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ITIS

Anästhesie-Leitlinien der American Animal Hospital Association

Die Initiative tiermedizinische Schmerztherapie (ITIS) stellt die aktuellen Anesthesia and Monitoring Guidelines der American Animal Hospital Association (AAHA) vor – mit besonderem Augenmerk auf die Lokalanästhesie.

Die Anesthesia and Monitoring Guidelines schlagen einen großen Bogen, beginnen bei der Vorbereitung des Patienten, beleuchten sämtliche Aspekte rund um Anästhesie und Analgesie am Tag des Eingriffs („Die Anästhesie beginnt zu Hause“) und schließen mit der Entlassung des Patienten in die Nachsorge. Essenzielle Aspekte wie die Merkmale des Patienten, Ausrüstung und Arzneimittel, Monitoring und Mitarbeiterschulung sowie das fachgerechte Anleiten des Tierhalters werden eingehend diskutiert.

Die Leitlinie wird aufgewertet durch viele Checklisten und Übersichts­tabellen, die durch umfangreiche Zusatz­informationen auf der Internetseite der Gesellschaft ergänzt werden. Wichtiges Fazit: Sämtliche Schritte und Maßnahmen müssen individuell an den Patienten angepasst werden!

Viele Aspekte der amerikanischen Guidelines sind analog in der Leitlinie „Anästhesiologische Versorgung bei Hund und Katze“ der DVG Fachgruppe Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie (VAINS) zu finden.

Multimodale Analgesie unter Einsatz von Lokalanästhetika

Ein Highlight ist die genaue Erläuterung der multimodalen (balancierten) Analge­sie, bestehend aus einer Kombination eines nichtsteroidalen Antiphlogistikums zur Dämpfung der Nozizeption und einer Lokalanästhesie zur Blockade der Schmerzübertragung sowie einem Opioid zur Reduktion der zentralen Rezeptorantwort. Vorteile dieses Ansatzes sind unter anderem eine bessere Analgesie und ein geringerer Bedarf an Anästhetika.

Sabine Kästner, Mitglied der Initiative tiermedizinische Schmerztherapie, kommentiert: "Das Prinzip der multimodalen Analgesie oder auch balancierten Anästhesie wird besonders betont. Dabei werden der Nutzen der Anwendung von Lokalanästhetika und lokalanästhetischer Techniken hervorgehoben und einzelne besonders empfohlene Techniken sehr detailliert beschrieben, wie die Epiduralanästhesie oder die intratestikuläre Injektion für die Kastration. Aber auch „splash blocks“ durch Aufsprühen oder Aufträufeln des Lokalanästhetikums auf den Wundrand oder die Schnittlinieninfiltration werden als einfache, aber effektive Methoden empfohlen. Eine wiederentdeckte Methode, die intraperitoneale Lavage mit Einbringen eines Lokalanästhetikums direkt in die Bauchhöhle, wird beschrieben."

Erfahren Sie mehr: Auf der Homepage der Initiative tiermedizinische Schmerztherapie lesen Sie eine Zusammenfassung der Leitlinien sowie den vollständigen Kommentar der ITIS-Expertinnen. Die Inhalte sind geschützt: Registrieren Sie sich als Tierärztin/Tierarzt bitte auf vetline.de und melden Sie sich auf i-tis.de einfach mit Ihren vetline-Benutzerdaten an.

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Die ITIS ist ein Fachgremium, besetzt mit führenden Spezialisten für veterinärmedizinische Schmerztherapie. Die Experten um die Professorinnen Michaele Alef, Sabine Kästner, Heidrun Potschka und Sabine Tacke sowie Dr. Julia Tünsmeyer setzen sich für ein optimales Schmerzmanagement bei Haus- und Nutztieren ein. ITIS wird unterstützt von Boehringer Ingelheim, CP-Pharma, Elanco, Vetoquinol, WDT und Zoetis.

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