ruhende Schweine im Wald
Foto: Rupert Stäbler

Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift

Alternatives Haltungssystem von Mastschweinen im Wald – Beurteilung von Tiergesundheit und Schlachtkörperqualität

Inhaltsverzeichnis

Alternative housing system of fattening pigs in the forest – evaluation of animal health and carcass quality

Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift 133

DOI: 10.2376/1439-0299-2020-11

Publiziert: 07/2020

Zusammenfassung

Ziel dieser Studie war, Tiergesundheitsparameter bei Mastschweinen unter möglichst naturnahen Bedingungen während einer Mastperiode im Wald und bei der anschließenden Schlachtung zu erheben und zu dokumentieren. Gleichzeitig wurde die Schlachtkörperqualität überprüft. Die tägliche Zunahme der Tiere und der Kraftfutteraufwand pro kg erzeugtem Fleisch wurden ermittelt. Dafür wurden zwei Gruppen mit jeweils 20 Schweinen (Schwäbisch-Hällisch*Pietrain) mit einem durchschnittlichen Gewicht von ca. 25 kg in zwei Waldflächen im bayerischen Alpenvorland eingestallt und dort bis zur Schlachtung gehalten. Sie erhielten ad libitum Kraftfutter (KF) und Grundfutter (GF) (Kleegras). Die Tiere wurden in 4-wöchigem Rhythmus sowie vor der Schlachtung gewogen und hinsichtlich Verletzungen, Parasitenbefall und allgemeinem Gesundheitszustand bonitiert. Am Schlachthof wurden Schlachtgewicht, Muskelfleischanteil (MfA) sowie der Zustand der Schlachtorgane und Klauen erhoben. Intramuskulärer Fettgehalt (IMF) und Radiocäsiumbelastung wurden durch Fleischproben bestimmt. Die Waldmastschweine wiesen bei den Lebendbonituren kaum Verletzungen auf, 99,7 % der untersuchten Tiere erhielten Note 0 (Benotung in Anlehnung an Welfare Quality® Assessment Protocol for Pigs 2009). Auch der Organzustand am Schlachthof war überwiegend ohne Befund (Verdauungstrakt bei 100% der Schweine, Herz und Niere bei 97,4 %, Lunge bei 81,6 %, Leber bei 55,3 % ohne besonderen Befund). Die durchschnittlichen täglichen Zunahmen bis 130 kg Lebendgewicht (LM) lagen bei 792 g bzw. 796 g pro Tag. Der durchschnittliche MfA bei der Schlachtung mit > 150 kg LM lag bei 55,2 % und der durchschnittliche IMF bei 2,5 %. Die Werte für eine Radiocäsiumbelastung lagen deutlich unter dem Grenzwert.

Ad-libitum-Fütterung
tägliche Zunahmen
Muskelfleischanteil
Intramuskulärer Fettgehalt
extensive Schweinemast Wald

Summary

The aim of this study was to collect and document the animal health status of fattening pigs under nearly natural conditions during their fattening period in the forest and after the subsequent slaughter. At slaughter, carcass quality was checked. The daily increase in animals weight and need of concentrate feed per kg of produced meat were calculated. Two groups of 20 pigs (Schwäbisch-Hällisch * Pietrain) with a average weight of 25 kg each were stabled in two forest areas in the Bavarian Alpine foreland and kept there until slaughter. They received ad libitum concentrated feed (KF) and basic feed (GF) (clover grass). The animals were weighed every 4 weeks and before slaughter and scored for parasites, injuries and general state of health. Slaughterhouse weight, muscle meat content (MfA) and status of organs and claws were recorded at the slaughterhouse; intramuscular fat content (IMF) and radio cesium load were determined by meat samples. Forest fattening pigs showed hardly any injuries at scoring while their fattening period (99.7% of the animals examined received a grade of 0, rating based on Welfare Quality® Assessment Protocol for Pigs 2009) and their organs were mostly healthy at slaughter (digestive tract 100%, heart and kidney 97.4%, lungs 81.6% and liver 55.3% without special findings). The average daily increases for fattening up to 130 kg live weight (LM) were 792 g and 796 g per day, respectively. The average MfA at slaughter with >150 kg LM was 55.2 % and the average IMF 2.5 %. Radio cesium load was below the limit.

Ad libitum feeding
average daily gain
muscle meat content
intramuscular fat content
extensive pig fattening forest

Einleitung

Schweine im Wald zu mästen stellt eine heute in Deutschland ungewöhnliche Haltungsform dar. In anderen europäischen Ländern hingegen ist sie in verschiedenen extensiven Varianten durchaus noch üblich: beispielsweise in dem spanischen Agroforstsystem Dehesa zur Endmast von Schweinen mit Eicheln (Lüdeke 2005, Rodríguez-Estévez et al. 2012) oder eine Schweinehaltung in den Saveauen in Kroatien (Beinlich und Poschlod 2005, Zahn 2014). In der Ungarischen Puszta wurde eine großflächige Schweinefreilandhaltung zur Landschaftspflege punktuell wieder etabliert (Vilagosi 2005). Eine Waldschweinehaltung bietet durch den hohen Anteil an Schatten, das Angebot an Totholz und Zweigen, den Mull auf dem Waldboden etc. eine noch tiergerechtere Umwelt als eine reine Weideschweinehaltung. In Deutschland ging die Jahrhunderte alte Tradition der Mast von Schweinen im Wald allerdings im Laufe des 19. Jahrhunderts verloren (Huss et al. 2011). Derzeit gibt es in Deutschland vereinzelt Projekte zur Mast von Schweinen im Wald, in der wissenschaftlichen Literatur ist in Deutschland nur ein aktuelles Projekt zur Eichel-Endmast von Schweinen bekannt (Huss et al. 2010).
Ziel dieser Untersuchung war, die Mast von Schweinen im Wald (zwei Flächen im oberbayerischen Alpenvorland) einerseits hinsichtlich verschiedener Punkte der Tiergesundheit zu beleuchten und andererseits hinsichtlich einer gesetzeskonformen Umsetzung praxistauglich zu etablieren. Zusätzlich sollten Fragestellungen wie tägliche Zunahme, Futterverwertung und die Qualität der Schlachtkörper überprüft werden. Denn nur durch Annahme und Integration der heute geltenden wissenschaftlichen Erkenntnisse insbesondere in Fütterung, Tierhaltung und Hygiene und unter Umsetzung der aktuell geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen kann diese Haltungsform auch für andere Landwirte interessant sein.

Material und Methoden

Aufbau und Vorbereitung der Versuchsflächen

Die Möglichkeit zur Erstellung der beiden Versuchsflächen für die Waldmast bot sich auf einem baurechtlich privilegierten landwirtschaftlichen Bio-Betrieb im südlichen Oberbayern. Zunächst wurde für beide Versuchsflächen ein forstrechtliches Genehmigungsverfahren zur Nutzungsänderung von Wald in landwirtschaftliche Nutzung durchgeführt. In diesem Rahmen wurde eine Rodungserlaubnis für die beiden Waldflächen erteilt. Anschließend wurden die zwei ca. 1 ha großen, ca. 15 km voneinander entfernt liegenden nadelholzreichen Waldflächen gemäß Schweinehaltungshygieneverordnung (SchHaltHygV 2014) doppelt eingefriedet (unterwühlsicherer Wildschutzzaun außen und Elektrolitze 2 m innerhalb) und mit Hygieneschleusen gemäß Anlage 4 SchHaltHygV ausgestattet. Abschließend erfolgte die veterinärrechtliche Genehmigung.
Die beiden Hutewaldflächen verfügen über eine autarke Wasserversorgung durch Brunnenanlagen. Innerhalb der äußeren Umzäunung gibt es eine klare Trennung des Schwarzbereiches (Futteranlieferung, Fahrzeug- und Personenverkehr) und des Weißbereiches, d. h. des Bereiches, der für die Tiere zugänglich ist und nur nach Händedesinfektion in Schutzkleidung und in betriebseigenem Schuhwerk betreten werden darf. Der Übergang ist durch eine Barriere optisch klar abgegrenzt, sodass ein versehentliches Überschreiten nicht möglich ist. Die beiden Waldbestände sind hinsichtlich ihrer Artenzusammensetzung (hohe Anteile von Nadelholz mit einzelnen fruktifizierenden Alt-Eichen), ihrer Altersstruktur (5- bis 35-jährig) und ihres Reliefs in etwa vergleichbar (einen Eindruck zu den genutzten Waldflächen vermittelt Abb. 1A).
Die hier vorgestellte Studie wurde begleitend zum landwirtschaftlichen Betrieb durchgeführt. Nach Ende des Versuchsdurchgangs wurde die Waldmast von Schweinen durch den beteiligten landwirtschaftlichen Betrieb fortgeführt und weiter ausgebaut.

