Pferd in Bewegung
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Der Praktische Tierarzt

Hygienemanagement in Pferdebetrieben – Ergebnisse einer Fragebogenstudie

Hygiene management in horse barns – results of a questionnaire

Der Praktische Tierarzt 101, 660–668

DOI: 10.2376/0032-681X-2018

Publiziert: 07/2020

Zusammenfassung

In der vorliegenden Arbeit sollte die gegenwärtige Praxis bezüglich des Hygienemanagements in Pferdebetrieben beschrieben und mit den Empfehlungen aus der aktuellen Literatur verglichen und kritisch diskutiert werden.

Hierzu wurden über einen Fragebogen Pferdebetriebe bezüglich der individuellen Hygienemaßnahmen kontaktiert. Neben etwaigen Angaben zum Betrieb sollten die Art der Pferdehaltung, Nutzung von Pferden, die Handhabung von Impfung und Entwurmung sowie der Umgang mit neu einzustellenden Pferden erfragt werden. Auch zu Reinigung, Desinfektion, Schädlingsbekämpfung sowie Kontakt zu anderen Pferden/Tieren sollten die Befragten Angaben machen.

Aufgrund einer eher mäßigen Rücklaufquote (32 befragte Betriebe insgesamt mit zehn vollständig auswertbaren Fragebögen) blieb die Auswertung auf die reine deskriptive statistische Auswertung beschränkt. Es wurde festgestellt, dass sich sowohl kleine (bis 20 Pferde) wie auch sehr große Betriebe (bis 350 Pferde) durchaus eines erhöhten Risikos für Infektionen bewusst sind und bereits präventiv Hygienemaßnahmen durchführen. Die Quantität und die Qualität dieser präventiven Hygienemaßnahmen divergieren jedoch deutlich und zeigen Verbesserungspotenzial.

Positiv hervorzuheben ist das in fast allen Betrieben den gesamten Bestand umfassende Impf- und Entwurmungskonzept. Auch haben die meisten Betriebe in den Bereichen Quarantäne sowie der Stallhygiene ein ausreichendes Hygienemanagement. Optimierungsbedarf besteht jedoch bei den Desinfektionsmaßnahmen, der Weidehygiene, der Schädlingsbekämpfung und der Verwendung von Pferdeequipment sowie für Entmistung und Gerätschaften. Das Einführen von einheitlichen Empfehlungen/Leitlinien für das Hygienemanagement in Pferdebetrieben erscheint sinnvoll.

Hygienemaßnahmen
Quarantäne
Impfung
Entwurmung
Desinfektion

Summary

In our publication we described the current hygiene-practices in horse barns and combined it with recommendations based on available literature and best practice. Therefor we have used questionnaires about hygiene management and sent it to different horse barns. The type of housing, feeding, vaccination and deworming protocols as well as handling of incoming horses was documented. Questions on cleaning and disinfection, pest control and contact to other horses/animals were also included.

Due to a moderate return rate (10/32 completed questionaires), descriptive analysis was performed. Independent of barn size (20-350 horses), owners were aware of an increased risk of infectious disease and had hygiene protocols. Quantity and quality of these preventive measures differed considerably and revealed opportunities for optimization. It must be pointed out that almost all horse barns operate with a vaccination and deworming strategy. Most of the barns also have an adequate pasture hygiene in their stables concerning mucking and cleaning. Need for optimization becomes obvious in disinfection and hygiene of the pasture, pest control and use of equipment for mucking and feeding. Other animals such as dogs and cats should be also excluded from horse barns more consistently. It seems to be useful to introduce uniform hygiene-management guidelines for horse barns in future.

hygiene measures
quarantine
vaccination
deworming
disinfection

Einleitung

Mit zunehmendem Bewusstsein um die Gefährdung unserer Pferdebestände rückt auch das Bemühen um ein gutes Hygienemanagement in den Mittelpunkt, um Tierseuchen wirkungsvoll bekämpfen zu können bzw. ihren Eintrag in einen Bestand gar nicht erst zu ermöglichen. Ziel der vorliegenden Arbeit war es deshalb, anhand einer Befragung unterschiedlicher Pferdebetriebe bezüglich ihrer Hygienemaßnahmen einen Einblick in die tatsächlich umgesetzten Maßnahmen zu erhalten. Das Hauptaugenmerk des Fragebogens lag dabei auf den Bereichen Impfung, Entwurmung, Entwesung, Reinigung und Desinfektion sowie Quarantänemaßnahmen im Betrieb.

Material und Methoden

Im Rahmen der vorliegenden Studie wurden Pferdebetriebe nach ihren Hygienemaßnahmen und ihrem -management befragt. Es sollte der Hygienestatus für jeden einzelnen Betrieb ermittelt werden, wobei es sich hierbei um Zucht-, Pensionspferdebetriebe und solche mit Mehrfachausrichtung (Zucht- und Pensionspferdebetrieb) handelte. Für die Befragung kamen nur Betriebe mit einem Bestand von mindestens 20 Pferden in Betracht. Weitere Einschränkungskriterien gab es nicht.

