus Tieren mit gekürzten Schnäbeln bestand. Die Betriebe wurden regelmäßig vom Ende der Aufzuchtphase (von den 16 Herden wurden 10 auch in der Aufzucht besucht) bis zum Ende der Legephase besucht um die Gewichtserfassung und die Beurteilung der Hautverletzungen an einer Stichprobe von durchschnittlich 50 Tieren durchzuführen. Während der Aufzuchtphase wurden keine signifikanten Unterschiede im Lebendgewicht und in den Hautverletzungen festgestellt. Während der Legephase wurden lediglich zwischen der Lebenswoche 64 und 65 signifikante Unterschiede im Lebendgewicht der Tiere mit ungekürzten und gekürzten Schnäbeln festgestellt. Die Tiere mit intaktem Schnabel wogen 1807,9 g, während die Tier mit gekürztem Schnabel durchschnittlich 1882,0 g wogen. Insgesamt zeigten 83,3 % der Herden mit ungekürztem Schnabel und 66,7 % der Herden mit gekürztem Schnabel einen Kannibalismusausbruch. Die Herden mit intaktem Schnabel waren durchschnittlich mit 43,5 Lebenswochen betroffen, während die Herden mit gekürztem Schnabel mit 53,3 Lebenswochen betroffen waren. Das Ausmaß der Verletzungen war bei den Herden mit ungekürztem Schnabel signifikant höher. Während des Kannibalismusausbruches zeigten 34 % der Tiere mit ungekürztem Schnabel eine Maximalverletzung von 5 mm oder mehr, verglichen mit 20, 7 % der Tiere mit gekürztem Schnabel.

Kannibalismus
Schnabelkürzen
Hautverletzungen
Lebendgewicht

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