Tiere

Beide Flächen wurden (nach zwei Vorversuchsjahren) im Frühsommer 2018 saisonal für ca. ein halbes Jahr mit jeweils 20 Läuferschweinen (25,4 kg ± 0,7 kg) (weibliche Schweine unkastriert, männliche Schweine unter Gabe von Schmerzmittel traditionell kastriert) der Rasse Schwäbisch-Hällisch*Pietrain (SH*Piet) belegt. Im Vorversuch hatte sich diese Rasse tendenziell als robuster gezeigt, Hauptgrund für die Entscheidung für SH*Piet war die Vermarktungssituation des Betriebes. Die Schweine stammten von einem Bio-Ferkelerzeuger und hatten daher unkupierte Schwänze; alle Tiere wurden in der Woche vor der Einstallung beim Ferkellieferanten entwurmt und im Laufe des Versuchs – aus Managementgründen Ende August – gemäß Vorschlag des bestandsbetreuenden Tierarztes gegen Rotlauf geimpft.

Fütterung

Die Tiere erhielten am zentralen, befestigten Futterplatz (Abb. 1B) ad libitum Bio-Alleinfutter als Kraftfutter (88 % Trockenmasse, 15,6 % Rohprotein in der Frischmasse, Energiegehalt: 12,10 MJ ME/kg) aus Trockenfutterautomaten und durchgehend frisches Kleegras als Grundfutter. Einen detaillierten Überblick über die Zusammensetzung des Kraftfutters gibt Tabelle 1. Da im Vorversuch bei zu hohem Proteingehalt im Futter Anzeichen für negative Effekte (z. B. Annagen von Baumrinde) auftraten, wurden die Tiere von Anfang an durchgehend, d. h. einphasig, mit Kraftfutter für die Endmast (d. h. geringerer Rohproteingehalt) gefüttert. Dabei wurde davon ausgegangen, dass eine ggf. in der Vormast entstehende Eiweißlücke durch die Aufnahme des proteinreichen Klees gemindert werden kann. Am Futterplatz befand sich auch die Beckentränke aus Kunststoff (90 l Beckenvolumen, Schwimmertränke). Je zwei Schweinekobel (in Anlehnung an Schumacher et al. 2003) boten Witterungsschutz für jeweils zehn Tiere. Die Schlachtung der Tiere erfolgte von November bis Januar mit einem Zielgewicht von mindestens 150 kg lebend.

Datenerhebung

Die Datenerhebung (Abb. 2) wurde an jedem Standort in acht Datenerhebungs-Cluster gegliedert. Ein Cluster bestand aus Wägung und Bonitur (W1–W8) aller Schweine. An beiden Standorten befanden sich klassische mechanische Viehwaagen. Die Tiere wurden einzeln gewogen und anschließend in der Waage stehend bonitiert.

Einstallung und Bonitur

Am Standort 1 erfolgte die Einstallung (Abb. 2, „E“) der Schweine Anfang Juni, am Standort 2 mit vier Wochen Zeitversatz Anfang Juli. Bei der Einstallung wurden die individuellen Ohrmarkennummern und das Geschlecht aller Tiere notiert, jedes Tier einzeln gewogen und der Integumentzustand bonitiert. Diese erste Integument-Bonitur und alle Folgebonituren erfolgten nach einem modifizierten Schema des „Welfare Quality® Assessment Protocol for Pigs“ (Welfare Quality® 2009). Die Bonitur der Tiere erfolgte dabei anhand der dem Betrachter zufällig zugewandten Körperhälfte, jeweils getrennt für die Körperregionen „Ohr“, „Kopf bis Schulterrücken“, „Schulterrücken bis Hinterbacke“, „Hinterbacke“ und „Gliedmaße“. Dabei wurde für jede Körperpartie die „Anzahl der Kratzer/Schramme > 2 cm (wenn Abstand ≤ 0,5 cm -> eine Verletzung)“ (Bewertung: 1 Läsion), „Anzahl der Wunden < 2 cm“ (Bewertung: 1 Läsion), „Anzahl der Wunden > 2 cm und ≤ 5 cm (Bewertung: 5 Läsionen), (es traten keine Wunden > 5 cm auf)“ und die „Anzahl der verheilten Wunden > 5 cm“ (Bewertung: 5 Läsionen) getrennt erfasst. Regionen mit bis zu vier Läsionen erhielten die Bewertung „a“, ab fünf bis zehn Läsionen Bewertung „b“. Tierindividuell zusammengefasst wurde Note 0 vergeben, wenn alle Regionen mit „a“ bewertet waren, sobald eine Region mit „b“ bewertet war, wurde Note 1 vergeben. Zusätzlich wurde immer der Zustand der Schwanzspitze (intakt und Borsten vorhanden oder nicht intakt und Borstenhaare abgebrochen, kranzartig um die Spitze angeordnet) und das Auftreten von Sonnenbrand (Kopf/Ohr sowie Rücken/Flanke) erhoben. Darüber hinaus wurde die Anzahl an Bursae auxiliares (im Folgenden der leichteren Lesbarkeit halber nur als Bursen bezeichnet) nach Gareis et al. (2016) erfasst.

Das zweite Cluster wurde circa zwei Wochen nach Einstallung gesetzt, danach wurden die Cluster der beiden Gruppen bis zum Versuchsende im Vier-Wochen-Rhythmus gelegt.

Temperaturmessung

Temperatur und relative Luftfeuchte wurden begleitend während der gesamten Mastdauer in jeder Fläche separat mit Temperatur- und Feuchteloggern (LogBox-RHT-LCD, Novus Automation Inc., Canoas, Brasilien) erfasst (Abb. 2, „M“). Die beiden Logger wurden im Wald bzw. in unmittelbarer Nähe zum Wald jeweils im Schatten unter Dach in 1,5–2 m Höhe angebracht.

Kotproben

Zu Beginn, Mitte und Ende der Mastdauer wurden einmal auf jeder Fläche Sammelkotproben von mindestens acht verschiedenen frischen Kothaufen (ca. 150 g Gesamtgewicht) (Abb. 2, P1–P3) entnommen und anschließend mittels Flotation auf das Vorhandensein von Parasiten im Darm analysiert (Analytik: Lehrstuhl für Experimentelle Parasitologie, Ludwig-Maximilians-Universität München).

Schlachtung

Zielgewicht zur Schlachtung (Abb. 2, S1–S4) war aus rein betriebswirtschaftlichen Gründen ein Lebendgewicht von > 150 kg; von den 40 Tieren erreichten fünf dieses nicht; diese fünf Tiere mussten jedoch aus organisatorischen Gründen vor Erreichen des Zielgewichtes geschlachtet werden und wurden mit in die Auswertung einbezogen. Zwei schlachtreife Sauen wurden bei der letzten Schlachtung als Zuchttiere zurückbehalten, hier konnte nur der Klauenzustand erfasst werden. Somit liegen von 38 Tieren Schlachtdaten vor. Einzige Ausnahme davon bildet die IMF-Analytik: zunächst sollten nur 60 % der Schlachtkörper zur Bestimmung des IMF-Gehaltes beprobt werden, dies wurde nach einer Anpassung der Versuchsanordnung auf 100 % erhöht. Da schon zwei Gruppen geschlachtet waren, wurden insgesamt nur 34 Schweine der IMF-Analytik zugeführt. Die Reihenfolge bei der Auswahl der zu schlachtenden Tiere erfolgte weitgehend nach individuellem Körpergewicht. Schwerere Tiere wurden dabei in der Regel zuerst geschlachtet. Zunächst wurden im November und Dezember in vier 5er-Gruppen die Schweine aus Standort 1 geschlachtet, dann in drei 5er- und einer 3er-Gruppe im Dezember und Januar die Tiere aus Standort 2. Zwischen den Schlachtungen lag jeweils mindestens eine Woche Abstand. Die zu schlachtenden Tiere wurden vor der Verladung gewogen und am Tag vor der Schlachtung mittags am Schlachthof angeliefert, die Zeit bis zur Schlachtung am nächsten Morgen verbrachten sie in einer abgetrennten Bucht mit Stroheinstreu, Wasser und Kraftfutter.

