Hund liegt vor Leine
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Tierschutzhunde-Verordnung

Das "Gassi-Gesetz"− oder was fordert Julia Klöckner?

Bundesministerin Julia Klöckner wird eine Änderung der Tierschutzhunde-Verordnung vorlegen, die jeden Hundehalter und auch Züchter betrifft.

Das "Gassigesetz": Hundehalter lachten darüber, titelt T-Online. Zwei Stunden Bewegung am Tag so viel Zeit sollen Hundebesitzer laut der Bundesministerin täglich für ihre Vierbeiner aufbringen. Von den geforderten Änderungen der Bundesregierung griff die Presse vor allem diesen Punkt heraus.

Entscheidender sind jedoch die Forderungen, die Züchter und Arbeitshunde betreffen. Folgende Aspekte sind in der Verordnung  enthalten:

  • Hundeschau: Vorgesehn ist ein Ausstellungsverbot für Hunde mit Qualzuchtmerkmalen.
  • Hundezucht: Pro Betreuungsperson nicht laut Entwurf nicht mehr als drei Würfe zulässig, vier Stunden Beschäftigung mit den Welpen pro Tag vorgeschrieben.
  • Herdenschutzhunde: Künftig sollen spezielle Regelungen für die Ausbildung und den Einsatz von Herdenschutzhunden gelten.
  • Keine Kettenhunde mehr: Die Anbindehaltung von Hunden soll verboten werden. Hunden ist mindestens zweimal täglich für insgesamt eine Stunde Auslauf pro Tag zu gewähren.

Wer soll das kontrollieren?

Fraglich: Wie sollen die Vorgaben kontrolliert werden? So kommentierte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums, dass die Behörden sicher nicht bei jedem Privathalter klingeln würden. Auch laut Katrin Umlauf, Referentin für Hunde beim DeutschenTierschutzbund, seien Kontrollen, die in den privaten Bereich hineingehen immer schwierig. Wie T-Online berichtet, wünscht sich der Tierschutzbund eine bundesweite Regelung, nach der künftige Hundehalter vor Anschaffung eines Vierbeiners nachweisen müssen, dass sie auch damit umgehen können. "Damit würde man spontane, unüberlegte Käufe verhindern", so Umlauf.

Begrüßenswert findet der Sprecher des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH), Udo Kopernik Mindeststandards für die Zucht. Seiner Meinung nach sei vor allem der gewerbliche Online-Handel ein Problem, das bekämpft werden müsse.

Kritik lässt nicht lange auf sich warten

Kritik zu Klöckners Vorgehen gab es im Netz ebenfalls: Hundehaltungsverordnung schön und gut - und was sei mit den Nutztieren? Die Bundesministerin umgehe die unangenehmen Themen, wie das Schnabelkürzen und Küken-Shreddern, kommentierten entzürnte Verbraucher.

Julia Klöckners Forderungen finden Sie hier.

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