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Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift

Estimating the prevalence of antibodies against Ungulate protoparvovirus 1 (porcine parvovirus) in wild boar populations for Saxony, Germany

Untersuchungen zur Seroprävalenz von Antikörpern gegen das Ungulate Protoparvovirus 1 (Porzine Parvovirus) in der Wildscheinpopulation Sachsens (Deutschland)

Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift 132

DOI: 10.2376/0005-9366-18094

Publiziert: 10/2019

Summary

Despite the high population density of wild boars (Sus scrofa) in Germany and the pathogene importance of Porcine parvovirus (PPV), only few data are available about the presence of PPV within this population. Here, the presence of PPV antibodies in sera of the wild boar population were determined in Saxony, Germany, an area of swine production and a natural habitat for wild boar. As a result, 155/285 samples were positive (titer ≥80), and the majority (89.68%) of these positive samples had titers ranging between 320 and 40,960. Increased titers were generally observed in older animals (without statistical significance), but no differences in sex and hunting sites could be determined. These results suggest that the PPV infection rate in Germany (at least in Saxony) is higher than those reported for most other European regions. Since wild boars can harbor new PPV types, these animals need to be intensively monitored in order to avoid the introduction of new PPV strains in the domestic swine population.

Ungulate protoparvovirus 1
UPV1
porcine parvovirus
PPV
wild boars
Sus scrofa
seroprevalence
hemagglutination inhibition test

Zusammenfassung

Trotz der hohen Wildschweindichte in Deutschland und der großen Bedeutung des Porcinen Parvovirus (PPV) liegen nur wenige Informationen über die Verbreitung des Virus in der Wildschweinpopulation vor. In dieser Studie haben wir die Seroprävalenz in der Wildscheinpopulation in Sachsen, einem Land mit einer großen Schweineproduktion und großen Wildschweinhabitaten, untersucht. Im Ergebnis waren 155 der 285 untersuchten Proben positiv (Titer ≥ 80) mit einem Großteil der Seren (89,68 %) mit Titern zwischen 320 und 40.960. Ältere Tiere wiesen generell höhere Titer auf (ohne statistische Signifikanz), Unterschiede bezüglich Geschlecht und Jagdgebiet konnten dagegen nicht festgestellt werden. Diese Ergebnisse zeigen, dass die PPV-Infektionen in Deutschland (Sachsen) häufiger sind als in anderen europäischen Ländern. Da Wildschweine neue Typen des PPV beherbergen können, sollten diese Tiere intensiv überwacht werden, um eine Einschleppung dieser Viren in die Hausschweinpopulation zu vermeiden.

Ungulate Protoparvovirus 1
UPV1
Porzines Parvovirus
PPV
Wildschwein
Sus scrofa
Seroprävalenz
Hämagglutinationshemmungstest

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