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Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift

Charakterisierung einer phänotypisch monophasischen Variante von Salmonella enterica subsp. enterica Serovar Typhimurium

Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift 122, 169-177

DOI: 10.2376/0005-9366-122-169

Publiziert: 05/2009

Zusammenfassung

Das Nationale Referenzlabor für Salmonellen (NRL-Salm) erhielt in den letzten zwei Jahren gehäuft Einsendungen von Salmonellen mit der Seroformel 4,12:-:1,2, die aus Wildvögeln, besonders Zeisigen, isoliert wurden. In diesen Stämmen konnte das Geißelantigen der ersten Phase phänotypisch nicht nachgewiesen werden. Durch eine PCR konnte aber ein Genabschnitt amplifiziert werden, der für das H:i-Geißelantigen spezifisch kodiert. Es handelt sich daher um eine phänotypisch monophasische Variante des Salmonella enterica subsp. enterica Serovars Typhimurium var. copenhagen mit der Seroformel 4,12:-:1,2. Die Lysotypie ergab, dass die meisten Isolate dem Lysotyp DT40 angehörten. Einige andere Stämme besaßen zwar dasselbe Lysismuster, konnten aber keinem definierten Lysotyp zugeordnet werden. Sie bezeichnet man als RDNC (react with phages but does not conform with definite or provisorial types). Die Pulsfeldgelelektrophorese (PFGE) bestätigte diese zwei Linien der monophasischen Variante. Lysotyp-DT40-Isolate vom Menschen bzw. Katze, die beide Geißelantigene exprimieren konnten, unterschieden sich genotypisch nicht von solchen, die das Geißelantigen der ersten Phase nicht exprimierten. Salmonella-Stämme mit identischen genotypischen Eigenschaften konnten aus Wildvögeln, von erkrankten Menschen, insbesondere Kleinkindern und auch Katzen isoliert werden. Dies weist auf eine direkte oder indirekte Übertragung des Erregertyps von Wildvögeln auf den Menschen oder auf die Katze hin. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass Hauskatzen, die kontaminierte Vögel gefressen haben oder in Kontakt mit ihnen gekommen sind, als Vehikel zwischen Vogel und Mensch auftreten.
salmonella enterica

Summary

In the last two years The National Salmonella Reference Laboratory (NRL-Salm) received an accumulating number of salmonellae with sero-formula 4,12:-:1,2 isolated from perished wild birds, particularly siskins. Within these strains flagellar antigen of the first phase was phenotypically not detectable. By PCR a fragment could be amplified coding specifically for the H:i-flagellar antigen. Consequently, this is a phenotypically monophasic variant of Salmonella enterica subsp. enterica serovar Typhimurium var. copenhagen with the sero-formula 4,12:-:1,2. Phagetyping showed most of the isolates belonged to phage type DT40. Some other strains harboured the same lysis pattern but could not assign to a definite phage type. Those strains are designated as RDNC (react with phages but does not conform with definite or provisorial types). Pulsed field gel-electrophoresis (PFGE) confirmed those two lineages of the monophasic variant. Phage type DT40 isolates from humans or cats, able to express both flagellar antigens, did not differ in genotypic properties from those not able to express the flagellar antigen of the first phase. Salmonella strains with identical genotypic characteristics have been isolated from wild birds, human cases particular infants and also cats. This refers to a direct or indirect transmission of the pathogen from wild bird to human. By eating or getting in contact with contaminated birds domestic cats could play an important role as vehicle between bird and human.
Salmonella enterica

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