Auch nach der Schlachtung wurde die individuelle Kennzeichnung der Tiere bei den einzelnen Schlachtkörperteilen und den Organen der Tiere weitergeführt. Nach Betäubung und Entbluten der Schweine wurde - noch vor dem Brühen - der Klauenzustand der Schlachtkörper bonitiert (Abb. 3).

Die Beurteilung des Organzustandes (Lunge, Herz, Leber, Niere, Verdauungstrakt) erfolgte durch den fleischbeschauenden Tierarzt des Schlachthofes. Die Einstufung des Organzustandes erfolgte in modifizierter Form nach dem QS-Leitfaden (2019). Nach der Fleischbeschau wurden die Mägen entlang der großen Kurvatur geöffnet, ausgewaschen und der Magenzustand dokumentiert. Zur Bestimmung des intramuskulären Fettgehaltes (chemische Analytik) wurde von 34 Tieren das Fleisch der 13. Rippe analysiert (Analytik durch Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft); für die Radio-Cäsium-138-Analyse (38 Tiere) wurden circa 500 g Muskelfleisch an einer Vordergliedmaße entnommen (Analytik an einer Wildbret-Messstation, Tiergesundheitsdienst Bayern e. V.). Aus dem Quotienten zwischen dem Gewicht des Schlachtkörpers am Haken und dem Lebendgewicht der Tiere vor der Verladung errechnete sich die Ausschlachtung der Schweine. Der Muskelfleischanteil wurde mittels ZP-Verfahren (§ 2 Abs. 7 Nr. 3 bzw. Anlage 3 Schweineschlachtkörper-Handelsklassenverordnung [SchwHKlV] 1986) bestimmt. Die amtliche Rechenformel lautet hier:
Muskelfleischanteil ZP = 58,10122 – 0,56495 x Speckdicke + 0,13199 x Fleischdicke

Jeweils nach der vierten Schlachtung wurde der Kraftfutterverbrauch (Abb. 2, „F“) für beide Flächen ermittelt.

Statistik

Die Statistische Auswertung wurde mit IBM® SPSS® Statistics Version 22 und 25 (International Business Machines Corporation, Armonk, USA) durchgeführt. Das Geschlechterverhältnis der Gruppen wurde mittels Chi-Quadrat-Test analysiert. Die Schlachtergebnisse wurden visuell auf Normalverteilung geprüft. Die Schlachtergebnisse wurden dann mittels Mann-Whitney-Test und T-Test analysiert. Der Test der Korrelationen erfolgte nach Pearson. Organ- und Klauenzustand wurden deskriptiv ausgewertet.

Ergebnisse

Während der Versuchsdurchführung traten keine Erkrankungen oder Tierverluste auf.

Gewichtsentwicklung

Bei der Einstallung war das Durchschnittsgewicht (25,4 kg ± 0,7 kg) beider Gruppen mit je 20 Tieren vergleichbar (Standort 1: 26,1 kg; Standort 2: 24,7 kg) (Tab. 2). Einen Überblick über die Entwicklung der Durchschnittsgewichte der Schweine im Versuchsablauf gibt Abbildung 4.

Aufgrund der kontinuierlichen Schlachtung der schwersten Tiere am Ende der Mast wurde für die Berechnung der täglichen Zunahme die letzte gemeinsame Wägung aller Tiere (6. Wägung) vor Beginn der Schlachtungen als Basis herangezogen, Wägung 7 und Wägung 8 wurden nicht verwendet. Die durchschnittliche tägliche Zunahme von der Einstallung bis zur 6. Wägung (durchschnittliches Gewicht Standort 1: 132,0 kg und Standort 2: 127,7 kg; Abb. 4, Tab. 2) betrug am Standort 1 796 g/d und am Standort 2 792 g/d.

Futterverwertung

Zur Erzeugung von 1 kg Lebendgewicht wurden am Standort 1 rechnerisch ca. 3,7 kg und am Standort 2 ca. 3,9 kg Kraftfutter bis zur Schlachtung aufgewendet. Zusätzlich wurde durchgehend Grundfutter (frisches Kleegras) gefüttert, die Aufnahme sank von ca. 2,5 kg Frischmasse (FM) pro Tag kurz nach der Einstallung auf Werte unter 100 g FM zum Zeitpunkt der Schlachtung.

Bonitur

Insgesamt wurden im Laufe des Versuchs 289 Einzeltier-Bonituren an lebenden Tieren vorgenommen. Die Auswertung und Benotung erfolgte in Anlehnung an das Welfare Quality® Assessment Protocol for Pigs (Welfare Quality® 2009).

Gemäß des Scores erhielten 288 der 289 untersuchten Tiere für sämtliche Körperregionen die Bewertung „a“: Von diesen 288 Tieren hatten 259 Tiere in keiner Region Kratzer oder (verheilte) Wunden; 29 Tiere wiesen in einzelnen Regionen Kratzer oder kleine Wunden auf. Sie erhielten dennoch für alle Regionen die Bewertung „a“, da bis zu vier Läsionen pro Region mit „a“ bewertet werden. Nur ein Tier mit einer verheilten Wunde > 5 cm erhielt für eine Region die Bewertung „b“. Insgesamt trat nur eine Wunde < 2 cm und eine verheilte Wunde > 5 cm auf. Alle anderen Läsionen waren auf Kratzer zurückzuführen. Tierindividuell zusammengefasst erhielten 99,7 % der untersuchten Tiere (288 Tiere) Note 0 und 0,3 % (1 Tier) Note 1.

Alle 289 bonitierten Tiere wiesen ein aufmerksames, vitales Verhalten ohne äußerlich sichtbare Veränderungen sowie eine gute Kondition auf.

Zeckenbefall wurde getrennt für „Kopf und Ohr“, „Schulter, Flanke, Hinterbacke“ und „Gliedmaßen, Abdominal-/Inguinalregion“ erfasst. Zeckenbefall an „Kopf und Ohr“ fand hauptsächlich nach der Einstallung statt. Von insgesamt 14 Tieren (davon 13 aus Standort 2, eines aus Standort 1), die Zeckenbefall an „Kopf und Ohr“ aufwiesen, hatten elf Tiere 14 Tage nach Einstallung Zecken an „Kopf und Ohr“. „Schulter, Flanke und Hinterbacke“ wiesen bei keinem Tier Zeckenbefall auf. An „Gliedmaßen, Abdominal-/Inguinalregion“ wurden 14 Tage nach der Einstallung ausschließlich an Standort 2 Zecken gefunden. Insgesamt hatte kein Tier mehr als drei Zecken pro beurteilter Körperregion.

Zwei Tiere hatten zu einem Beurteilungszeitpunkt Grad-1-Bursen (Bursae auxiliares) nach Gareis et al. (2016). Weitere Bursen traten nicht auf. Einmal zu Anfang und einmal zum Ende der Mast wurde jeweils eine nicht intakte Schwanzspitze mit geringgradiger Veränderung (kleine Verletzung) dokumentiert. Alle anderen 287 bonitierten Schwänze waren vollständig und ohne Verletzung.