Inhalt des Fragebogens

In einem hierzu eigens entwickelten Fragebogen wurden folgende Punkte zum jeweiligen Hygienemanagement in den Betrieben erfragt:

  • allgemeine Angaben zur Betriebsgröße
  • Angaben zum Status der Pferde, die als betriebseigen oder Pensionspferde definiert werden sollten
  • Nutzungsart der Pferde
  • Management von Pferden, die neu in den Bestand kommen, und in diesem Zusammenhang: Angabe von Informationen über die neuen Pferde, bevor diesen der Kontakt zu den übrigen Pferden im Bestand erlaubt wird, und Angabe darüber, ob und wie lange die Pferde in Quarantäne verblieben
  • Erfragung, ob und in welcher Form die im Betrieb gehaltenen Pferde Kontakt zu Pferden aus anderen Betrieben haben, und Angabe, ob Kontakt zu anderen Tieren möglich war
  • Informationen zur Haltung, dem Entmistungsregime und dem Weidemanagement
  • Abfragen der Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen im Stall sowie von Trögen und Tränken
  • Erfragung von Entwesungsmaßnahmen (insbesondere zur Schadnager- und -insektenbekämpfung)
  • Auskunft darüber, ob jedes Pferd sein eigenes Equipment besitzt und ob, wie und wie oft dieses gereinigt wird
  • Angaben über Entwurmung und Impfungen
  • Ermittlung, ob die Möglichkeit zur Händehygiene besteht
  • Vorhandensein eines Quarantänestalls bzw. einer Quarantänebox
  • Angaben über das bisherige Vorkommen von Druse, Influenza- oder Herpesviren im Betrieb
  • Angabe bisheriger Infektionserkrankungen im Betrieb
  • wenn ja, Auskunft über eingeleitete Bekämpfungsmaßnahmen
  • wenn ja, Angabe, ob hiernach das Hygienemanagement verändert wurde

Der Fragebogen ist als Supplement angefügt und online verfügbar (Supplement 1).

Datenerhebung und Auswertung

Die Auswahl der Betriebe erfolgte durch bundesweite Internetrecherche und nach eigener Kenntnis der Autoren. Insgesamt wurden 32 Betriebe angefragt, wobei die Befragung mittels festgelegten Frageschemas in Form sowohl offener als auch geschlossener Antwortmöglichkeiten schriftlich per E-Mail (n = 20), fernmündlich als Telefonbefragung (n = 8) oder direkt im persönlichen Interview (n = 4) erfolgte. Die Rücklaufquote belief sich letztlich auf elf Fragebögen, von denen zehn vollständig ausgefüllt waren.

Die Teilnehmer wurden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Erhebung der Daten sowie der Umgang damit anonym und unter datenschutzrechtlichen Bedingungen erfolgte. Die Befragung erstreckte sich in einem zeitlichen Rahmen von vier Wochen, wobei die Rücklauffrist der via E-Mail befragten Betriebe auf 14 Tage beschränkt wurde. Die Daten wurden rein deskriptiv mithilfe des Computerprogramms Windows Excel ausgewertet.

Ergebnisse

Bestandgröße, Eigentumsverhältnisse und Nutzung der Pferde

Die Betriebsgröße der einzelnen Bestände reichte von 20 bis 350 Pferden. Unter den befragten Betrieben waren zwei, die nur betriebseigene Pferde hielten, und ein Betrieb, der wiederum nur Pensionspferde hielt. Die Mehrzahl der Betriebe hingegen (n = 7) hielt sowohl eigene wie auch Pensionspferde. Die Nutzungsart der Pferde war in den meisten Betrieben (n = 9) unterschiedlich: Vier Betriebe hielten Zucht- und Sportpferde, drei dagegen Sport- und Freizeitpferde und zwei weitere Betriebe hielten Zucht-, Sport- und Freizeitpferde. Ein Betrieb hielt ausschließlich Freizeitpferde. Auch wurde angegeben, dass sieben Betriebe auf betriebseigenen Pferden Reitunterricht erteilten.

Einstellen neuer Pferde

Wie oft neue Pferde in den Bestand eingestellt wurden, war sehr unterschiedlich und reichte von einem bis zwölf neuen Pferden jährlich. Fast alle Betriebe (n = 9) stallten die neuen Pferde zuerst getrennt von den anderen auf. Dabei reichte die Dauer der räumlich getrennten Aufstallung von zehn Tagen bis zu sechs Wochen. Mehr als die Hälfte der Betriebe (n = 6) hielt neue Pferde für den Zeitraum von zwei Wochen getrennt von anderen Pferden. Einer der Betriebe beließ neue Pferde für zehn Tage, ein Betrieb für vier Wochen, ein weiterer für sechs Wochen in Quarantäne. Die meisten Betriebe überprüften vor dem Einstallen neuer Pferde den Impfstatus (n = 9) sowie den Parasitenstatus bzw. den Zeitpunkt der letzten Entwurmung (n = 8). Über 50 % der Betriebe informierten sich außerdem über den Herkunftsstall des Pferdes, bezüglich Impfregime, Entwurmungsmanagement und ansteckenden Infektionserkrankungen (n = 6), bei vier Betrieben wurde ein Gesundheitszeugnis vom Tierarzt verlangt (siehe Abb. 1).

