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Feline fibroepitheliale Hyperplasie (FEH) – Behandlungsmöglichkeiten

Feline fibroepithelial hyperplasia (FEH) – treatment options

Kleintierpraxis 60, 237-243

DOI: 10.2377/0023-2076-60-237

Publiziert: 05/2015

Zusammenfassung

Die fibroepitheliale Hyperplasie (FEH) der Milchdrüse ist eine durch Progesteron verursachte gutartige Störung. Sie ist gekennzeichnet durch eine schnelle, abnorme, aber reversible Zubildung eines oder mehrerer Gesäugekomplexe. Häufig wird klinisch fälschlicherweise die Verdachtsdiagnose Mammaneoplasie gestellt. Nach der Diagnosesicherung kann eine operative (Ovariektomie, Ovariohysterektomie) oder medikamentöse (Progesteronantagonisten und Dopaminagonisten) Therapie erfolgen. Die medikamentöse Therapie wird eher bei Zuchtkatzen, die operative Therapie bei allen anderen Katzen angeraten, wenn nicht die Wünsche der Katzeneigentümer anders lauten. In dieser Übersichtsarbeit wird zur Veranschaulichung ein Fall von einer an FEH erkrankten Katze dargestellt. Beschrieben werden Diagnosestellung, operative Behandlung (Ovariektomie), postoperativer Verlauf und der Erfolg der Behandlung. Die Diagnose bei dieser ansonsten gesunden Katze wurde aufgrund der klinischen Symptomatik, des Verhaltens des Tieres und der Anamnese gestellt. Um die nach der Anwendung von Progesteronantagonisten auftretenden Rezidive zu vermeiden, wurde die operative Therapie (Ovariektomie) durchgeführt und die Katze danach bis zu ihrer kompletten Genesung verfolgt. Schon acht Tage nach dem operativen Eingriff wurde eine erhebliche Rückbildung der Gesäugekomplexe festgestellt, nach einem Monat waren alle Zeichen hypertrophischer Veränderungen verschwunden. Bei Kontrolluntersuchungen eineinhalb Jahre nach der Operation war die Katze gesund und ohne Anzeichen eines Rezidivs.

 

Ovariektomie
feline Mammahyperplasie
Katze

Summary

Feline fibroepithelial hyperplasia (FEH) is a benign disorder characterised by progesterone-associated, sudden and rapid fibroglandular proliferation of one or more mammary glands. It is frequently suspected as being a mammary neoplasia. However, when the diagnosis of FEH is established, its treatment may include either surgical (ovariectomy [OV] or ovariohysterectomy) or medical (progesterone antagonists and dopamine agonists) therapeutic approaches. The use of drug therapy is more often advised in breeding cats, whereas surgical therapy is indicated for nonbreeding cats; though the opinion of the cat’s owner should be taken into consideration. This paper presents an overview with inclusion a case report of a nonbreeding cat affected by FEH, including its diagnosis, surgical treatment (OV) and the results of a follow-up study. The FEH diagnosis was established based on the animal’s clinical symptoms, behaviour and anamnesis. In this case, we considered OV as an elective treatment because relapses of FEH are well known to occur following administration of antiprogesterone drugs. Eight days after OV, a significant regression in the size of the mammary glands was observed. They reattained normal size one month later. No relapses of the condition in the cat could be detected 6 months and 1 year after OV.

 

ovariectomy
mammary fibroepithelial hyperplasia
cat

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