An Kopf und Ohr trat an Standort 1 Ende Juni Sonnenbrand auf (30 % der Tiere bei Bonitur 2), an Standort 2 Ende August (25 % der Tiere bei Bonitur 3), Mitte September (10 % der Tiere bei Bonitur 4) und Mitte November (5 % der Tiere, d. h. ein Tier, bei Bonitur 6). Sonnenbrand an Rücken und Flanke trat ausschließlich an Standort 2 auf, Ende August (15 % der Tiere, Bonitur 3) und Mitte September (10 % der Tiere, Bonitur 4).

Kotproben

Bei der ersten Kotprobe nach der Einstallung konnte an beiden Standorten kein Parasitenbefall festgestellt werden. An Standort 1 wurden dann Mitte der Mast zahlreiche Ascariden-Eier („++“, circa 300–1000 Eier pro g Kot) festgestellt und vereinzelt Kokzidien-Oozysten („+“, circa 0–300 Oozysten pro g Kot). Daher wurden die Tiere an Standort 1 entwurmt (Tierarzneimittel: Pigfen, Granulat; Wirkstoff: Fenbendazol, 40 mg/g, einmalige Anwendung von 5 mg Fenbendazol pro kg Körpergewicht gemäß Wägung; Zulassungsinhaber: Huvepharma, Antwerpen, Belgien); gegen Ende der Mast wurden nur vereinzelt Ascariden-Eier („+“, circa 0–300 Eier pro g Kot) gefunden. An Standort 2 wurden Mitte der Mast zwar keine Ascariden-Eier festgestellt, jedoch wurden vereinzelt Kokzidien-Oozysten („+“) gefunden; gegen Ende der Mast war kein Parasitenbefall feststellbar.

Schlachtung

Einen Überblick über die wesentlichen Schlachtdaten der gesamten Herde, d. h. der Tiere beider Standorte zusammen und sortiert nach Geschlechtern, gibt Tabelle 3. Die Geschlechteranteile beider 20er-Gruppen an den beiden Standorten waren vergleichbar (sechs weibliche und 14 kastrierte männliche bzw. acht weibliche Tiere und zwölf kastrierte männliche Tiere). Bei einer Gruppierung der Schlachtergebnisse nach dem Standort gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Standorten. Das durchschnittliche Speck- und Fleischmaß wurde mittels ZP-Verfahren (§ 2 Abs. 7 Nr. 3 bzw. Anlage 3 SchwHKlV 1986) gemessen; es betrug 2,5 cm (Speckmaß) und 8,5 cm (Fleischmaß).

Die mittleren Lebendgewichte der weiblichen Tiere lagen 1,55 kg unter denen der männlichen Kastraten, die Schlachtgewichte 4,54 kg unter denen der Kastraten (Tab. 3). Die Ausschlachtung weiblicher Tiere war dementsprechend um 0,96 % geringer als die der Kastraten. Der intramuskuläre Fettgehalt der gesamten Herde lag bei durchschnittlich 2,48 %, der IMF weiblicher Tiere (1,89 % IMF) betrug 68 % des intramuskulären Fettgehaltes männlicher kastrierter Tiere (2,76 % IMF). Vergleichbar dazu lag auch das Speckmaß weiblicher Tiere bei 80 % des Speckmaßes der Kastraten. Das Fleischmaß weiblicher Tiere dagegen lag bei 99 % des Fleischmaßes der Kastraten.
Signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern ließen sich bei Schlachtgewicht, Speckmaß (alle Werte p ≤ 0,05) und dem intramuskulären Fettgehalt (p ≤ 0,001) belegen.

Einen Überblick über die Korrelationsanalyse (nach Pearson) zwischen Lebend-/Schlachtgewicht und ausgewählten Parametern der Schlachtung gibt Tabelle 4.
Die Belastung des Fleisches mit Cäsium lag zwischen 0 und höchstens 68 Bq pro kg (Grenzwert für den Verkauf von Fleisch: 600 Bq pro kg; Verordnung [EG] Nr. 733/2008 [2008]).

Die Abhängigkeit des intramuskulären Fettgehaltes von Geschlecht und Lebendgewicht zeigt Abbildung 5.

Handelsklassen

Die amtlichen Rechenformeln (SchwHKlV 1986) zur Berechnung der Muskelfleischanteile (MfA) sind nur für Schlachtgewichte < 120 kg zugelassen. Daher wurden die Waldschweine nach ihrem Schlachtgewicht (SG) in zwei Gruppen, < 120 kg SG und > 120 kg SG, eingeteilt. Die Gruppe < 120 kg SG enthielt elf Tiere mit einem durchschnittlichen Schlachtgewicht von 115,9 kg und einem durchschnittlichen MfA von 55,7 %. Die Gruppe > 120 kg SG enthielt 27 Tiere mit einem durchschnittlichen Schlachtgewicht von 129,0 kg und einem durchschnittlichen MfA von 55,0 %. Die Überprüfung der Auswirkung des Schlachtgewichts auf die MfA-Berechnung bei der amtlichen Rechenformel ergab, dass es keine signifikanten Unterschiede zwischen den errechneten MfA-Werten der Tiere größer und kleiner 120 kg gab (asymptotische Signifikanz p = 0,91), das Gewicht hatte damit keinerlei Einfluss auf die MfA-Berechnung.

Der durchschnittliche MfA für alle Waldschweine (größer und kleiner 120 kg SG) lag bei 55,2 % MfA. Dies entspricht Handelsklasse E (Tab. 5; Anlage 1, SchwHKlV 1986).

Organbefunde

Einen Überblick zu den Organbefunden der 38 geschlachteten Waldschweine gibt Tabelle 6. Der Verdauungstrakt/Magen wies bei keinem Tier eine Veränderung auf, Magengeschwüre wurden bei keinem Tier gefunden. Bis auf jeweils ein Tier waren auch Herzbeutel und Nieren gesund bzw. ohne Befund. Gesunde bzw. unveränderte Lungen wurden bei 81,6 % der Tiere gefunden; 13,1 % der Tiere hatten geringgradig veränderte Lungen (d. h. bis zu 10 % der Lunge verändert, z. B. am Zwerchfell angewachsen, ein kleines Teilstück schlecht belüftet) und 5,3 % mittelgradig veränderte Lungen (d. h. 10–20 % der Lunge verändert, z. B. ein Lungenflügel verändert, ein Lungenflügel verklebt). Die Lebern waren bei 55,3 % der Tiere gesund bzw. unverändert, bei 36,8 % lagen geringgradige Veränderungen (z. B. Schatten von milk spots, bis zu zwei kleine milk spots) und bei 7,9 % bzw. drei Tieren mittelgradige Veränderungen (z. B. mehr als zwei milk spots bzw. große milk spots) vor. Dabei waren von den insgesamt 17 Tieren mit Leberveränderungen 13 in Standort 1 und vier in Standort 2 eingestallt.

Klauenuntersuchung

Die Klauenuntersuchung bei allen 40 Tieren (38 Schlachttiere plus zwei Lebenduntersuchungen) ergab bei Wandhorn, Kronsaum und Afterklaue bei keinem Tier Veränderungen, alle waren ohne besonderen Befund. Ballen und Sohlenhorn dagegen waren nur bei ca. knapp einem Drittel der Tiere unverändert, ein Drittel wies oberflächliche Veränderungen (z. B. Schramme, Spalt etc. > 1 cm Länge, offenkundig keine Wunde mehr, ggf. verheilte Wunde) und ca. ein Drittel tiefe Veränderungen (z. B. tieferliegende Gewebestrukturen oder Blut sichtbar) auf (Tab. 7, Abb. 6 A und B).