Direkter Kontakt zu Pferden anderer Betriebe und zu anderen Tieren

Sechs der befragten Betriebe hatten in ihrem näheren Umkreis (d. h. von 1 km) andere Pferdebetriebe als Nachbarn. Pferde aus acht der befragen Betriebe hatten regelmäßig direkten Kontakt zu Pferden aus den Nachbarschaftsbetrieben. Außerdem fanden in den meisten Betrieben (n = 8) regelmäßig Veranstaltungen mit betriebsfremden Pferden statt. Mehr als 50 % der befragten Betriebe nahmen außerdem für kürzere Zeit betriebsfremde Pferde bei sich auf, hier wurden diese jedoch getrennt von den bestandseigenen untergebracht. In allen Beständen bestand dagegen die Möglichkeit des Kontakts zu anderen Tieren. Hunde waren in allen Betrieben erlaubt. Sieben Betriebe hatten Katzen. Auch Wildvögel wurden in den Stallungen von neun Betrieben geduldet. Andere landwirtschaftliche Nutztiere kamen dagegen in der unmittelbaren Umgebung bei der überwiegenden Anzahl der Betriebe nicht vor.

Haltungsformen und Entmistung

Wie aus Abbildung 2 zu entnehmen ist, hielten alle Betriebe einen Teil der Pferde in Einzelboxen, fünf Betriebe dagegen stallten einige ihrer Pferde auch in Paddockboxen auf und die Hälfte der Betriebe brachte einen Teil der Pferde in Gruppenlaufställen unter. In drei Betrieben wurden einige Pferde ganzjährig auf Weiden gehalten, zwei Betriebe dagegen brachten ihre Pferde im Offenstall unter. Die meisten Betriebe (n = 8) zeichneten sich durch verschiedene Haltungsformen aus. Von sechs Betrieben, in denen Zucht- und anders genutzte Pferde gehalten wurden, hielten vier die Zuchtpferde getrennt von den übrigen Pferden. Wiederum die meisten Betriebe (n = 8) entfernten täglich Kot und nasse Einstreu aus den Boxen (Wechselstreuverfahren). Ein Betrieb nutzte Matratzenstreu und ein anderer beide Verfahren. Die Angaben, wie oft der Stall dabei komplett entmistet wird, waren sehr unterschiedlich und zum Teil nicht auswertbar. So gaben zwei Betriebe an, den Stall zweimal wöchentlich komplett zu entmisten, ein anderer hingegen, den Stall einmal monatlich komplett zu leeren. Zwei andere Betriebe misteten den Stall nur einmal jährlich, ein anderer tat dies drei- bis viermal jährlich. Die übrigen drei Betriebe machten keine genauen Angaben zu dieser Frage.

Paddock- und Weidemanagement

In neun Betrieben wurde den Pferden Auslauf auf Paddocks gewährt. In sieben der Betriebe wurde der Kot täglich von den Paddocks entfernt, die beiden übrigen entfernten ihn einmal wöchentlich. Neun Betriebe ermöglichten den Pferden überdies Weidegang. Die Hälfte nutzte ihre Weiden dabei als Standweide, vier Betriebe nutzten sie dagegen im Umtriebsverfahren bzw. ein Betrieb nutzte seine Weiden als Portionsweiden. Acht Betriebe pflegten ihre Weiden dahingehend, dass die Weiden nachgemäht (n = 6), gekalkt und Geilstellen zusätzlich nachgemäht wurden (n = 5) sowie der Kot regelmäßig entfernt wurde (n = 2). Drei Betriebe produzierten Heu auf den Pferdeweiden, drei düngten ihre Weiden mit Pferdemist.

Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen

In den meisten Betrieben wurden in regelmäßigen Abständen (Zeiträume siehe Abb. 3) Reinigungsmaßnahmen neben dem täglichen Misten und Fegen durchgeführt. Acht Betriebe verwendeten hierzu bei der Reinigung Hochdruckreiniger. Mehr als die Hälfte der Betriebe (n = 7) führten ferner regelmäßig Desinfektionsmaßnahmen in ihren Stallungen durch. Die Häufigkeit von Reinigung und Desinfektion war dabei sehr unterschiedlich, wie in Abbildung 3 wiedergegeben.

