TY - JOUR KW - Wiederkäuer KW - Emissionen KW - Methan KW - Mikrobiom KW - Züchtung AU - W Brade AU - K Wimmers AB - Die genetische Ausstattung der Wiederkäuer beherbergt keine Gene, die eine eigene Methanbildung ermöglichen. Methan (CH4) wird durch methanogene Archaeen als „Nebenprodukt“ vorrangig des mikrobiellen Kohlenhydrat-Abbaus unter anaeroben Bedingungen im Vormagensystem der Wiederkäuer (= Wirte) produziert. Es gibt genügend Hinweise, dass es auch eine wirtsspezifische Komponente für variierende CH4-Emissionen bei Wiederkäuern gibt. Sie spiegeln sich in „indirekten Heritabilitäten“ wider. Neue Methoden und Techniken zur schnellen und vollständigen Sequenzierung der Genome des Wirtes und der Mikroorganismen sowie zur Identifizierung und Quantifizierung ihrer Gene und Genprodukte einerseits und zur Bestimmung der CH4-Emissionen andererseits liefern neue Erkenntnisse über Zusammenhänge zwischen genetischen und physiologischen Eigenschaften des Wirtes, dem Mikrobiom und dem Fütterungsmanagement. Nachfolgend soll der zugehörige aktuelle Kenntnisstand aus der Blickrichtung möglicher tierseitiger Einflussnahmen auf die CH4-Emission bei Wiederkäuern einschließlich deren Grenzen aufgezeigt und diskutiert werden. BT - Der Praktische Tierarzt C1 - {"oldId":91188,"title":"Tierseitige Methan-Minderungspotenziale bei Wiederk\u00e4uern \u2013 M\u00f6glichkeiten und Grenzen","topline":"","teaserText":"Animal-related methane reduction potential in ruminants \u2013 possibilities and limitations","content":"

Zusammenfassung<\/span>
Die genetische Ausstattung der Wiederk\u00e4uer beherbergt keine Gene, die eine eigene Methanbildung erm\u00f6glichen. Methan (CH4) wird durch methanogene Archaeen als \u201eNebenprodukt\u201c vorrangig des mikrobiellen Kohlenhydrat-Abbaus unter anaeroben Bedingungen im Vormagensystem der Wiederk\u00e4uer (= Wirte) produziert. Es gibt gen\u00fcgend Hinweise, dass es auch eine wirtsspezifische Komponente f\u00fcr variierende CH4-Emissionen bei Wiederk\u00e4uern gibt. Sie spiegeln sich in \u201eindirekten Heritabilit\u00e4ten\u201c wider. Neue Methoden und Techniken zur schnellen und vollst\u00e4ndigen Sequenzierung der Genome des Wirtes und der Mikroorganismen sowie zur Identifizierung und Quantifizierung ihrer Gene und Genprodukte einerseits und zur Bestimmung der CH4-Emissionen andererseits liefern neue Erkenntnisse \u00fcber Zusammenh\u00e4nge zwischen genetischen und physiologischen Eigenschaften des Wirtes, dem Mikrobiom und dem F\u00fctterungsmanagement. Nachfolgend soll der zugeh\u00f6rige aktuelle Kenntnisstand aus der Blickrichtung m\u00f6glicher tierseitiger Einflussnahmen auf die CH4-Emission bei Wiederk\u00e4uern einschlie\u00dflich deren Grenzen aufgezeigt und diskutiert werden.<\/p>

Schl\u00fcsselw\u00f6rter<\/span>
Wiederk\u00e4uer, Emissionen, Methan, Mikrobiom, Z\u00fcchtung<\/p>

Summary<\/span>
The genetic makeup of ruminants contains no genes which allow its own methane formation. Methane (CH4) is produced by methanogenic archaea as \u201cby-product\u201d of microbial carbohydrate breakdown under anaerobic conditions in the forestomach system of ruminants (= hosts). There are numerous indications that there is a host-specific component for varying CH4 emissions in ruminants. They are reflected in the \u201cindirect heritabilities\u201d again. Further insights into the links between genetic and physiological characteristics of the host, the microbiome and the feeding management are expected from the new methods and techniques for rapid and complete sequencing of the genomes of the host and the microorganisms as well as to identify and quantify their genes and gene products. This publication presents the current state of knowledge with respect to the animal-related CH4 emission in ruminants. Also the limits of possible effects will be discussed.<\/p>

Key words<\/span>
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Schl\u00fcsselw\u00f6rter:<\/strong>
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Summary<\/strong>
The genetic makeup of ruminants contains no genes which allow its own methane formation. Methane (CH4) is produced by methanogenic archaea as \u201cby-product\u201d of microbial carbohydrate breakdown under anaerobic conditions in the forestomach system of ruminants (= hosts). There are numerous indications that there is a host-specific component for varying CH4 emissions in ruminants. They are reflected in the \u201cindirect heritabilities\u201d again. Further insights into the links between genetic and physiological characteristics of the host, the microbiome and the feeding management are expected from the new methods and techniques for rapid and complete sequencing of the genomes of the host and the microorganisms as well as to identify and quantify their genes and gene products. This publication presents the current state of knowledge with respect to the animal-related CH4 emission in ruminants. Also the limits of possible effects will be discussed.<\/p>

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