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Kleintierpraxis

Magnetresonanztomographische Befunde des Myelons als prognostische Indikatoren bei Hunden mit kompressiven Bandscheibenvorfällen

Kleintierpraxis 55, 177-183

Publiziert: 04/2010

Zusammenfassung

Von 63 Hunden mit neurologischen Defiziten aufgrundeines Bandscheibenvorfalls im Hals- oder Rückenbereichwurden die Unterlagen und Befunde aus der magnetresonanztomographischenUntersuchung (MRT) retrospektivanalysiert (2003–2004). In der T2-gewichtetenSpinecho-Sequenz zeigten 28 Hunde eine intramedulläreHyperintensität im Bereich der vorgefallenen Bandscheibe.15 dieser Patienten wiesen zusätzlich eine Zentralkanalerweiterungauf, während sich bei den übrigen 35 Hundendas Myelon normointens darstellte. Die Erkrankungsdauerund der neurologische Status der Patienten hatten dabeikeinen signifikanten Einfluss auf die magnetresonanztomographischenBefunde des Rückenmarks. Allerdingswurde bei keinem plegischen Hund ohne Tiefenschmerzein normointenses Rückenmark vorgefunden. 55 Hundewaren nach der chirurgischen Dekompression symptomfreioder mit einer lediglich gering- bis mittelgradigen Ataxielauffähig. Bis zu einer Ausdehnung von einer Wirbellängehatten die intramedullären Läsionen keinen Einfluss auf denBehandlungserfolg. Jedoch schien die neurologische Besserungder Hunde mit einem normointensen Rückenmarktendenziell schneller fortzuschreiten als bei Patienten miteiner der beschriebenen Veränderungen.
Diskopathie
MRT
Rückenmark
hyperintense Läsion
Prognose

Summary

The prognostic significance of intramedullary magnetic resonanceimaging findings in canine compressive intervertebraldisk disease
Medical records and magnetic resonance images of63 dogs presented with neurological deficits resulting fromcervical or thoracolumbal intervertebral disk disease werereviewed (2003–2004). MRI revealed an intramedullaryhyperintensity in 28 of the 63 dogs adjacent to the area ofextruded disk material in the T2-weighted spinecho images.15 of these dogs additionally had an enlargement of thecentral canal. The remaining 35 dogs showed a normalsignal intensity of the spinal cord. The time span from onsetof neurological signs and the neurological status of thepatients had no significant influence on these MRI findings.However, in dogs without deep pain perception a normointensespinal cord never occurred. 55 dogs recoveredcompletely or regained the ability to walk with slight ataxiaafter surgical decompression. Intramedullary MRI findingsup to the length of one vertebral body had no significantinfluence on this outcome. However, there seemed to bean influence of spinal cord changes on recovery time, sincedogs with a normointense spinal cord tended to recoverfaster.
intervertebral disk herniation
MRI
spinal cord
hyperintenselesion
prognosis

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