Die Hälfte der Betriebe reinigten Tränken und Futtertröge regelmäßig, 50 % der Betriebe taten dies individuell erst bei sichtbarer Verschmutzung. In zwei Betrieben wurde täglich gereinigt, in einem zwei- bis dreimal wöchentlich. Ein Betrieb machte Tränke und Tröge einmal in der Woche sauber. Drei Betriebe reinigten Tröge und Tränken dagegen seltener als einmal im Monat und sechs Betriebe desinfizierten zusätzlich. Dies erfolgte in zwei Betrieben häufiger als viermal, in einem einmal und in zwei Betrieben weniger als einmal im Jahr. Vier Betriebe verwendeten zur Entmistung und zur Futterbereitung unterschiedliche Gerätschaften (Gabeln, Schaufeln und Schubkarren).

Bekämpfung von Schadnagern und -insekten

In neun Betrieben wurden Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen angewandt. Die Bekämpfung von Insekten erfolgte in den Betrieben sehr unterschiedlich und reichte von der Anbringung von Klebe- und/oder elektrischen Fallen in Stallgebäuden über Fliegenfallen auf der Weide bis zur Bekämpfung von Insekten durch professionelle Schädlingsbekämpfer. Vier Betriebe gaben an, eine hohe Insektenbelastung zu haben. Dabei befanden sich große stehende Gewässer in der Nähe von dreien dieser Betriebe. Alle vier Betriebe führten Bekämpfungsmaßnahmen durch, wobei ein Betrieb professionelle Schädlingsbekämpfer beauftragte. Ein anderer bekämpfte Insekten durch Fliegenfallen auf der Weide. Drei Betriebe verwendeten Klebefallen und ein weiterer Klebefallen sowie elektrische Fallen in den Stallungen. Bekämpfungsmaßnahmen anderer Schädlinge waren ebenfalls sehr unterschiedlich und reichten von biologischen Verfahren über physikalische mittels Fallen bis hin zu chemischen durch die Verwendung von Fraßködern, welche vom Kammerjäger durchgeführt wurden. Ein Betrieb setzte Frettchen gegen Schadnager ein, fünf andere dagegen bekämpften Ratten gezielt mit Giftködern. Ein Betrieb führte jährlich eine Ausgasung seines Stalls durch.

Equipment

Bei der Hälfte der Betriebe verfügte jedes Pferd über ein eigenes Equipment (Halfter, Strick, Putzzeug, Sattel, Trense, Decke(n) und Gamaschen). In acht Betrieben wurde das Equipment regelmäßig gereinigt. Angaben, welche Ausrüstung wie und wie oft gereinigt wurde, waren sehr unterschiedlich und z. T. nicht auswertbar. In sechs Betrieben wurden die Pferdedecken gewaschen, vier reinigten auch das Putzzeug. In drei Betrieben wurde das Equipment zudem desinfiziert.

Entwurmung und Impfung

Fast alle Betriebe (n = 9) verfolgten ein einheitliches Entwurmungskonzept. Dabei entwurmten sechs Betriebe strategisch, vier hiervon wiederum entwurmten viermal im Jahr, zwei dreimal. Zwei Betriebe entwurmten zwar alle Pferde zeitgleich, aber nur einmal jährlich. Nur ein Betrieb entwurmte selektiv nach Ergebnis einer Kotuntersuchung, wobei dort lediglich einmal jährlich Kot untersucht wurde.

In acht Betrieben wurde überdies einheitlich gegen Tetanus und Influenza geimpft. In den Betrieben, in denen Zuchtstuten gehalten wurden (n = 6), wurden diese auch regelmäßig gegen Herpesviren geimpft.

Hygiene und Infektionskrankheiten

In jedem Betrieb war es möglich, sich die Hände zu waschen (Handwaschbecken, Seife, Abtrocknung), in sechs Betrieben bestand auch eine Einrichtung zur Handdesinfektion. Sieben Betriebe verfügten über einen Quarantänestall oder eine -box. In vier Betrieben war bereits eine Infektionskrankheit in der Vergangenheit ausgebrochen, wovon es sich in drei Betrieben um Druse und in einem um einen Herpesvirusausbruch handelte. Drei dieser Betriebe haben zum Zeitpunkt des Ausbruchs erkrankte und verdächtige Pferde isoliert, alle vier Betriebe haben den Tierverkehr eingestellt. Drei der Betriebe haben zudem den Personenverkehr eingeschränkt. In drei Betrieben wurden Kontaktplätze von Pferden, Reithallen, Putz- und Waschplätze vorsorglich gesperrt und ein federführender Tierarzt benannt. Auch wurden in drei Betrieben separate Kleidung oder Schutzkleidung getragen sowie Desinfektionsmöglichkeiten für Schuhe eingerichtet. Beim Herpesausbruch wurden zusätzlich tragende Stuten vorsorglich geimpft und nach Ausbruch der Krankheit wurden in den Betrieben Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt. Zwei der vier Betriebe änderten nach dem Ausbruch der Krankheit das künftige Hygienemanagement. In einem Betrieb wurden ein neues Impfschema sowie eine striktere Trennung von Zuchtstuten und anderen Tieren neben zusätzlichen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen eingeführt. Ein anderer Betrieb richtete eine Quarantänebox für die Quarantäne der künftigen Neuzugänge ein.

