Auswertung der Nebenwirkungsmeldungen nach der Impfung gegen die Blauzungenkrankheit in Hessen für das Jahr 2008
[12.02.2009]
Zur Bekämpfung der Blauzungenkrankheit wurde in Deutschland im Jahr 2008 eine flächendeckende Impfkampagne durchgeführt. Mittels einer Dringlichkeitsverordnung wurde der Einsatz von drei nicht-zugelassenen inaktivierten Impfstoffen erlaubt. Die Pharmakovigilanzdaten, basierend auf den für das Bundesland Hessen erhaltenen Meldungen, wurden zusammengestellt und ausgewertet. Von Mai bis November 2008 wurden in Hessen über 900 000 Impfungen bei Rindern, Schafen und Ziegen durchgeführt. Hierzu gingen insgesamt 205 Meldungen über Impfzwischenfälle ein. Die Anzahl der Nebenwirkungsmeldung ist, bezogen auf die eingesetzten Impfstoffdosen niedrig. Auffallend hoch ist die Anzahl von Meldungen zu Aborten und Fehlgeburten. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Letztlich lässt sich nur in wenigen Fällen ein möglicher Zusammenhang zum Impfstoff herstellen. Nach der fachlichen Bewertung der für Hessen eingegangenen Meldung ergibt sich für alle aufgetretenen Nebenwirkungen eine sehr geringe Inzidenz. Insgesamt weisen die vorliegenden Pharmakovigilanzdaten für die drei im Jahr 2008 in Hessen eingesetzten inaktivierten BTV-8 Impfstoffe ein hohes Sicherheitsprofil aus.