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Der Praktische Tierarzt

Erfahrungen bei der Kastration des Hengstes im Stehen

Der Praktische Tierarzt 81, 926-930

Publiziert: 11/2000

Zusammenfassung

Es wird eine unter Praxisbedingungendurchführbare Kastrationsmethode am stehenden Hengstvorgestellt, bei der durch den Verschluss des Processus vaginalisdie Gefahr eines Darmvorfalles auf die Zeit des Eingriffesbeschränkt bleibt. Nachblutungen werden durch Ligaturüber den unbedeckten Samenstrang und durch die getrennteVersorgung im Mesorchium verlaufender Gefäße verhindert.Bei 64 nach dieser Methode kastrierten Hengsten kam es außerder üblicherweise auftretenden Schwellung des Präputiumsbei drei Patienten zu Sekretstau im Wundgebiet. ManuelleErweiterung der verklebten Wunde und Besprühen mit Polividon-Jod-Propanol-Lösung sowie regelmäßige Bewegungan der Longe führten zur komplikationslosen Ausheilung. Diehier vorgestellte Kastrationsmethode im Stehen weist zweiBesonderheiten auf: 1. Das zu durchtrennende Gewebe wirdin zwei Stränge gegliedert, die einzeln durchtrennt werden,sodass die Gefahr der Nachblutung erheblich minimiert wird.2. Der Verschluss des Proc. vaginalis verhindert einen Darm-bzw.Netzvorfall postoperativ.

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