Diskussion

Zur Stallhygiene in Pferdebetrieben gehört eine Vielzahl von Maßnahmen. Regelmäßige Impfungen und Entwurmungen des Bestandes sowie regelmäßige Reinigung und Desinfektion, insbesondere auch im Falle einer Infektion, spielen ebenso eine Rolle wie die Bekämpfung von Schädlingen. Einige dieser Maßnahmen werden regelmäßig prophylaktisch durchgeführt, andere Maßnahmen nur bei Bedarf. Um einen Eindruck über die tatsächliche Umsetzung in der Praxis zu erhalten, wurde eine Befragung von Betrieben durchgeführt. Die Analyse aktueller Hygieneverfahren in deutschen Pferdebetrieben erschien uns gerade in der heutigen Zeit (hohe Mobilität im Pferdesport, häufiger Stallwechsel, vermehrtes Auftreten von multiresistenten Keimen, häufiges Auftreten klassischer Infektionskrankheiten wie Druse und Herpes) interessant. Leider war die Rücklaufquote vollständig ausgefüllter Fragebögen und somit die Anzahl der befragten Betriebe sehr gering. Die größte Rücklaufquote wurde mit der Befragung durch direkte Interviews erreicht. So konnten diese Betriebe zuverlässig anhand des Fragebogens zu ihrem Hygienemanagement befragt werden. Auch die direkte telefonische Anfrage der Betriebe führte bei 75 % zu einer Beantwortung aller Fragen. Somit ergab sich die geringste Rücklaufquote mit der schriftlichen Befragung. Auch die Anfrage per E-Mail wurde nur unzureichend beantwortet. Insgesamt ist die Rücklaufquote jedoch als eher schlecht einzustufen, was eine nur eingeschränkt repräsentative Auswertbarkeit der Ergebnisse erwarten ließ. Zu der negativen Rücklaufquote trägt sicherlich auch das schlechte Image des gewählten Themas bei. Kein Betrieb möchte sich gern ein unzureichendes Hygienemanagement attestieren lassen. Daran konnte auch die Zusage einer anonym gehaltenen Befragung wenig ändern. Außerdem wurde anhand der oft mannigfaltigen Antworten auf offen gehaltene Fragen erst während der Auswertung deutlich, dass Fragen zum Teil anders und detaillierter hätten gestellt bzw. erklärt werden müssen. Vor diesem Hintergrund war eine statistische Auswertung der Daten nicht möglich und es wurde sich deshalb allein auf eine deskriptive Auswertung beschränkt. Trotzdem zeigten sich einige interessante Aspekte, vor allem auch Unterschiede im Hygienemanagement der teilnehmenden Betriebe, die wir nachfolgend diskutieren möchten.

Die Betriebsgröße der Studienteilnehmer war insgesamt sehr heterogen, wobei die meisten Betriebe nicht nur eigene, sondern auch Pensionspferde halten und dadurch verschiedene Personen regelmäßig das Betriebsgelände betreten. Somit ist es wichtig, Hygienemaßnahmen festzulegen, durchzuführen und einzuhalten (FN 2017a). Sie sollten für jeden Bestand individuell und den lokalen Gegebenheiten entsprechend aufgestellt sein (BAuA 2017, GPM 2019, FN 2017a). Dies ist in fast allen Betrieben, die zu dieser Studie befragt worden sind, der Fall. Zudem werden gerade in den Betrieben, in denen Zuchtstuten gehalten werden, diese getrennt von den übrigen Pferden aufgestallt, was wiederum Empfehlungen in der Literatur, wie etwa von Winter (2017), entspricht. Ebenfalls positiv muss in diesem Zusammenhang bewertet werden, dass der überwiegende Teil der Betriebe (n = 9 bzw. n = 8) vor dem Einstellen neuer Pferde den Impf- und Entwurmungsstatus bzw. den Zeitpunkt der letzten Entwurmung hinterfragt. Dagegen verlangen nur weniger als die Hälfte der Betriebe ein tierärztliches Gesundheitszeugnis, wie von der FN (2017a) empfohlen. Dies ist als eher ungünstig zu werten, da so der Einschleppung von Krankheiten nicht ausreichend entgegengewirkt wird. Auch holen nur etwas mehr als die Hälfte der Betriebe Informationen aus dem Herkunftsbetrieb neu aufzustallender Pferde ein, was ebenfalls aus dem gleichen Grund als unzureichend eingeordnet werden muss. Hingegen positiv kann der Umstand gewertet werden, dass die Unterbringung in einem Quarantänestall/einer Quarantänebox in den allermeisten Betrieben geschieht, was laut Angaben der AAEP (2017), der FN (2017a) wie auch der StIKo Vet (2019) den wirkungsvollsten Schutz darstellt. Auch die empfohlene Mindestdauer der Quarantäne wird in diesen Betrieben eingehalten.

