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Leishmaniose-Therapie mit Kamille

Ein Wirkstoff aus der Natur als neues Medikament gegen Leishmanien? Eine Pilotstudie zur Therapie von Hunden mit (–)-α-Bisabolol zeigt vielversprechende Ergebnisse.

In der Leishmaniose-Therapie werden neue Wirkstoffe gebraucht. Mit der gängigen Kombinationstherapie aus N-Methylglucaminantimonat und Allopurinol oder Miltefosin und Allopurinol lässt sich keine vollständige Erregerelimination erreichen. Zudem nehmen die Resistenzen gegen Antimonate zu. Doch was könnte helfen?

Wirkstoff aus der Natur
(–)-α-Bisabolol ist ein Sesquiterpene, das in Kamilleessenzen in einer Konzentration von bis zu 50 Prozent enthalten ist. Es wird in der Kosmetik häufig genutzt, seine Sicherheit wurde an vielen Labortieren, inklusive Hunden, getestet. Nachdem in experimentellen Studien bei Labormäusen die In-vivo- Wirksamkeit bei viszeraler und kutaner Leishmaniose nachgewiesen wurde, testeten spanische Veterinärmediziner den Wirkstoff an einer kleinen Gruppe von Hunden, die sich auf natürlichem Weg mit Leishmaniose infiziert hatten.

Wirksam und ungiftig
Vier Hunde wurden mit (–)-α-Bisabolol behandelt, sechs mit N-Methylglucaminantimonat. Der Stoff aus der Kamille schnitt insgesamt besser ab: Er konnte bei drei von vier Hunden die Parasitenlast effektiv reduzieren, steigerte die Interferon-Expression und die behandelten Hunde zeigten keinerlei Anzeichen einer Toxizität. Eine größer angelegte klinische Studie wäre wünschenswert.

Originalpublikation:
Corpas-Lopéz V, Merino-Espinosa G, Acedo-Sánchez C, Díaz- Sáez V, Navarro-Moll MC, Morillas- Márquez F, Martín-Sánchez J (2018): Effectiveness of the sesquiterpene (–)-α-bisabolol in dogs with naturally acquired canine leishmaniosis: an exploratory clinical trial. Vet Res Commun. DOI 10.1007/s11259-018-9714-4.

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Bursotomie septischer Bursa podotrochlearis

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Nasenausfluss beim Pferd: Mikrobiologische Untersuchung bei Sinusitis

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