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Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift

Feline cowpoxvirus infections in Germany: clinical and epidemiological aspects

Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift 126, 55-61

DOI: 10.2376/0005-9366-126-55

Publiziert: 03/2013

Summary

Clinical and epidemiological aspects of cats with cowpox in Germany from the years 2004 to 2010 are described and discussed. Questionnaires were sent to veterinarians and owners of affected cats identified with the help of a number of pathology laboratories. Of 69 mailed questionnaires, 4 veterinary and 26 owner questionnaires were returned and a total of 46 feline poxcases were evaluated. The cases were distributed all over Germany although there was an accumulation of cases in specific geographic areas. The clinical and epidemiological observa- tions match those of other studies. The majority of cats were outdoor cats, came from a rural environment and developed clinical signs in late summer or autumn. All cats showed skin lesions which were predominantly localized on the anterior part of the body, 61% of the cats showed other clinical signs in addition to the skin lesions. Approximately half of the cats lived in a multi-pet household, but in only one case clinical signs typical for cowpox were observed in another cat of the household. In two cases a cat-to-human transmission was assumed. In addition, to evaluate the prevalence of pox virus infections in outdoor cats in areas with previous reports of such infections, 92 apparently unaffected outdoor cats were tested for orthopoxvirus antibodies using an indirect immunofluorescence assay. Sixteen (17%) of the tested serum samples were seropositive against orthopoxvirus (titre between 1:20 and 1:40). This is a higher serum prevalence than in previously published studies from Germany. A possible explanation is selection of a population of outdoor cats from regions with previous known clinical cases.
orthopoxvirus
cat
clinical signs

Zusammenfassung

Epidemiologische und klinische Aspekte von felinen Kuhpockenfällen aus Deutschland von 2004 bis 2010 werden beschrieben und diskutiert. Hierfür wurden (mithilfe einer Anzahl von deutschen Pathologen und Laboratorien) Fragebogen an Tierärzte und Besitzer von erkrankten Katzen geschickt. Von 69 verschickten Fragebogen wurden 4 Tierarzt- und 26 Besitzerfragebogen zurückgeschickt, sodass insgesamt 46 feline Pockenfälle ausgewertet werden konnten. Die Fälle waren über ganz Deutschland verteilt, jedoch kam es zu einer Anhäufung von Fällen in spezifischen Gegenden. Die klinischen und epidemiologischen Beobachtungen aus den Fragebogen stimmen großtenteils mit den Beobachtungen aus anderen Studien überein. Die Mehrzahl der Katzen stammte aus ländlicher Umgebung, war Freigänger und erkrankte im Spätsommer und Herbst. Alle Katzen zeigten Hautläsionen, die in den meisten Fällen im vorderen Korperbereich lokalisiert waren. 61 % zeigten zusätzlich zu den Hautläsionen noch andere Symptome. Etwas mehr als die Hälfte der Katzen lebte in einem Haushalt mit weiteren Tieren, jedoch konnte nur in einem Fall bei einer weiteren Katze eine pockentypische Symptomatik beobachtet werden. In zwei Fällen wurde das Virus wahrscheinlich von der Katze auf den Menschen übertragen.
Um die Prävalenz von Pockeninfektionen bei Freigängerkatzen in Gegenden zu überprüfen, aus denen solche Infektionen berichtet wurden, wurden Seren von 92 Freigängerkatzen mittels indirekter Immunfluoreszenz auf Antikorper gegen Orthopockenviren untersucht. Sechzehn (17 %) der untersuchten Serumproben reagierten positiv gegenüber Orthopockenviren (Titer zwischen 1:20 und 1:40). Somit ergaben die serologischen Untersuchungen eine hohere Serumprävalenz deutscher Katzen gegenüber dem Kuhpockenvirus als in bisherigen Studien aus Deutschland. Eine mogliche Erklärung hierfür ist die Selektion der getesteten Katzen.
Orthopoxvirus
Katze
Symptome

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