Die zur Studie befragten Bestände wiesen häufig durch ihre unmittelbare Nähe zu Nachbarbetrieben ein Risiko für die Infektion mit einer ansteckenden Krankheit auf. Dieses Risiko wird durch den häufigen Kontakt zu Pferden aus anderen Betrieben sowie das Durchführen von Veranstaltungen mit Pferden aus fremden Beständen auf dem Betriebsgelände zusätzlich erhöht. Dagegen gut gehandhabt wurde die Unterbringung von Besuchspferden, welche separiert von den betriebseigenen Pferden erfolgte. Dies lässt annehmen, dass sich die Betriebe der Gefahr der Keimeinschleppung in besonderem Maße bewusst waren.

Kritisch bewertet hingegen werden muss die Duldung von Hunden in den Betrieben, da Hunde ein Vektor übertragbarer Krankheiten sein können (z. B. Dermatophilosen). Inwiefern Hunde auf dem Betriebsgelände frei umherlaufen dürfen und ihnen Zutritt zu allen Bereichen gewährt wird, wurde dabei nicht erfragt. Idealerweise sollte Hunden das Betreten von Stall bzw. Boxen nicht gestattet sein. In den meisten Betrieben wurden Katzen gehalten, die zwar der Schadnagerbekämpfung dienten, allerdings gleichermaßen Vektoren darstellen. Darüber hinaus ist als noch viel kritischer die Duldung von Vögeln in den Stallungen bei neun von zehn Betrieben zu werten, da sie ebenfalls Infektionserreger von außen eintragen können (Methling 2002). Eine gezielte Befragung, ob sich die Betreiber der verschiedenen Risiken bewusst waren, erfolgte nicht.

Durch die Boxenhaltung wird der Kontakt der Pferde untereinander sowie zu Ausscheidungen der einzelnen Tiere in allen Betrieben wirkungsvoll eingedämmt. Dies kollidiert aber mit der Auffassung einer artgerechten Unterbringung, die eine reine Boxenhaltung als unangemessen ansieht (BMELV 2009b). Die Gefahr der Erregerausbreitung wurde in den befragten Betrieben jedoch minimiert, weil im überwiegenden Teil der Bestände ein Wechselstreuverfahren angewendet wurde (n = 8) und die Paddocks zumeist täglich entmistet wurden (n = 7). Nachbesserungen sollten für das Weidemanagement gefordert werden. Hier ist die Standweide nach wie vor das dominierende Modell, das aus hygienischer Sicht nach Ilchmann (2007) als ungeeignetste Methode angesehen werden muss. Umtriebs- wie Portionsweiden gelten demnach als besser geeignet. Hinzu kommt außerdem, dass in nur drei Betrieben regelmäßig der Kot von den Weiden entfernt wurde, was eines der größtmöglichen Risiken für die (Re-)Infektion mit Endoparasiten darstellt (Nielsen et al. 2014, Rendle et al. 2019). Kot sollte nach Auffassung von Ilchmann (2007) regelmäßig (also mehrmals wöchentlich) von den Weiden entfernt werden. In diesem Zusammenhang ist auch die in drei Betrieben stattfindende Düngung mit betriebseigenem Mist als sehr kritisch zu werten und abzulehnen, so denn nicht eine entsprechend ausreichend lange Mistlagerung vorausgegangen sein sollte. Dies wurde hier jedoch nicht detailliert hinterfragt. Die ergriffenen Weidepflegemaßnahmen stellen hingegen ein wichtiges prophylaktisches Instrument in der Endoparasitenbekämpfung dar (AAEP 2019, ESCCAP 2019, Ilchmann 2007) und wurden von einem überwiegenden Teil der Betriebe (n = 8) in der einen oder anderen Weise durchgeführt.

Erfreulicherweise wurden in den meisten Betrieben Reinigungsmaßnahmen (unter Verwendung von Hochdruckreinigern) in den Ställen regelmäßig durchgeführt. Dies entspricht u. a. Empfehlungen von Hoy et al. (2016) und ist damit positiv zu werten. Bei der Anwendung von Hochdruckreinigern ist zu beachten, dass diese nicht in Stallungen von Pferden mit bekannten Infektionserkrankungen verwendet werden sollten, da es zu Aerosolbildung kommt und Infektionserreger dadurch leichter übertragen werden können. Die Desinfektion von Tränken und Trögen sollte dagegen besser ausgeführt und separate Geräte für Futterbereitung/-zustellung und Entmistung in den Betrieben eingeführt werden. Dies war bei 60 % der befragten Betriebe bislang nicht der Fall, obwohl aus der Literatur bekannt ist, dass dies entscheidend zur Minderung von Keimdruck und Infektionsrisiko beiträgt (Zucker 2017).

