Blonde Frau denkt über Geld nach
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Kassensturz

Finanzplanung: Heute noch loslegen!

Vor allem Frauen schieben das Thema Finanzen gerne auf die lange Bank. Wir zeigen, wie sich Tierärztinnen einen ersten Überblick verschaffen.

Finanzielle Unabhängigkeit, ein schönes Wort. Leider kommt diese nicht von selbst ums Eck und entsteht auch nicht über Nacht. „Aber ich habe ja gar nichts, was ich sparen könnte“, ist eine beliebte Ausrede, vor allem bei schlecht verdienenden Anfangsassistenten. Das stimmt nur begrenzt, denn der „Coffee to Go“ alle zwei Tage ist meist auch drin. Vor dem Hintergrund von Gender-Pay-Gap, Kinderbetreuungszeiten und der sich häufig anschließenden Teilzeitbeschäftigung ist es insbesondere auch für Tierärztinnen wichtig, das Thema Finanzen aktiv anzugehen.

Eine erste Bilanz ziehen

Wissen Sie, wohin Ihr Gehalt jeden Monat verschwindet? Gerade wenn Ihnen der Spruch „Warum ist am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig“ unangenehm bekannt vorkommt, sollten Sie beginnen, über einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten konsequent Haushaltsbuch zu führen, um sich einen ersten Überblick über regelmäßige Ausgaben zu verschaffen. Das kann klassisch auf Papier, in einer Excel-Tabelle oder moderner mit einer App wie z. B. Monefy sein. Danach wird ausgewertet und der Rotstift gezückt: Welche Ausgaben sind unnötig  bzw. könnten eingespart werden? Worauf wollen Sie bewusst mal eine bestimmte Zeit verzichten und wie belohnen Sie sich dafür?

Die nackte Wahrheit: Konto-Sturz

Weiter geht es, Hosen runter: Wie viel Geld befindet sich derzeit auf Ihren Konten? Sind Schulden vorhanden? Gibt es Sparbücher, Strümpfe oder sonstige Orte, an denen Sie Geld aufbewahren? Gibt es Vorsorge-Produkte (z. B. einen laufenden Bausparvertrag, Immobilien oder Sonstiges?)

Machen Sie sich auf die Suche und rechnen Sie alle Beträge zusammen, um Auskunft über Ihr derzeitiges Vermögen zu erhalten. Seien Sie dabei ehrlich zu sich! Wie lange liegt das Geld nun schon auf dem Konto? Aufgrund der bestehenden Inflation und des Niedrigzinses macht es wenig Sinn, große Summen über lange Zeit auf der Bank versauern zu lassen. Denn nicht nur, dass es nicht mehr wird, es wird sogar immer weniger! Wer seine Ein- und Ausgaben sowie den aktuellen Finanzstatus kennt, kann nun in die konkretere Planung einsteigen. Wichtig ist, tatsächlich anzufangen!

Mehr Infos zu Frauen und Finanzen gibt es hier:

In Der Praktische Tierarzt (März 2021) lesen Sie den vollständigen Artikel mit Infos zum ersten Notgroschen und längerfristigen Sparzielen.