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Katzen jagen, was ihnen vor die Nase kommt.
Foto: losonsky - stock.adobe.com
Auf dem Speiseplan jagender Katzen stehen zahlreiche gefährdete Arten.

Jagdverhalten 

Hauskatzen als Gefahr für die Artenvielfalt

Eine US-Studie zeigt: Freilaufende Hauskatzen zählen zu den problematischsten invasiven Arten weltweit.

Eine aktuelle Studie amerikanischer Forscher zeigt, dass Hauskatzen als obligate Carnivoren tatsächlich wahllose Jäger sind und alles fressen, was ihnen vor die Schnauze kommt – Vögel, Insekten, Amphibien. Dabei machen sie natürlich nicht vor gefährdeten Arten Halt, was freilaufende Katzen, im Angesicht ihrer weltweiten Verbreitung, zu  problematischen invasiven Räubern macht.

Katzen gefährden die Artenvielfalt

In einer Meta-Analyse nahmen Christopher Lepczyk und sein Team von der Auburn University, USA mehr als fünfhundert Studien unter die Lupe, die über 2.000 Arten von Beutetieren weltweit erfassten. Grund zur Sorge ist den Forschenden zufolge der hohe Anteil gefährdeter Arten, die auf dem Speiseplan der Katzen stehen.

Freigang verboten

Katzen in der Stadt Walldorf wurde mit sofortiger Wirkung der Freigang verboten. Der Katzen-„Hausarrest“ soll dem Schutz der bedrohten Haubenlerche dienen.
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347 der für die aktuelle Studie erfassten Arten seien auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN aufgeführt. Katzen werden demnach bereits mit dem möglichen Aussterben zahlreicher Vögel, Säugetiere und Reptilien in Verbindung gebracht. Ebenso kommt es durch Hauskatzen zur Verdrängung und Beeinflussung zahlreicher Arten sowie zur Übertragung von Krankheitserregern auf Wildtiere. Allein in Deutschland leben derzeit mehr als 15 Millionen Katzen, welche jedes Jahr Millionen Vögel erbeuten. Hierfür bedürfe es Initiativen, welche die Auswirkungen der Jagd freilebender Katzen reduzieren. 

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Hybridkatzen

Savannah und Karacat: Wildkatzen im Wohnzimmer

Wildkatzen wie Serval oder Karakal sind wunderschöne, elegante Raubtiere. Durch Kreuzung mit Hauskatzen sollen sie zum Heimtier werden. Doch die Haltung der Hybriden ist problematisch.

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Schädelknochen: Wild-Hauskatzenhybriden/Europäische Wildkatze (Felis silvestris) und domestizierte Katze (Felis catus)
Foto: Raffaela Lesch, National Museums Scotland

Selektionsdruck

Hauskatze: Kleineres Hirnvolumen durch Domestikation

Mensch lass Hirn regnen: Hauskatzen haben ein kleineres Hirnvolumen als ihre wilden Vorfahren. 

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Bengalkatzen: Im Rasse-Ranking der Studie sind die gefleckten Schönheiten auf dem ersten Platz und somit am wenigsten stubenrein.
Foto: Aleksandr Volchanskiy - stock.adobe.com

Verhalten

Stubenunreinheit bei Hauskatzen

Wenn die Katze nicht auf das Katzenklo geht, gibt es häufig gute Gründe dafür – und diese sollten nicht unter den Badteppich gekehrt werden.

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Die Taumelkrankheit tritt sporadisch bei Freigängern auf. Ein Reservoir gibt es an der deutschen Ostsee.
Foto: Simon Gayer – Fotolia.com

Gehirnentzündung

Das Rustrela-Virus ist der Erreger der Taumelkrankheit der Katze

Ein erst 2020 entdecktes Virus verursacht die Staggering Disease der Hauskatze. Das Virus ist in Europa wohl weiter verbreitet als bisher gedacht.