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Tierschutz

Dürfen Wölfe an die Leine?

Wolfshybriden der ersten Generationen haben denselben Schutzstatus wie ihr wilder Vorfahre. Auch gezähmte Tiere dürfen nicht gehalten werden wie ein Hund.

Mystisch, wild und ein bisschen gefährlich: Einen Wolf als treuen Begleiter zu haben, ist eine faszinierende Vorstellung. Wer die romantische Fantasie in die Tat umsetzen möchte, hält einen Wolfshybriden. Die Haltung der Wolfs-Hund-Mischlinge ist jedoch nicht nur aus Tierschutzgründen bedenklich, sie bewegt sich häufig auch am Rande der Legalität. 

Ein gezähmter Wolf bleibt ein wildes Tier

Der Wolf ist in Europa eine streng geschützte Art. Die strengen artenschutzrechtlichen Regelungen gelten auch für Wolfshybriden der ersten vier Generationen (F1 bis F4). Sie dürfen nur mit behördlicher Genehmigung gehalten werden und müssen in großen Gehegen untergebracht werden. 

Eine Stellungnahme der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht (DJGT) stellt jetzt klar: Der Schutzstatus besteht unabhängig davon, ob die Tiere gezähmt wurden. Die Zähmung eines Wolfshybriden ist keinesfalls mit einer Domestizierung gleichzusetzen. Dieser Wandel vom Wild- zum Haustier ist ein Prozess, der sich über Jahrhunderte oder Jahrtausende erstreckt. 

Wölfe als Haustier – empfehlenswert?

Wolfshybriden ab der F5-Generation sind artenschutzrechtlich nicht mehr geschützt. Doch auch bei diesen entfernteren Wolfsverwandten kann von einer echten Domestizierung noch keine Rede sein. Tierschutzorganisationen wie die Welttierschutzgesellschaft raten von der Haltung als Haustier ab, denn sie überfordert nicht selten selbst erfahrene Hundehalter.

In einigen Bundesländern gelten Wolfshybriden als „Gefahrtiere“, sodass die Haltung unter Umständen genehmigungspflichtig ist. Zudem handelt es sich bei den Hybriden häufig um Importe aus den USA, wo die Zucht mit Wölfen legal ist und in größerem Stil betrieben wird. Wie groß der genetische Wolfsanteil beim einzelnen Tier wirklich ist, lässt sich oft nicht mehr genau nachvollziehen.

Von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) als Rasse anerkannt sind der Tschechoslowakische Wolfshund und der Saarloswolfshund, beide um etwa zehn Generationen vom Wolf entfernt. 

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Tierschutz

19. Mai 2021

Illegaler Tierhandel bricht traurigen Rekord

Die Pandemie lässt die Anzahl illegal importierter und gehandelter Welpen dramatisch steigen: 2020 wurden dreimal so viele Hunde und sogar sechsmal so viele Katzen wie im Jahr zuvor gehandelt.

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Tierschutz

13. September 2021

„Den Tieren gehts schlecht, weil es den Bauern schlecht geht.“

Rinder im Stall verhungert: Hinter schrecklichen Schlagzeilen wie dieser verbirgt sich oft nicht nur großes Tierleid, sondern auch ein Landwirt in Not. Wir haben mit Prof. Dr. Edgar Schallenberger, Vertrauensmann Tierschutz in der Landwirtschaft, über Bauern in der Abwärtsspirale gesprochen.

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Tierschutz

9. Juni 2021

Tschernobyls verlorene Hunde

35 Jahre ist er jetzt her, der Reaktorbrand von Tschernobyl. Das Kernkraftwerk und die umliegenden Städte liegen seit der Katastrophe in einer 30 Kilometer-Schutzzone, die inzwischen zum Biosphärenreservat erklärt wurde. Klingt idyllisch? Ist es aber nicht – zumindest nicht für alle.

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Tierschutz

12. November 2020

Tierschutzkongress: Vergesst die Tiere nicht!

Auch in der Corona-Pandemie darf das Tierwohl nicht auf der Strecke bleiben. Dieser Herausforderung widmet sich ein virtueller brasilianisch-deutscher Tierschutzkongress auf Initiative von Professor Jörg Hartung, Träger der Professor-Niklas-Medaille.