Die Qualität der in den befragten Betrieben durchgeführten Schädlingsbekämpfung war sehr unterschiedlich. Einige Betriebe setzten gezielt Katzen zur Mäusebekämpfung ein und unterschätzten damit scheinbar die Gefahrenverlagerung auf den Vektor Katze (Hoy et al. 2016). Andere wenige Betriebe ließen die Schädlingsbekämpfung von professionellem Fachpersonal vornehmen, was deutlich positiver zu bewerten ist. Die Bekämpfung von Insekten wiederum war noch deutlicher abhängig von der individuell bestehenden Belastung, die vorrangig auf das Vorkommen von stehenden Gewässern zurückzuführen scheint. Nicht umsonst rät Ilchmann (2007) zur Trockenlegung von Weideflächen, um Insekten wirkungsvoll zu bekämpfen.

Ein besonderes Defizit bestand in vielen Betrieben bei der Verwendung von pferdeeigenem Equipment, denn nur 50 % der Betriebe räumten jedem einzelnen Pferd eine eigene Ausrüstung ein. Dies widerspricht eindeutig den von der FN herausgegebenen Empfehlungen (AAEP 2017, FN 2017a), die die Gefahr einer gemeinsamen Nutzung in der potenziellen Übertragung von Krankheiten sieht. Positiv zu werten ist dagegen der Umstand, dass die Mehrzahl der Betriebe angab, das Equipment regelmäßig zu reinigen, wobei die Qualität der Hygienemaßnahmen in diesem Zusammenhang nicht weiter hinterfragt wurde.

Außerordentlich günstig wirkt sich für die Prävention der Einschleppung und Verbreitung von Infektionserkrankungen dagegen die flächendeckende Impfung gegen Influenza aus (Barton und Gehlen 2013). Auch die regelmäßige Impfung gegen Herpesviren, vorrangig in den Zuchtbetrieben, ermöglicht einen guten Schutz der Pferde. So wird es in den Leitlinien der StIKo Vet (2019) vorgeschlagen und wurde in der Studienpopulation weitestgehend befolgt. Auch das Bewusstsein über die Notwendigkeit eines durchgeführten Endo­parasitenmanagements bei den Betrieben sollte positiv bewertet werden und entspricht den Empfehlungen von Ilchmann (2007), der FN (2017b), der AAEP (2019) und der ESCCAP (2019).

Es war zwar in allen Betrieben die Möglichkeit zum Händewaschen, jedoch keine Möglichkeit für die Händedesinfektion vorhanden. Dabei geht aus vielen Untersuchungen hervor, dass die Händedesinfektion ein wichtiges Werkzeug zur Verhinderung der Keimübertragung darstellt (AAEP 2017, Aiello und Larson 2002, FN 2017a, Kramer et al. 2006). Auch sollte in jedem Bestand eine Quarantäneeinrichtung vorhanden sein bzw. die Möglichkeit dazu bestehen und nicht, wie in der vorliegenden Arbeit, nur bei rund 70 % der Betriebe (FN 2017a). Die Quarantäne ist ein wirkungsvolles Instrument, um die Einschleppung von Krankheiten und die Seuchenausbreitung in einem Bestand weitestgehend zu verhindern (AAEP 2017, Brehm et al. 2017, FN 2017a). Fast die Hälfte der Betriebe konnte dabei auf einen stattgefundenen Infektionsausbruch zurückblicken, was sich sicherlich günstig auf das Vorhandensein von Quarantäneeinrichtungen und das allgemeine Hygienemanagement ausgewirkt haben könnte. Dabei waren der Umgang mit Erkrankungen und den diesbezüglich ergriffenen Maßnahmen sehr unterschiedlich. Wurde in nur einem Betrieb sämtlichen Empfehlungen für das Verhalten im Seuchenfall entsprochen, wurde in zwei Betrieben zumindest die Hälfte der empfohlenen Maßnahmen durchgeführt. In einem Betrieb dagegen wurde den Empfehlungen kaum Bedeutung beigemessen. Nachhaltig wurde anschließend bei der Hälfte der Betriebe, bei denen bereits eine Infektionskrankheit ausgebrochen war (n = 2), dauerhaft das Hygienemanagement verändert.

Zusammenfassung

Der Umgang mit neu in den Stall zu verbringenden Pferden war in den meisten Betrieben hinsichtlich der Einhaltung von Quarantänemaßnahmen, der Überprüfung von Impf- und Entwurmungsstatus als gut zu bewerten. Empfohlen werden sollte jedoch, dass noch mehr Betriebe ein Gesundheitszeugnis vor dem Einstallen fordern und mehr Informationen über den Herkunftsstall der Pferde eingeholt werden sollten (z. B. ergänzende Angaben zum Kaufvertrag oder Einstellungsvertrag).

