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Antworten zur Lyme-Borreliose beim Pferd

Der Praktische Tierarzt 87, 188-197

Publiziert: 03/2006

Zusammenfassung

Im Rahmen von Untersuchungen zur Lyme-Borreliosebeim Pferd am Institut für Vergleichende Tropenmedizinund Parasitologie, LMU München, wurde zwischenOktober 2003 und März 2005 ein Fragebogen unter praktischenTierärzten verbreitet. Von 118 teilnehmendenTierärzten bestätigten 66, dass Pferde an Monoinfektionenmit Borrelia burgdorferi s. l. erkranken können, während19 annahmen, dass es zusätzlicher pathogener Faktorenzur Krankheitsauslösung bedarf. Die jährlichen Fallzahlenbewegten sich überwiegend zwischen einem und zehn erkranktenPferden. Tierärzte, die Pferde als empfänglicheinstuften, diagnostizierten die meisten Fälle und entdecktenhäufiger während BehandlungsmaßnahmenZeckenbefall an Pferden. Die Pferde aus ihrem Kundenkreisschienen zudem häufiger prophylaktisch gegen Ektoparasitenbehandelt zu werden. Die Verdachtsdiagnose„Lyme-Borreliose“ wurde am häufigsten in Verbindungmit Allgemeinstörungen, insbesondere einhergehend mitchronischem Leistungsabfall, Fieber, Innappetenz und Gewichtsverlust,sowie bestimmten orthopädischen Problemengestellt. Verdachtsdiagnosen wurden zumeist durchserologische Untersuchung gestützt, knapp über die Hälfteergänzt durch Kultivierung oder PCR. Die Behandlungder Lyme-Borreliose basierte in erster Linie auf Antibiotikaund Kombinationen dieser mit Antiphlogistika. Diemeisten Tierärzte bestätigten, seitens der Pferdebesitzermit Verdachtsfällen konfrontiert zu werden. Die Ersterenhielten die Letzteren gleichzeitig mehrheitlich für schlechtinformiert. Während einige Tierärzte kommentierten, dieDiagnose „Lyme-Borreliose“ würde oft missbräuchlich gestellt,bemerkten andere, das Vorkommen der Krankheitsei viel häufiger als allgemein angenommen.

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