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Der Praktische Tierarzt

Das Pferd und sein Stein: Equine Urolithiasis aus nutritiver Sicht

Der Praktische Tierarzt 90, 30-35

Publiziert: 01/2009

Zusammenfassung

Equine Urolithiasis wird selten diagnostiziertund dies mitunter auch nur zufällig oder erst post mortem.Trotzdem deutet die vielfach höhere Inzidenz von „sandigen“ Ablagerungenmit 7 % darauf hin, dass die Löslichkeit bestimmterharnpflichtiger Substanzen doch häufiger nicht aufrechtzuerhaltenist. Der typische Harnstein besteht beim Pferd aus Calciumcarbonat.Bereits im physiologischen Zustand liegt eine Übersättigungdes Harns mit Calcium vor, da die intestinale Absorption im Gegensatzzu anderen Tierarten nur schwach reguliert ist und Überschüsseeffizient renal eliminiert werden. Daneben müssen jedochweitere Faktoren wirken, wie der Mangel an Stabilisatoren im Harnund das Vorhandensein eines Kristallisationskeimes, um einenStein entstehen zu lassen. Untersuchungen zeigen, dass auch beikorrekter Rationsgestaltung allein mit typischem Wiesen-/Weidegrasheubedarfsdeckende und -überschreitende Calciumaufnahmenbei einem Großpferd (Wachstum und Laktation ausgenommen) erreichtwerden können, so dass neben einer Raufutteranalyse vorallem der Einsatz von calciumhaltigen Mischfuttermittel kritisch zuüberprüfen ist, um eine Überversorgung zu vermeiden und damitdas Risiko für eine Konkrementbildung zu minimieren.

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