Diskussion

Gewichtsentwicklung

Die hier untersuchte Waldschweinehaltung (Genetik: Schwäbisch-Hällisch*Pietrain [SH*Piet]) bewegt sich mit einer Besatzdichte von 20 Tieren/ha im Bereich der intensiven Freilandhaltung; 15–20 Schweine/ha gelten als intensiv, zwei bis drei Schweine/ha als extensiv (Beinlich et al. 2005a). Dementsprechend lagen die durchschnittlichen täglichen Zunahmen der Tiere mit 796 g/d (Standort 1) und 792 g/d (Standort 2) sehr hoch und nahe beim Zielwert von ≥ 800 g/d für die intensive, konventionelle Stall-Schweinemast bis 120 kg (Müller et al. 2014, Roth 2011). Die aktuellen Werte der Leistungsprüfungsanstalten in Bayern geben für weibliche (Mast-)Endprodukte (Genetik: Deutsche Landrasse [DL]*Pietrain (Piet); Deutsches Edelschwein [DE]*Piet; [DE*DL]*Piet; [DL*DE]*Piet) Zunahmen von 881 g/d an (Eisenreich et al. 2019). Andere Schweinefreilandhaltungen (auf Weideflächen) erreichen die geschilderten hohen Zunahmen dieser Studie nicht, für extensive Freilandhaltungen wird von täglichen Zunahmen von 220–280 g/d berichtet (Genetik: Schwäbisch-Hällische Schweine, Angeler Sattelschweine und Düppeler Weideschweine) (Beinlich et al. 2005b). Nicht ausreichend zugefütterte, laktierende Sauen magern bei Weidehaltung sogar ab (Thies et al. 2005). Eine ältere Untersuchung (Genetik: zeittypische Mastschwein-Genetik der DDR) in einer intensiven Waldmastanlage mit sehr hoher Besatzdichte von ca. 500 Tieren/ha und 15.000 bzw. 10.000 untersuchten Tieren berichtet – bei einem mit dieser Studie vergleichbaren, intensiven Fütterungsniveau – von täglichen Zunahmen von 544 bzw. 559 g/d (Bennewitz et al. 1983). Dies wurde dort nur erreicht, solange der Waldbestand noch unbeschädigt war und seine Schutzfunktion erfüllte.

Die hier vorgestellte Studie zeigt, dass eine Schweinefreilandhaltung im Wald bei Ad-libitum-Fütterung Tageszunahmen erreichen kann, die mit einer konventionellen Stallhaltung vergleichbar sind. Dies ist einerseits interessant, da hier ausschließlich Biofutter (100 % Biofütterung, keine konventionellen Komponenten) verwendet wurde, in dem die in der konventionellen Fütterung übliche künstliche Supplementierung von fehlenden Aminosäuren nicht möglich ist; auch die Läufer wurden beim Ferkelerzeuger von Geburt an zu 100 % ökologisch, d. h. ohne konventionelle Komponenten, gefüttert. Andererseits wurde die durchschnittliche tägliche Zunahme für durchschnittliche Lebendgewichte von 130 kg und damit deutlich über den üblichen 120 kg errechnet, die sonst bei der Berechnung verwendet werden (Müller et al. 2014, Roth 2011). Zusätzlich stammten die Masttiere (Hybride SH*Piet) mit ihren SH-Müttern von einer alten, züchterisch nicht so intensiv bearbeiteten Rasse.

Ursächlich dafür dürften mehrere Faktoren sein: Einerseits bestand die Freilandhaltungs-Fläche fast ausschließlich aus Wald, sodass die Tiere den Witterungsextremen bei weitem nicht so ausgesetzt waren, wie dies üblicherweise bei Weidehaltungen der Fall ist. Bestätigend dazu schildern Bennewitz et al. (1983), dass die täglichen Zunahmen nach Absterben des Waldes (nach Übernutzung durch die extremen Besatzdichten von > 500 Schweinen/ha) auf der so entstandenen Freifläche zurückgingen. Nach Plonait (2004) sind Mastschweine insbesondere gegen zu hohe Temperaturen empfindlich. Andererseits hat die Jahreszeit, in der im Freien gemästet wird, einen großen Einfluss auf die tägliche Zunahme (Bennewitz et al. 1983). Darüber hinaus wurde ad libitum mit standardisiertem Bio-Kraftfutter gefüttert und zusätzlich durchgehend Kleegras ad libitum angeboten. Damit wurde eine gleich bleibende Futterqualität gewährleistet und die Futterkonkurrenz der Tiere wurde so gering wie möglich gehalten. Das niedrige Tier:Fressplatz-Verhältnis von 2:1 an den Kraftfutterautomaten trug zu einer geringen Konkurrenz bei; Plonait (2004) nennt bei Ad-libitum-Fütterung von Trockenfutter ein Tier-Fressplatz-Verhältnis von 4:1 als Mindestanforderung. Durch das freie Angebot von Grundfutter (Kleegras), Kraftfutter (KF) und Waldfrüchten, insbesondere Eicheln, konnten die Schweine ihre Ration in einem gewissen Umfang individuell zusammenstellen. Im Verbund sorgten die genannten Punkte dafür, negative Effekte bei den Tieren in jeder Richtung zu vermeiden – sei es klimatisch, sei es durch Futterkonkurrenz oder durch individuell nicht passendes Futter. Dadurch konnten die für Freilandhaltung ungewöhnlich hohen täglichen Zunahmen von knapp 800 g/d erreicht werden.

Der bis zur Schlachtung im Versuch gemessene Kraftfutter-Bedarf liegt bei 3,7 bzw. 3,9 kg KF (Energiegehalt: 12,10 MJ ME/kg KF) pro kg erzeugter Lebendmasse. Für konventionelle Stallmast wird ein Ziel von < 3,0 kg Futter pro kg Lebendmasse angegeben (Müller et al. 2014). Konventionelle bayerische Praxisbetriebe haben bei der Mast von Bayernhybriden im Stall eine Futterverwertung von 2,96:1 (Littmann et al. 2008). Laut Bennewitz et al. (1983) brauchen Schweine in Waldmastanlagen 10–15 % mehr Futter als in Mastställen. Der etwas höhere Futterbedarf in dieser Studie dürfte einerseits von der Verwendung von Bio-Kraftfutter kommen, das nicht wie konventionelles Mastfutter künstlich um fehlende Aminosäuren ergänzt werden kann. Andererseits wurden die Tiere auch am Mastende ohne Restriktion ad libitum gefüttert. Darüber hinaus wurden die Tiere weit über die üblichen 120 kg Lebendgewicht bis zu einem Zielgewicht von ≥ 150 kg gemästet. Damit steigt der energieaufwändigere Fettansatz, der Proteinansatz geht zurück (Hammond, in: Roth 2011). Auch die hohe Bewegungsaktivität und die winterlichen Temperaturen gegen Ende der Mast führten vermutlich zu einem höheren Futterverbrauch; Stangl (2011) geht davon aus, dass – allerdings erst bei einem deutlichen Unterschreiten der thermoneutralen Temperatur (16–22 °C) –bei Schweinen pro 1 °C Abweichung nach unten zusätzlich bis zu 3 % des Erhaltungsbedarfes für die Thermoregulation aufgewendet werden müssen. Bei den Tieren an Standort 2, die alle erst nach den Tieren von Standort 1 später im Winter geschlachtet wurden, war dies sicherlich der Fall, sie brauchten 0,2 kg KF/kg Lebendgewichtszuwachs mehr als die Tiere an Standort 1. Unter Einbeziehung der aufgeführten Einflussfaktoren kann der Kraftfutterbedarf pro kg erzeugter Lebendmasse für Praxisbedingungen im Freiland als gering eingestuft werden. Neben KF mit 15,6 % Rohprotein (XP) in der Frischmasse (FM) (zusammen abgekürzt: XPFM) bzw. 17,7 % Rohprotein (XP) in der Trockenmasse (TM) (zusammen abgekürzt: XPTM) erhielten die Schweine durchgehend bis zur Schlachtung frisches Kleegras; dieses wurde in den o. g. Futterbedarf nicht mit eingerechnet. Während der Anfangsmast wurden große Mengen um 2,5 kg Frischmasse pro Tier und Tag verzehrt, die aufgenommene Menge reduzierte sich trotz ausreichender Vorlage bis zum Ende der Mast auf Mengen unter 100 g pro Tier und Tag. Bei Getreidemast empfiehlt Roth (2011) für die Anfangsmast (30–60 kg) 18 % XPFM bzw. 20,5 % XPTM, für die Mittelmast (60–90 kg) 16 % XPFM bzw. 18,2 % XPTM und für die Endmast (90–120 kg) 14 % XPFM bzw. 15,9 % XPTM im Alleinfutter.

