Initiative: Lebensmitteln kennzeichnen und vor Gefahren warnen
[19.10.2009]
Der nordrhein-westfälische Minister Eckhard Uhlenberg setzt sich für neue Regelungen von wichtigen Fragen des Verbraucherschutzes ein. Bei der Konferenz der Verbraucherschutzminister folgten die Amtskollegen und Amtskolleginnen aus den anderen Bundesländern seinen Initiativen zur Kennzeichnung von Lebensmitteln.
Nährwert-Kennzeichnung auf Lebensmitteln: „Ich möchte, dass Lebensmittel offen und ehrlich gekennzeichnet werden“, sagte Uhlenberg. Zusätzlich zu einer verpflichtenden und differenzierten Nährwertangabe, wie sie die EU plant, soll auf dem Sichtfeld der Lebensmittelverpackungen der Energiegehalt bezogen auf 100 Milliliter, bzw. 100 Gramm, des Lebensmittels angegeben wird. „So erhalten Verbraucher einen klaren und knappen Hinweis für ihre Kaufentscheidung“, so der nordrhein-westfälische Verbraucherschutzminister. Die Ampel wurde auf Initiative Uhlenbergs von der Mehrheit der Verbraucherschutzminister abgelehnt, weil inzwischen feststeht, dass sie Verwirrung stiftet, statt zu informieren.
Information gegen Lebensmittel-Imitate: Eckhard Uhlenberg möchte das Deutsche Lebensmittelbuch bekannter machen. Darin sind Qualitätsbeschreibungen für 2000 Lebensmittel enthalten. „Wer nicht weiß, wie echter Schinken aussieht oder schmeckt, dem kann man auch gefälschten Schinken leichter verkaufen“, erläuterte Uhlenberg. Als weiteres Mittel gegen Lebensmittel-Imitate forderte er vor den Verbraucherschutzministern der Länder und des Bundes, dass die Gastronomie stärker auf die Echtheit der Lebensmittel achtet. „Ich will mehr Schulungsmaßnahmen in der Branche, wenn Speisen falsch deklariert werden.“ Häufigste Ursache für Fehlkennzeichnungen im Gastronomiebereich seien fehlende fachspezifische Kenntnisse.
„Die Konferenz hat gezeigt, dass Nordrhein-Westfalen bundesweit eine Vorreiterrolle beim Verbraucherschutz einnimmt“, fasste Minister Eckhard Uhlenberg zusammen.