02413nas a2200157 4500000000100000000000100001008004100002260007000043100001400113700001400127700001900141245023200160300001200392490000700404520184400411 2011 d c04/2011bSchlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KGaHannover1 aA Müller1 aB Hertsch1 aG Stadtbäumer00aZur Entwicklung und klinischen Relevanz röntgenologisch erfassbarer Befunde an der Pferdezehe unter Berücksichtigung der Länge des Untersuchungsintervalls– eine Verlaufsstudie in Anlehnung an den Röntgenleitfaden (RöLF07) a312-3180 v923 aDer Röntgenleitfaden ist eine Empfehlung derBundestierärztekammer zur Beurteilung der gesundheitlichenBedeutung röntgenologischer Befunde bei der Kaufuntersuchungund sieht eine Einteilung von Röntgenbefunden in Klassen vor.Die verschiedenen Röntgenklassen geben in Worten und Prozentangabenan, mit welcher Wahrscheinlichkeit „klinische Erscheinungenin unbestimmter Zeit“ zu erwarten sind (RöLF07). DieseBewertung spiegelt den aktuellen Stand der Erfahrungen renommierterPferdemediziner wieder, basiert jedoch nicht auf ausreichendenwissenschaftlichen Untersuchungen. In der Dissertationvon Müller (2008) wurde anhand von Verlaufsuntersuchungendie Entwicklung und klinische Bedeutung von Röntgenveränderungenan der Pferdezehe erarbeitet. Der vorliegenden Studieliegt dieses Datenmaterial zugrunde. Es wurde ermittelt, wiesich der röntgenologische Befundstatus der untersuchten Pferdepopulationnach unterschiedlichen Untersuchungszeiträumenverändert. Basierend auf dem Röntgenleitfaden (RöLF07) wurdedaher jedem Pferd eine Röntgenklasse zugeordnet. Es erfolgteein Vergleich zwischen Erst- und Verlaufsuntersuchung. Dabeiwurde insbesondere darauf eingegangen, ob die Länge des UntersuchungsintervallsEinfluss auf den röntgenologischen Befundstatushat. Es konnte festgestellt werden, dass ein Großteil derPferde (67,74–72,22 %) bis zu einem Untersuchungsabstand vondrei Jahren in beiden Untersuchungen in die gleiche Röntgenklasseeingestuft werden konnte. Bei Beobachtungszeiträumen vonüber drei Jahren war mit zunehmendem Untersuchungsintervallein steigender Anteil von Pferden, die einer höheren Röntgenklassezugeordnet wurden, zu beobachten. Dies war in der überwiegendenZahl der Fälle nicht auf die Weiterentwicklung einesbereits bestehenden Befundes, sondern auf das Auftreten neuerBefunde zurückzuführen.