Wegen der großen Unterschiede im Trockenmassegehalt werden im folgenden Abschnitt anstelle der üblichen Frischmassen die Trockenmassen als Bezugsgröße für den Rohproteingehalt der Futtermittel verwendet: Aufgrund der hohen täglichen Zunahmen ist davon auszugehen, dass die Tiere den in der Anfangs- und Mittelmast mit 17,7 % XPTM (15,6 % XPFM) bewusst gering gehaltenen Rohproteingehalt im Alleinfutter durch die hohe Aufnahmemenge von verhältnismäßig rohproteinreichem Kleegras ergänzten: Jung geschnittenes Kleegras hat 16,3 % XPTM (3,1 % XPFM) (Kellner und Becker 1971). Damit kann eine gewisse Einsparung bzw. Ergänzung anderer hochwertiger Eiweißträger erreicht werden. Gegen Ende der Mast konnten die Tiere den rechnerisch zu hohen Rohproteingehalt im Alleinfutter über die zusätzliche Aufnahme von sehr rohproteinarmen Eicheln reduzieren; frische Eicheln mit Schalen enthalten nur 6,2 % XPTM (3,7 % XPFM) (Kellner und Becker 1971).

Bonitur

Trotz potenzieller Verletzungsmöglichkeiten im Wald traten bei den Schweinen wenige Kratzer und nur in ganz geringem Umfang Wunden (im ganzen Zeitraum eine verheilte Wunde und eine kleine sichtbare Wunde) auf. Alle Tiere waren durchgehend aufmerksam und vital. Minustemperaturen, Schnee und gefrorener Boden wurden – am Ende der Mast – problemlos ertragen. Beinlich et al. (2005b) berichten, dass die ganzjährige Freilandhaltung von Sauen kein erhöhtes Gesundheits- oder Verletzungsrisiko birgt. Dies konnte nun in der vorliegenden Studie auch für Mastschweine bestätigt werden. Es gab keine Anhaltspunkte für ein Auftreten von vielen Verletzungen, Stichwunden etc., von denen Grauvogl et al. (1997) bei Sauenweidehaltung berichtet hatten. Zeckenbefall trat am Anfang der Mast auf und dabei insbesondere an Standort 2, der das erste Mal mit Mastschweinen belegt wurde. An Standort 1 hatten im Vorversuchsjahr, als große Teile der Fläche zum ersten Mal von Schweinen genutzt wurden, viele Tiere massiven Zeckenbefall. Im hier dargestellten Versuchsjahr 2018 wurde an Standort 1 dann über die ganze Zeit nur eine Zecke gefunden. Auch an Standort 2 wurden nach dem Peak des Zeckenbefalls kurz nach der Einstallung im Verlauf der Zeit kaum mehr Zecken gefunden. Vermutlich werden die Zecken durch Abscheuern und das mehlige Erdmaterial in den Schlafhütten abgetötet.

Über die gesamte Mastzeit wurden nur zweimal an einem Tier geringgradige Bursen (Bursae auxiliares) notiert, die sich jedoch wieder zurückbildeten. Damit zeigt sich der Vorteil der weichen und durch die Tiere aktiv an die Gelenke anpassbaren Liegemöglichkeiten im Mull oder dem trockenen Erdmehl der Schweinekobel. Vergleichbar dazu kommen auch Hergt et al. (2018) für Stallhaltungen zu dem Ergebnis, dass weiche Einstreu das Auftreten von Bursen bei Mastschweinen deutlich verringert. Bei Schlachtungen an den bayerischen Leistungsprüfungsanstalten waren nur 18,5 % der untersuchten Tiere ohne Bursen (Bursae auxiliares) (Eisenreich et al. 2019); Ostner et al. (2018) berichten sogar, dass bei der Schlachtung nur 2,2 % der in konventioneller Stallhaltung aufgezogenen Mastschweine keine Bursen aufwiesen. Auch zwei Schwanzspitzenverletzungen verheilten wieder, Schwanzbeißen wurde nicht beobachtet. Mehr Probleme bereitete Sonnenbrand (bis zu 30 % der Schweine betroffen) in den ersten Wochen nach der Einstallung. An Standort 2 trat dieser auch später immer wieder über die Mastzeit bis in den Spätherbst auf. Auch Ferkel von Sauenfreilandhaltungen weisen häufig Sonnenbrand auf (Thies et al. 2005). Betroffen waren durchgehend die rosafarbenen Partien an Ohr, Nacken und Rücken, dunkelhäutige Partien hatten keinen Sonnenbrand. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass insbesondere die fehlende Suhlmöglichkeit an Standort 2 wohl zu dem vermehrten Auftreten von Sonnenbrand geführt hatte. Nach Einrichtung einer Lehmsuhle im auf den Versuch folgenden Jahr wurde dieses Problem fast vollständig behoben.

Eine Belastung der Gelenke durch hart gefrorenen, unebenen Boden, wie sie Beinlich et al. (2005b) bei Schwäbisch Hällischen Zuchtsauen erwähnen, wurde nicht festgestellt. Wandhorn, Kronsaum und Afterklaue wie auch das Sohlenhorn waren bei allen Tieren unversehrt. Die Hornabnutzung war durch die gepflasterten Futterplätze und die trockenen Böden (Hitzesommer 2018) für die Masttiere ausreichend. Stallklauen, wie sie manchmal bei Zuchtsauen im Winter in Freilandhaltungen auftreten (Thies et al. 2005), traten nicht auf. Die Ballen dagegen waren nur bei ca. einem Viertel der Füße in Ordnung, drei Viertel waren oberflächlich und häufig auch durch tiefe Risse verändert (Abb. 6). Der Transport zum Schlachthof/die Schlachtung selbst konnte als Ursache ausgeschlossen werden, da auch offenkundig schon im Abheilen befindliche Risse detektiert wurden. Es schien so, als ob die Verhornung der Ballenhaut durch die intensive Beanspruchung zu einer Sprödheit der Haut führte und dass diese dann aufplatzte und Risse im Ballen bildete. Dabei scheint trotz der ständigen Beanspruchung eine Heilung möglich zu sein, da auch sichtbar verheilte Verletzungen gefunden wurden. Ein Lahmen von Tieren wurde durchweg nicht beobachtet. Auch Thies et al. (2005) berichten von nur wenigen Lahmheiten bei Schweinefreilandhaltungen, die - wenn sie auftraten - durch Hornspalten oder entzündete Gelenke verursacht wurden.

Schlachtung

Die Schlachtergebnisse zeigen deutliche geschlechtsabhängige Unterschiede: weibliche Tiere hatten insgesamt ein etwas geringeres Wachstumsvermögen als männliche Kastraten; das Wachstum weiblicher Tiere geschah relativ betrachtet mehr über Muskelentwicklung und im Vergleich zu Kastraten in geringerem Umfang durch Aufbau von Speck. Gleiches beschreibt auch Roth (2011). Das führte bei beiden Geschlechtern zu einem nahezu gleichen Fleischmaß (weiblich 99 % von männlich) bei reduziertem Speckmaß (weiblich 80 % von männlich) der weiblichen Tiere. Die verringerte Speckauflage weiblicher Tiere wirkt sich jedoch im Vergleich zu den Kastraten negativ auf den intramuskulären Fettgehalt aus.

