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Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift

Farming of insects for food and feed in South Korea: tradition and innovation

Insektenzucht für menschliche und tierische Nahrung in Südkorea: Tradition und Innovation

Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift 131

DOI: 10.2376/0005-9366-18056

Publiziert: 11/2018

Summary

Edible silkworm pupae, known in Korea as “beondaegi” and seen as a valuable byproduct of the silk industry have been part of the local food spectrum for centuries. Edible crickets on the other hand, represented in Korea primarily by the species Gryllus bimaculatus and Teleogryllus emma as our research has shown, are relative newcomers and have been under cultivation in Korea for no longer than about 20 years. Silkworm pupae on account of their widely appreciated nutritional qualities can be obtained fresh at local vendors or in canned form from most supermarkets. Recently when Viagra-like effects of silkworm extracts were demonstrated in male rats, uses of silkworm pupae as material for the pharmaceutical industry have been added to their role as a human food item. Edible crickets, however, find their greatest acceptance as feed for domestic animals like pigs and poultry as well as increasingly farmed fish. The amount of cricket flour as a protein-rich additive to conventional flour types in the baking industry is expected to rise as is the number of farmed crickets and people employed in the cricket farm sector, generally. The total amount of crickets produced currently in Korea is dwarfed by the amount of 10 tons of silkworm pupae annually, of which 2 tons are specifically reared for the purpose of food and feed. To produce approximately 35,000 “beondaegi” 1 ton of mulberry leaf fodder is required, but 200,000 crickets can be reared on the equivalent of 100 kg wheat bran plus 80 kg of corn.

entomophagy
silkworms
Bombyx mori
crickets
Gryllus bimaculatus
Teleogryllus emma
Acheta domesticus
mini-livestock
nutrients
Viagra-like effects
beondaegi

Zusammenfassung

Essbare Seidenraupenpuppen sind in Korea seit Jahrhunderten unter der Bezeichnung „beondaegi“ als wertvolles Beiprodukt der Seidenindustrie bekannt. Essbare Grillen andererseits, in Korea repräsentiert durch die Arten Gryllus bimaculatus und Teleogryllus emma, sind Neuankömmlinge und nicht länger als ca. 20 Jahre in Kultur, wie unsere Arbeit zeigt. Wegen ihrer geschätzten Nahrhaftigkeit werden Seidenraupenpuppen sowohl von Straßenhändlern als auch Supermärkten frisch oder in Dosen angeboten. Seitdem bekannt wurde, dass Seidenraupenextrakte Viagra-ähnliche Effekte in Rattenmännchen auslösen, kommen zur Rolle der Essbarkeit die einer pharmazeutischen Nutzung hinzu. Essbare Grillen finden ihre größte Akzeptanz als Futter von Schweinen, Geflügel und mehr und mehr auch Fischen. Die Produktion eiweißreichen Mehls auf Grillenbasis, das in der Backindustrie herkömmlichem Mehl beigefügt werden kann, wird wohl steigen, ebenso wie die Zahl der Beschäftigten in der Grillenhaltung allgemein. Die Gesamtjahresproduktion an Grillen ist jedoch winzig im Vergleich zu den zehn Tonnen jährlich produzierter Seidenraupenpuppen, von denen zwei Tonnen ausschließlich der Nahrung für Menschen oder als Futter für Tiere dienen. Um ca. 35.000 essbare Seidenraupenpuppen zu erzeugen, braucht man etwa eine Tonne Maulbeerblätter, aber 200.000 Grillen können mit 100 kg Weizenkleie plus 80 kg Mais produziert werden.

Entomophagie
Seidenraupen
Bombyx mori
Grillen
Gryllus bimaculatus
Teleogryllus emma
Acheta domesticus
Kleintierhaltung
Nährstoffe
Viagra-ähnliche Wirkung
beondaegi

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