Die Stallhygiene kann weitestgehend als zufriedenstellend, die Hygiene der Weideflächen jedoch im Zuge der Nutzung als Standweiden als mehrheitlich unzureichend beurteilt werden. Hier besteht Bedarf in der Änderung des Managements hin zu Umtriebs- und Portionsweidehaltung. Limitierend wirken sich hier vermutlich häufig auch die nur begrenzt zur Verfügung stehenden Weideflächen aus. Auch sollte die Desinfektion von Stallungen, Trögen und Tränken deutlicher ins Bewusstsein treten und regelmäßiger durchgeführt werden. Ebenso müssen die Verwendung des Equipments und die Trennung von Futter- und Entmistungsgerätschaften weiter optimiert werden.

Zwar erfolgen Impfungs- und Entwurmungsmaßnahmen überwiegend bestandsdeckend und gewähren einen guten Herdenschutz, Optimierungsbedarf bestand jedoch in den meisten Betrieben in der Schadnagerbekämpfung. Auch sollte die Möglichkeit zur angemessenen Händedesinfektion in allen Betrieben Standard werden.

Fazit für die Praxis

Inwieweit sich die befragten Betriebe des erhöhten Infektionsrisikos bewusst waren und konkret um begünstigende Faktoren wie den Kontakt zwischen den Pferden, zu Personal, anderen Tieren, die Existenz von Schadnagern und Insekten, aber auch Kontakt zu Hunden und Katzen wissen, bleibt im Detail unklar, da hiernach nicht dezidiert gefragt wurde. Die Befragung zeigt jedoch, dass die meisten Betriebe präventiv Hygienemaßnahmen durchführen, die allerdings in Quantität und Qualität deutlich divergieren und deshalb Potenzial zur Optimierung und Vereinheitlichung haben.

Die meisten Betriebe wiesen in den Bereichen Quarantäne, Entmistung und Reinigung ein ausreichendes Hygienemanagement vor, Optimierungsbedarf bestand insbesondere bei den Desinfektionsmaßnahmen und der Verwendung von individuellem Pferdeequipment und Gerätschaften. Hier wäre eine vereinheitlichende Empfehlung/Hygienemanagement-Leitlinie für Pferdebetriebe sinnvoll.

Conflict of interest

Die Autoren erklären, dass keine wirtschaftlichen oder persönlichen Verbindungen zu anderen Organisationen und Einrichtungen bestehen, die die Ergebnisse der Studie und den Artikel beeinflussen könnten.

Ethische Anerkennung

Die Autoren versichern, während des Entstehens der vorliegenden Arbeit die allgemeingültigen Regeln Guter Wissenschaftlicher Praxis befolgt zu haben.

Funding

Nicht erforderlich.

Autorenbeitrag

Konzeption der Arbeit, Dateninterpretation, Manuskriptentwurf, kritische Revision des Artikels, endgültige Zustimmung der für die Veröffentlichung vorgesehenen Version: HG.

Design der Arbeit, Datenerhebung, Datenanalyse: SB.

Über die Autorin: Heidrun Gehlen

Studium der Veterinärmedizin in München und Hannover, Promotion an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover, Tätigkeit als Assistentin und Oberassistentin in Hannover und der Schweiz. 2006 Habilitation an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover. 2008–2012 Professur für Innere Medizin beim Pferd, Klinik für Pferde, Zentrum für Klinische Tiermedizin der Ludwig-Maximilians Universität München.
Seit 2012: Professur für Innere Medizin beim Pferd, Klinik für Pferde, Allgemeine Chirurgie und Radiologie, Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin.

Korrespondenzadresse

Prof. Dr. Heidrun Gehlen, Dipl. ECEIM, Klinik für Pferde, Allgemeine Chirurgie und Radiologie der Freien Universität Berlin, Oertzenweg 19b, 14163 Berlin, Heidrun.Gehlen@fu-berlin.de

Literatur

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American Association of Equine Practitioners (AAEP) (2019): AAEP – Parasites control guidelines.  https://aaep.org/guidelines/parasite-control-guidelines.
Aiello AE, Larson EL (2002): What is the evidence for a causal link between hygiene and infections? Lancet Infect Dis 2: 103–110.
Barton AK, Gehlen H (2013): Virale Erkrankungen der tiefen Atemwege beim Pferd. Prakt Tierarzt 94(5): 4–18.
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) (2017): TRBA 260 Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen in der Veterinärmedizin und bei vergleichbaren Tätigkeiten. Technische Regel für Biologische Arbeitsstoffe, Gemeinsames Ministerialblatt 2017, Nr. 52–53.
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) (2009a): Richtlinie des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über Mittel und Verfahren für die Durchführung der Desinfektion bei anzeigepflichtigen Tierseuchen. https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Tier/Tiergesundheit/Tierseuchen/Desinfektionsrichtlinie.html.
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Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft (DVG) (2020): DVG-Desinfektionsmittelliste für den Tierhaltungsbereich. https://www.desinfektion-dvg.de/index.php?id=1800.
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Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) (2019): Leitlinie zur Impfung von Pferden. StIKo Vet am FLI, Stand 01.02.2019.
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