Speckauflage der Tiere und intramuskulärer Fettgehalt sind anscheinend in gewissem Umfang gekoppelt. Dementsprechend wiesen Kastraten einen um 32 % höheren IMF als die weiblichen Tiere auf. Auch Henning und Baulain (2006) berichten von einer stärkeren Einlagerung von IMF bei Kastraten. Die Bestimmung einer Geschmacksgrenze, ab der der IMF positive Effekte entfaltet, gestaltet sich in der Literatur schwierig: Der IMF-Gehalt ist stark von der eher kranialen oder kaudalen Lage der Probennahmestelle im Musculus longissimus thoracis et lumborum abhängig (bis zu 100 % Unterschied je nach Position) und an der Probennahmestelle selbst wiederum von der eher dorsalen oder vertebralen Lage im Muskel (Heylen 1999). Davon ausgehend ergeben sich wohl die streuenden Aussagen zum kritischen IMF-Gehalt, ab dem ein positives Verzehrserlebnis (Zartheit, Saftigkeit, Geschmack) beim Fleischverzehr wahrgenommen wird. Grundsätzlich zeichnet sich ab, dass ein höherer IMF geschmacklich positiv beurteilt wird und die kritische Grenze bei ca. 2–2,5 % IMF liegt (Fernandez et al. 1999, Heylen 1999, Looser 2006); ähnlich fasst auch Mörlein (2007) darüber hinausgehende Literatur zusammen. Nur Blanchard et al. (2000) erklären, dass der IMF keinerlei Einfluss auf das Geschmackserlebnis habe. Aufgrund des mit dem IMF auch optisch sichtbaren, steigenden intermuskulären Fettanteil kann ein IMF über 3,5 % allerdings zur Ablehnung des Fleisches führen (Fernandez et al. 1999). Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die weiblichen Tiere mit durchschnittlich 1,9 % IMF die Grenze von 2,0 %, ab der der IMF wohl positiv wahrnehmbar wird, nicht überschritten, während die Kastraten mit 2,8 % deutlich in einem Bereich lagen, dem ein positives Geschmackserlebnis zugeschrieben wird, bei dem jedoch die ggf. nach oben kritische Marke von 3,5 % im Durchschnitt noch nicht durchbrochen wird. Einen vom Geschlecht (weiblich-Kastrat) abhängigen Unterschied im IMF erwähnt auch Littmann et al. (2008) für Bayernhybride. Der Durchschnitt aller Waldschweine lag mit 2,5 % IMF jedoch weit über den Werten, die sonst für verschiedene Genetiken in der Literatur angegeben werden (maximale Angabe: 1,8 % IMF), (Littmann et al. 2008, Looser 2006, Tober 2005). Ein Grund dafür dürfte das hohe Schlachtgewicht und Alter der Waldschweine sein (Čandek-Potokar et al. 1998, Stupka et al. 2008). Ein weiterer wichtiger Punkt ist mit Sicherheit die Einkreuzung der Schwäbisch-Hällischen Genetik (Genetik Waldschweine: SH*Piet), allerdings ist die Quellenlage dazu gering. Bei Looser (2006) wiesen beim Vergleich der Rassen Deutsche Landrasse, Schwäbisch Hällisch und Large White (jeweils Kastraten) und Pietrain (weiblich) die Schwäbisch Hällischen Kastraten mit 1,36 % den höchsten IMF auf.

Für beide Geschlechter ließ sich aufgrund der geschlechtsabhängigen signifikanten Unterschiede im intramuskulären Fettgehalt und der Korrelation zwischen Lebendgewicht und daraus resultierendem IMF ein Mindestlebendgewicht bestimmen, ab dem für SH*Piet-Kreuzungen mit einem IMF oberhalb der hier angesetzten Geschmacksgrenze von 2 % zu rechnen ist: männliche Tiere (Kastraten) können dabei schon ab einem Lebendgewicht ≥140 kg, weibliche Tiere sollten erst ab einem Lebendgewicht ≥ 160 kg geschlachtet werden.

Die Bewertung der Ausschlachtung ist grundsätzlich schwierig, da diese vom Nüchterungsgrad der Tiere bei der Bestimmung des Lebendgewichtes beeinflusst wird. Damit ist kein sinnvoller Literaturvergleich möglich. In dieser Studie wurden männliche und weibliche Tiere direkt nacheinander mit gleichem Nüchterungsgrad gewogen, insofern dürften die ermittelten geschlechtsabhängigen Unterschiede valide sein. Weibliche Tiere erreichten dabei nicht nur geringere Lebendgewichte als männliche Kastraten, sondern hatten auch ein überproportional geringeres Schlachtgewicht, sodass die Ausschlachtung um knapp 1 % (0,96 %) unter der Ausschlachtung männlicher Tiere lag. Der Durchschnitt über die gesamte Herde lag mit 79,2 % gleich mit den Werten anderer Biostallschweine (Tober 2005), jedoch unter den Werten von bayerischen Endprodukten an Leistungsprüfungsanstalten (Eisenreich et al. 2019).

Die Belastung des Fleisches mit Radiocäsium lag mit Werten zwischen 0 und höchstens 68 Bq/kg zwar über den Werten von Stallschweinen (< 1 Bq/kg) (Radioaktivität 2018), jedoch weit unter den Durchschnittswerten von 390 Bq/kg von (überwiegend in Bayern gejagten) Wildschweinen (Radioaktivität 2018). Der Grenzwert, ab dem Fleisch nicht mehr verkauft werden darf, liegt bei 600 Bq/kg (Verordnung (EG) Nr. 733/2008 [2008]). Befürchtungen, Waldschweinefleisch sei ähnlich wie Wildschweinfleisch stark radioaktiv belastet, bestätigten sich nicht, Waldschweinfleisch aus dieser Region kann daher wie normales Stallschweinefleisch unbedenklich verzehrt werden.

Muskelfleischanteil

Die Muskelfleischanteile (MfA) der Waldschweine bewegen sich mit 55,2 % MfA leicht unter dem von Müller et al. (2014) für Mastschweine formulierten Zielwert von 56–59 % MfA und liegen in etwa auf gleicher Höhe mit den Werten anderer Biostallschweine (Tober 2005). Für konventionell gehaltene Hybridkreuzungen gibt Heylen (1999) sogar nur 53,7 % MfA an. Betrachtet man die MfA-Anteile aus Leistungsprüfungen der beiden Elternrassen der Waldschweine, zeigt sich, dass die hier verwendeten Kreuzungstiere erwartungsgemäß in etwa in der Mitte der elterlichen MfA bewegen: Reinrassige Schwäbisch-Hällische Tiere haben zwischen 49,1 und 52,0 % MfA (Bühler und Postler 2004), reinrassige Pietraintiere 64,8 % MfA (Dingler 2017). Für die klassische Mast im Stall rät Roth (2011), insbesondere wenn Kastraten gemästet werden, grundsätzlich in der Endmast rationiert zu füttern, um erhöhten Futteraufwand und Fettansatz zu verhindern.

Die hier festgestellten Ergebnisse zum MfA zeigen allerdings, dass bei ausreichender Fläche und Bewegungsanreiz – auch bei Ad-libitum-Fütterung – Tiere im oberen Bereich der Handelsklassen erzeugt werden können. Wie viel Fläche im Minimum zur Auslösung dieses Effektes notwendig ist, müsste in weiteren Untersuchungen geklärt werden.

Kotproben

Um die Verwurmung auf Schweineweiden in Grenzen zu halten, bedarf es einiger hygienischer Sorgfalt (Grauvogl et al. 1997). Nach Beinlich et al. (2005a) und Bennewitz et al. (1983) sind die Tiere vor der Einstallung in die Weide-/Waldflächen zu entwurmen. Insbesondere im Wald entwickelt sich die Parasitenbrut sonst stärker als im Stall (Bennewitz et al. 1983). Vor Weidebeginn entwurmte Schweine entwickeln dagegen auf der Weide keinen Befall mit Ascaris suum (Thies et al. 2005). Die Entwurmung der Tiere vor der Einstallung war sehr effektiv und bewährte sich im Versuch; der Wurmbefall der Tiere lag wenige Wochen nach der Einstallung bei 0. Standort 2, der noch nie mit Schweinen belegt war, konnte damit wohl nahezu frei von Ascaris suum gehalten werden. Dort kam es auch im Laufe der Mast zu keinem nachweisbaren Befall mit Ascaris suum; entsprechend wurden die Tiere daher nicht mit Anthelmintika behandelt. An Standort 1 dagegen, der schon öfter genutzt worden war und an dem auch schon in den Vorjahren Ascaris suum nachgewiesen wurde, kam es zur Mitte der Mast – wohl aufgrund der Aufnahme von im Boden vorhandenen, herangereiften Ascariden-Eiern – zu einem deutlichen Befall mit Ascaris suum. Die erst im Spätsommer/Herbst erfolgende Reifung von im Vorjahr abgesetzten Ascaris suum-Eiern deckt sich mit den Aussagen von Roepstorff und Murrell (1997). Parasiten sind über mehrere Jahre im Boden lebensfähig und bilden eine dauerhafte Infektionsquelle (Beinlich et al. 2005b, Thies et al. 2005). Die aufgrund des nachgewiesenen Ascaris suum-Befalls vorgenommene Entwurmung konnte den Befall zum Ende der Mast dann deutlich reduzieren. Neben den Kotproben wird Ascaris suum-Befall auch am Schlachthof sichtbar; der Schweinespulwurm führt zu sogenannten Milchflecken in der Leber (milk spots) (Thies et al. 2005). Die von der Vorbelastung der Weide abhängige unterschiedliche Notwendigkeit von Entwurmungen stimmt mit den Aussagen von Thies et al. (2005) überein.

