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Die Konzentration von Nikotin im Blut von Hunden aus einem Raucherhaushalt – eine explorative Studie (Republikation*)

Nicotine concentration in the blood of dogs from smoking households – an explorative study

Der Praktische Tierarzt 98, 200-204

DOI: 10.2376/0032-681X-17-28

Publiziert: 02/2017

Zusammenfassung

Untersuchungen in den vergangenen Jahren haben nachgewiesen, dass das Rauchen und Passivrauchen nicht nur schädlich für den Menschen ist, sondern auch für Haustiere, die in diesen Haushalten leben. Ergebnisse aus der Literatur bestätigen, dass die Exposition zu Zigarettenrauch mit dem Auftreten von bestimmten Tumoren bei Hunden und Katzen, dem Vorkommen von allergischen Reaktionen bei Hunden und auch Augen- und Hauterkrankungen sowie Atemproblemen bei Vögeln korreliert. Das Vorhandensein von Nikotin in Körperflüssigkeiten zeigt ganz klar die Exposition des Rauchers zu Nikotin, aber auch die Exposition von Individuen (Mensch oder Tier) zu Passivrauch. In der vorliegenden Studie wurden 21 Hunde untersucht (sieben in jeder Gruppe) und es wurden messbare Konzentrationen von Nikotin im Serum von Hunden aufgezeichnet, die in Raucherhaushalten lebten. Die Nikotinkonzentration war abhängig von der Anzahl der gerauchten Zigaretten in dem Haushalt, in dem der Hund sich 24 Stunden vor der Blutentnahme aufhielt. Die Serum-Nikotinkonzentration bei Hunden aus Haushalten, in denen Menschen mehr als 20 Zigaretten pro Tag rauchten, war fast dreimal größer (0,142 ± 0,067 mg/l) als diejenige bei Hunden aus Haushalten, in denen die Menschen rund eine Packung Zigaretten pro Tag (0,05 ± 0,05 mg/l) rauchten. Die Ergebnisse zeigen, dass Haustiere, die Tabakrauch ausgesetzt sind, vor allem in Haushalten, in denen die Eigentümer mehr als eine Packung Zigaretten pro Tag rauchen, als Passivraucher kategorisiert werden können.

Originalveröffentlichung: Bei diesem Artikel handelt es sich um die Republikation eines Artikels aus der Berliner und Münchener Tierärztlichen Wochenschrift. Den Originalartikel finden Sie hier.

Passivrauchen
Hunde
Nikotinkonzentration
serum

Summary

In recent years, studies have shown that tobacco and second-hand tobacco smoking are not only dangerous for humans, but also for pets that live in tobacco smoking households. Results from the literature confirm that exposure to tobacco smoke is correlated with the incidence of certain cancers in dogs and cats, the incidence of allergic reactions in dogs, and as well, the incidence of diseases of the eyes, skin and of respiratory system in birds. The presence of nicotine in body fluids clearly indicates exposure to nicotine in smokers, but also in individuals (people or animals) exposed to second-hand smoke. In this study, we tested 21 dogs (seven in each group) and we recorded measurable concentrations of nicotine in serum of dogs living in smoking households. Nicotine concentration was dependent on the amount of cigarettes smoked in a household where the dog lived 24 hours before blood sampling. The serum nicotine concentration in dogs from households in which people smoked more than 20 cigarettes a day was almost three times greater (0.142 ± 0.067 mg/l) than that in dogs from households in which people smoke around one pack of cigarettes (0.05 ± 0.05 mg/l). The results showed that pets exposed to tobacco smoke, especially in households where owners smoke more than one pack of cigarettes a day can be categorised as passive smokers.

passive smoking
dogs
nicotine concentration
Serum

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