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Frau mit Katze auf dem Arm.

Qualzucht

Die Mimik von brachycephalen Katzen ist schwer zu lesen

Nicht niedlich, sondern krank: Auch der Gesichtsausdruck kurznasiger Tiere wird durch die Form ihres Schädels verfälscht.

Röcheln, Hecheln, Kurzatmigkeit: Eine kurze Nase und übergroße Augen bringen zahlreiche gesundheitliche Probleme mit sich, so viel ist bekannt. Der deformierte Schädel macht es den betroffenen Tieren zudem schwer, artgemäß zu kommunizieren: Ihr Gesichtsausdruck ist nur schwer zu interpretieren. Das zeigt eine aktuelle Studie aus Großbritannien.

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In den Niederlanden bekommen Welpen brachycephaler Rassen vom Zuchtverein nur noch eine Ahnentafel, wenn ein tierärztliches Zeugnis vorliegt.
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Schmerzgesicht auch ohne Schmerzen

Anhand von „facial pain scores“ wurde die Ausdrucksfähigkeit der Mimik verschiedener Katzenrassen untersucht. Die Forschenden analysierten Bilder von fast 2.000 Katzengesichtern.

Ihr Fazit: Der Gesichtsausdruck gesunder, aber brachycephaler Katzen wurde deutlich häufiger mit Schmerzen assoziiert. Insbesondere Schottische Faltohr­katzen erzielten regelmäßig hohe Scores. Diese übertrafen sogar die von EKH-Katzen, die wirklich unter Schmerzen litten.

Die Untersuchenden haben eine traurige Erklärung für dieses Phänomen: Vielleicht fühlen wir uns gerade von einer verletzlichen, leidenden Mimik angezogen, weil sie als „niedlich“ empfunden wird. So könnte das Schmerzgesicht zum Zuchtziel geworden sein.

Schmerzgesicht der Katze

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