An beiden Standorten wurden vereinzelt Kokzidien-Oozysten nachgewiesen, jedoch hat geringgradiger Kokzidienbefall bei Schweinen in Freilandhaltungen keine Bedeutung (Thies et al. 2005).

Organbefunde

Leber

Über die Hälfte (55,3 %) der Tiere wiesen unveränderte Lebern auf. Damit waren die Lebern wesentlich geringer belastet als die Lebern von zwei anderen großen Waldmaststudien (Bennewitz et al. 1983, Haupt et al. 1978, Sonnefeld 1977). Insgesamt waren die Veränderungen der Lebern jedoch meist geringgradig, nur bei 7,9 % der Tiere lagen mittelgradige Veränderungen vor, hochgradige Veränderungen traten gar nicht auf. Drei Viertel der Tiere mit veränderten Lebern waren erwartungsgemäß von Standort 1, bei dem auch im Kot Spulwurmbefall festgestellt worden war. Die Tiere am Standort 1 waren wohl aufgrund der Bodenbelastung kontinuierlichem Spulwurmbefall ausgesetzt, die dennoch verhältnismäßig geringe Anzahl an milk spots in den Lebern stimmt mit den Ergebnissen von Roepstorff und Murrell (1997) überein. Grundsätzlich ist die Spulwurmei-Verteilung und Übertragung von Spulwürmern in Schweinefreilandhaltungen stark vom Jahr und der Jahreszeit abhängig (Roepstorff et al. 2001). Interessanter Weise kann kein sicherer Zusammenhang zwischen Anzahl der infektiösen Eier und Kotplatz, Hütte oder Weide hergestellt werden (Roepstorff et al. 2001). An Standort 1 könnte die von Haupt et al. (1978) für ein direkt vergleichbares halbjährliches Haltungssystem im Wald beschriebene zunehmenden Belastung der Lebern bei mehrjähriger Flächennutzung zutreffen. Als Lösung empfehlen Bennewitz et al. (1983) zusätzlich zur halbjährigen Winterpause auf der Basis von über 10.000 untersuchten Tieren die Einlegung eines Ruhejahres, dann käme es auch bei mehrfacher Belegung zu keiner Potenzierung der Spulwurmbelastung in den Waldflächen. Ein solcher Koppelwechsel ist – zumindest bei zunehmender Spulwurmproblematik bzw. Anstieg von milk spots in den Lebern – für Waldmast-Flächen als einfache Sanierungsmaßnahme anzuraten. Die halbjährliche Winterruhe scheint für eine Spulwurmsanierung des Bodens nicht vollständig auszureichen.

Weitere Organe

Fast alle Nieren (97,4%) waren unverändert, der Anteil an veränderten Nieren lag in der von Sonnefeld (1977) an 30.000 Waldmastschweinen festgestellten Größenordnung. Auch der Anteil gesunder (81,6 %) bzw. veränderter (18,4%) Lungen stimmt mit den Ergebnissen von Sonnefeld (1977) überein. Bennewitz et al. (1983) berichten in Folgeuntersuchungen, dass bei mehrfacher Belegung der Waldmastflächen (allerdings mit sehr hohen Tierzahlen von 555 Tieren/ha) die Pneumonie-Rate signifikant ansteige. Bis auf ein Tier hatten alle Tiere (97,4 %) gesunde Herzbeutel, Sonnefeld (1977) gibt für Waldmasttiere etwas geringere Werte gesunder Tiere an. Alle Tiere hatten ein unverändertes Verdauungssystem, bei keinem Magen wurden Anzeichen eines Magengeschwüres gefunden.

Fazit

Eine Waldmast von Schweinen kann bei angepasster Futterversorgung ähnlich hohe tägliche Zunahmen erzielen wie eine Mast im Stall. Verschiedene Parameter der Fleischqualität werden – neben rassebedingten Effekten – durch das Haltungssystem positiv beeinflusst. Aus Sicht der Tiergesundheit gibt es keine Einschränkungen, es wurden weder bei den Lebendbonituren noch am Schlachthof Anzeichen für Probleme hinsichtlich der Tiergesundheit gefunden.

Damit ist die Waldmast von Schweinen ein sehr tiergerechtes Haltungssystem, das die Ansprüche von Konsumenten nach naturnaher Tierhaltung und qualitativ hochwertigem Fleisch mit den berechtigten Ansprüchen an Tiergesundheit und Futtereffizienz verbindet. Die Waldmast von Schweinen sollte daher im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeit weiter ausgebaut werden.

Danksagung

Für die finanzielle Unterstützung zur wissenschaftlichen Begleitung des Waldschweinprojektes möchten wir uns bei der Internationalen Gesellschaft für Nutztierhaltung (IGN), Bern bzw. der Felix-Wankel-Stiftung bedanken.

Großer Dank gilt den Herrmannsdorfer Landwerkstätten Glonn GmbH & Co. KG für die gute Zusammenarbeit bei den Schlachtungen.

Wir bedanken uns bei allen am Genehmigungsverfahren beteiligten Behördenvertretern/-innen, die sich mit viel Mühe und Geduld in die neue Materie eingearbeitet haben und damit maßgeblich zur rechtlichen Klärung und Umsetzung des Waldschweinprojektes beigetragen haben.

Darüber hinaus bedanken wir uns bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft für die Messung des Intramuskulären Fettgehaltes und beim Tiergesundheitsdienst Bayern e.V. für die Messung der Radiocäsiumbelastung.

Conflict of interest

Die Autoren bestätigen, dass kein Interessenskonflikt besteht.

Ethische Anerkennung

Bei der vorliegenden Studie handelt es sich nicht um einen Tierversuch im Sinne des deutschen Tierschutzgesetzes (TierSchG 2006). Alle Daten wurden nicht invasiv und nicht personenbezogen erhoben, entsprechen dem üblichen landwirtschaftlichen Procedere in der Tierhaltung und beruhen auf den vor Ort herrschenden Verhältnissen (Freilandhaltung von Schweinen). Grundsätzlich hat der Landwirt nach § 11 (8) TierSchG (2006) durch betriebliche Eigenkontrolle sicherzustellen, dass die Anforderungen des § 2 TierSchG (2006) erfüllt sind; dabei sind geeignete tierbezogene Merkmale zu erheben. Die Datenerhebung in dieser Studie erfolgte jeweils begleitend zur betrieblichen Eigenkontrolle des Betriebsleiters. Die Erhebung der Daten zu z. B. Körperkondition inkl. Körpergewichtszunahme, haltungsbedingten Verletzungen, Klauengesundheit, Lahmheit, Parasitenbefall wie auch die Erhebung tierbezogener Daten aus Schlachthofbefunden waren daher nicht als Eingriff bzw. Tierversuch im Sinne des Tierschutzgesetzes (2006) einzustufen. Eine Genehmigung durch die zuständige Behörde oder Prüfung durch eine Ethikkommission wurde daher nicht beantragt.

Korrespondenzadresse:

Rupert Stäbler
Veterinärwissenschaftliches Departement
Tierärztliche Fakultät Ludwig-Maximilians-Universiät
München
Lehrstuhl für Tierschutz, Verhaltenskunde, Tierhygiene und Tierhaltung
Veterinärstr. 13R
80539 München
rupert.staebler@web.de

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