Foto: Astrid Gast - stock.adobe.com

Bedrohte Art

Der Fischotter ist Tier des Jahres 2021

Der vielseitige Wassermarder steht auf der Roten Liste. Sein Lebensraum sind stehende und fließende Gewässer mit schilfreichen Uferzonen. Werden Uferzonen verbaut und Feuchtgebiete trockengelegt, sinken die Überlebenschancen des Pelzträgers.

Wussten Sie, dass Fischotter vom Aussterben bedroht sind? Vielleicht. Können Sie auch sagen, woran das liegt? Der Hauptfeind des dicht behaarten Einzelgängers, der von der Deutschen Wildtierstiftung zum Tier des Jahres 2021 ernannt wurde, ist tatsächlich der Verkehr.

Fischotter mögen keine Brücken

Warum gerade dieser dem „Artisten des Wassers“ zum Verhängnis wird, erklärt eine Eigenheit der kräftigen Marder: Sie schwimmen nicht unter Brücken hindurch und müssen daher durchaus Straßen überqueren. Eine Erklärung für dieses „brückenscheue“ Verhalten haben Biologen noch nicht gefunden.

Doch auch der Mensch hat zu einer Ausdünnung der Population direkt beigetragen: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Fischotter bejagt, nicht nur seines Pelzes wegen. So kassierten Jäger Prämien für jedes erlegte Tier. Ebenso machte ihn sein Hunger auf guten Fisch besonders bei Fischwirten unbeliebt. Sogar gegessen wurde er: Als Tier, das überwiegend im Wasser lebt, galt er für die Kirche als „Fisch“ und durfte deshalb auch in der Fastenzeit verspeist werden.

Heutzutage schützen Fischwirte ihre Forellen und Karpfenteiche mit Elektrozäunen. Dennoch sind sogenannte Fischreusen immer noch eine gefährliche Falle für hungrige Otter, weshalb Otterkreuze, also Metallgitter, installiert werden, die ihr Eindringen verhindern sollen.

Hier geht es zum Steckbrief "Fischotter" der Deutschen Wildtier Stiftung.

Foto: Erwin Wodicka - stock.adobe.com

Nachgefragt

Steuer: Am Jahresende investieren?

2020 ist fast um. Was sagt der Steuerberater zu Investitionen?

Foto: leejoongyeul

Arbeitgeber

Steuerfreie Corona-Prämie bis 30. Juni 2021 verlängert

Gute Nachricht für alle Spätentschlossenen: Arbeitgeber können die steuerfreie Corona-Prämie noch bis Mitte 2021 auszahlen. Nur nicht als Urlaubsgeld.

Journal Club Logo

Journal Club

Chronischer Eisenüberschuss kann zu Hämosiderose führen

Die Eisenspeicherkrankheit gibt es auch bei Equiden, wie eine an der Universität Utrecht untersuchte Fallserie zeigt. Bei Pferden mit Zugang zu natürlichen Wasserquellen kann ein zu hoher Eisengehalt die Ursache einer chronischen Lebererkrankung sein.

Schild mit Aushilfe gesucht an Wäscheleine

Mitarbeiter

Aushilfen in der Tierarztpraxis − welche Rechte haben Sie?

Viele Praxisinhaber lockt die Aussicht, durch die Beschäftigung freier Mitarbeiter teure Lohnnebenkosten und arbeitnehmerschutzrechtliche Auflagen vermeiden zu können. Aber aufgepasst!

Jetzt kostenfrei registrieren!

Sie sind Tierarzt und noch nicht auf vetline.de registriert? Melden Sie sich jetzt an und sichern Sie sich kostenfrei Zugriff auf viele interessante Fachbeiträge und News aus der Welt der Tiermedizin. Für unsere treuen vetline.de-Nutzer: Aus Sicherheitsgründen konnten wir bei der Umstellung auf das neue System Ihre Anmeldedaten leider nicht übernehmen. Bitte vergeben Sie hier ein neues Passwort für Ihr Benutzerkonto und stöbern Sie dann wieder nach Herzenslust.